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Die Altstadt von Kandava

Am rechten Berghang des Urstromtals der Abava, wo der Fluss seine Richtung von Norden nach Westen ändert, liegt eine der malerischsten lettischen Kleinstädten - Kandava. Zum ersten Mal wurde diese im Jahre 1230 schriftlich erwähnt, doch schon mehrere hundert Jahre zuvor gab es dort eine Siedlung. Das Steinschloss des Ordens wurde 1253 erbaut und herum entstand allmählich eine Ortschaft.

  • Die Altstadt von Kandava
  • Der Pulverturm von Kandava
  • Die Steinbrücke über den Fluss Abava in Kandava

Das historische Zentrum von Kandava lockt die Aufmerksamkeit mit dem Altstadtplatz und dessen Bebauung. Die Bebauung des historischen Zentrums um des alten Marktplatzes stammt aus dem 19. Jh. Dieses entstand nach dem Brand von 1881, als statt der Holzbauten Stein- und Ziegelgebäude gebaut wurden. Interessant sind die steilen Straßen, in denen die Gebäude an jedem Ende eine unterschiedliche Anzahl von Stockwerken haben. Einige Gebäude haben Durchgangsgewölbe.

Es sind zwei mit Steinen gepflasterte Straßen erhalten geblieben – die Lielā-Straße (Große-Straße) und ein Teil der Talsu-Straße. Hier befindet sich auch die älteste Steinbrücke in Lettland, die 1997 renoviert wurde. Bis zum Jahr 1873 gab es über die Abava eine Flussfähre, für die Fußgänger waren Stege gebaut. Die Steinbrücke über die Abava wurde 1873 laut dem Projekt von Karl fon Fircks gebaut.

Die Brücke ist 66 Meter lang und hat vier Gewölbe, es handelt sich um die älteste Steinbrücke in Lettland. Die Brücke wurde auf dem Festland gebaut und als sie fertig war, wurde für die Abava ein neues Flussbett ausgegraben und das alte zugeschüttet. Die evangelische Kirche ist 1736 erbaut worden. In der Kirche sind Holzschnitte des Barock sogar aus dem 17. Jahrhundert erhalten geblieben, das Altargemälde "Christus am Kreuz", zwei Deckenleuchten aus der Mitte des 19. Jh. und Bilder von Künstlern der angewandten Kunst.

Wenn Sie in Kandava ankommen, spüren Sie sofot die Atmosphäre einer echten lettischen Altstadt. Dann verstehen Sie vielleicht, warum die Einwohner stolz auf Kandava sind.