A+
Beta

Bootsfahrten im Frühling

Im Frühling, sobald die Flüsse eisfrei werden und die Frühjahrsflut beginnt, wird von Hunderten von Bootsfahrern die Chance benutzt, ein ordentliche Portion Adrenalin zu erleben. Trotz der Gefahr im eisigen Wasser bis auf die Knochen nass zu werden, begeben sich viele Interessenten zu den schnellsten Flüssen in Vidzeme, Kurland und Lettgallen. Sogar für die erfahrensten Bootsfahrer sind diese eine echte Herausforderung. In diesen paar Wochen sind die schnellsten Flüsse und deren Stromschnellen voller furchtloser Wassersportler, die von den Ufern aus von Menschen beobachtet werden, die es selbst nicht wagen würden, ins Boot zu steigen.

  • Laivošana pavasara palu ūdeņos ir īpašs piedzīvojums
  • Kuldīgas laivotāji
  • Foto: Artis Gustovskis
  • Tukuma plosti
  • Valmieras laivu rallijs

Die brausende Amata

Im Frühling und nach heftigem Herbstregen wird der Nebenfluss der malerischen Gauja zum Mekka der Wassersportler. Dies ist nicht nur einer der schnellsten, sondern auch einer der schönsten lettischen Flüssen. Wunderschöne Landschaft, beeindruckende Sandsteingebilde mit dem berühmten Zvārtes-Gestein und unberührte Natur, nicht umsonst befindet sich der Fluss auf dem Gebiet des Nationalparks Gauja. Gewöhnlich beginnt die Fahrt auf der Amata ab Melturi, wo über dem Fluss die Straße von Rīga nach Pskow verläuft. Das Endziel ist etwa an der Brücke der Straße von Cēsis nach Līgatne, dort befindet sich der Campingplatz „Amata” für die Wassersportler. Diese 15 Kilometer lange Strecke ist in drei Stunden zu schaffen, doch muss in Betracht gezogen werden, dass einzelne Flussetappen sogar dem dritten Schwierigkeitsgrad entsprechen. Deshalb sollte man immer vorsichtig sein und bedenken, dass dieser wunderschöne Fluss auch gefährlich sein kann, insbesondere in Lustūzis, an einem Ort, wo die Amata mit ihrer ganzen Kraft gegen einen Felsen stürmt, in dem tiefe Nischen ausgespült worden sind.  

Der Abuls und die Ogre

Von erfahrenen Bootsfahrern können einzigartige Erlebnisse auch auf der Rauna und auf deren Nebenfluss, Vaive, erlebt werden (im Nationalpark Gauja zwischen Valmiera und Cēsis). Diese Flüsse, ebenso wie ein anderer Nebenfluss der Gauja, Abuls, sind während der Frühjahrsflut nicht für Anfänger geeignet. All diese Flüsse befinden sich in Vidzeme.

Schnell und reich an Stromschnellen ist auch die Ogre in Vidzeme, insbesondere im Oberlauf mit den berühmten Brāžu-Stromschnellen. Die Etappe mit Stromschnellen ist 8 Kilometer lang und die Neigung des Flusses beträgt hier bis zu 27 Meter pro Kilometer. Die berühmteste Etappe ist ab dem Wasserkraftwerk Ērgļi bis Ogrēni.

Frühlingsbootsfahrten auf den Flüssen Imula und Amula

In Kurland bieten im Frühling zwei Nebenflüssen der Abava, der Imula und Amula, einzigartige Erlebnisse an. Diese fließen auf dem Gebiet des Naturparks der Abava-Senke, unweit der malerischen Kleinstadt Sabile. Im Sommer sind diese Flüsse nicht befahrbar, aber im Frühling garantieren sie all denjenigen, die das Bootsfahren lieben, echten Spaß. 

Der schnellste Fluss in Lettgallen - der Tartaks

Der schnellste lettgallische Fluss ist der Tartaks. Wahrscheinlich ist dieser einer der wildesten lettischen Flüsse, der besonders für Adrenalin-Junkies einiges zu bieten hat, z. B. im Abschnitt vom Ciriša-See fließt der Tartaks durch einen überschwemmten Wald und man hat den Eindruck, dass man sich gerade in brasilianischen Urwäldern oder in indonesischen Mangrovenwäldern befindet. Die Etappe hinter dem Pakaļņa-See ist wirklich wild, denn der gewundene und an Stromschnellen reiche Fluss ist meist voll mit Holzanschwemmungen.

Ratschläge für sicheres Bootsfahren

Damit die Reise auf den an Stromschnellen reichen lettischen Flüssen nicht zur Enttäuschung oder sogar gefährlich wird, sollte man im Voraus Vorsichtsmaßnahmen treffen. Erstmals sollte man sich merken, dass falls Sie kein erfahrener Bootsfahrer sind, sollten Sie auf solchen Flüssen am besten gar nicht ins Boot steigen. Auf jeden Fall nicht ohne professionelle Begleitung. Jeder muss für seine eigene Sicherheit sorgen, eine Rettungsweste und einen Schutzhelm tragen. Die persönlichen Gegenstände und Mobiltelefone sind wasserdicht einzupacken und Sie sollte die passende Kleidung wählen. Man sollte auch warme Kleidung und Schuhe mitnehmen, die man nach der Fahrt anziehen kann.

Vor dem Besteigen des Bootes schadet es nicht, sich mit der bevorstehenden Route bekannt zu machen und Informationen über die voraussehbaren Hindernisse einzuholen. Während der Fahrt sollte man daran denken, dass es auf schnellen Flüssen verboten ist, neben Felsen, umgestürzten Bäumen, Sperren und Dämmen anzuhalten, denn der Strom könnte den Außenrand des Bootes unters Wasser ziehen und das Boot umkippen. Falls das Bott umgekippt oder jemand von den Bootsfahrern aus dem Boot gefallen ist, sollte man sich an dem Boot oder an einem Hindernis halten, bis Hilfe eintrifft. In den schnellen Etappen wird davon abgeraten, selbständig ans Ufer zu schwimmen. Es ist verboten, unter Bäume durchzufahren, die sich über dem Wasser neigen, und sich an diesen festzuhalten, denn auch dann könnte der Strom das Boot umkippen. Während der Fahrt durch die Stromschnellen muss das Boot in Richtung des Stromes gehalten werden. Das wichtigste ist aber, dass das Boot nur im nüchternen Zustand bestiegen werden darf.

Wir wünschen Ihnen angenehme Erholung in unseren Gewässern.

  • Das Reichtum von Kurland sind die Wälder und das Meer, dessen Nähe die Geschichte und die Geschichte der Region sowie das Temperament der Kurländer...
  • In Latgale (dt. auch Lettgallen genannt) können Sie die Schön- heit der Natur bewundern, die blauen Seen, in deren strahlende Oberfläche sich die...
  • Die Region Vidzeme ist eine der vier historischen Regionen Lettlands und befindet sich im Nordosten von Lettland. Vidzeme bleibt mit ihrer schönen...
  • Wassertourismus: Entspannen im Freundeskreis, romantische Zweisamkeit oder eine Ausreise für die ganze Familie zusammen mit den Kindern an die...