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Filmkunst

Kino – das ist eine schöne Art der Erholung. Die lettische Hauptstadt Riga ist schon immer eine Stadt mit einem erfüllten Kinoleben gewesen. Die ersten beweglichen Bilder im Albert Salamonski-Zirkus in Riga wurden sogar früher als in Berlin oder New York gezeigt. In Lettland von Heute sorgen sowohl Weltklasse-Kinos, als auch internationale Filmfestivals für eine qualitative Unterhaltung. Wollen Sie aber Blicke hinter Filmkulissen werfen, müssen Sie das Kinostädtchen "Cinevilla" besuchen.

Das erste öffentliche Kino "The Royal Vio" (im Saal 888 Plätze und zusätzliche 312 Balkonplätze) wurde in Riga 1901 erbaut. Bis Anfang der 20iger des 20. Jahrhunderts wurden Filme an mindestens zwanzig Orten in Riga vorgeführt. Am 30. Dezember 1923 wurde ganz prunkvoll der funkelnde Filmpalast bzw. Kino "Splendid Palace" (das jetzige Kino "Rīga") eröffnet.

Heute gibt es in Lettland moderne Kinos mit Soundsystems der Weltklasse: in "Kino Citadele", "Cinamon", sowie ist auch die Möglichkeit gegeben, qualitative Autorenfilme und Art-House-Filme (Kinogalerie "K. Suns", Kino "Rīga") zu sehen und die Vielfältigkeit der Mini-Kinos in den Kleinstädten Lettlands zu genießen.

In Lettland finden zwei internationale Filmfestivals: "Baltijas pērle" und "Arsenāls", die Filmschau von Berlinale, Nordische Filmtage, Filmtage der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, Retrospektive weltberühmter Filmklassiker statt. 

Im Zentrum des Herzens von Riga, Peitavas iela 10/12 (Eingang Mazā Peitavas iela), liegt das Rigaer Filmmuseum (lettisch: Rīgas Kino muzejs), in dem eine Cinemathek mit lettischen und internationalen Filmen zu finden ist. Mit einer Voranmeldung ist es möglich, die Filme sowohl individuell (mit Kopfhörern), als auch in Gruppen (im Saal) anzusehen. Die Rigaer sind sehr stolz darauf, dass der weltberühmte Filmregisseur Sergei Eisenstein (lettisch: Eizenšteins) (1898-1948), der Autor solcher legendären Filme wie „Panzerkreuzer Potemkin” (1925), „Alexander Newski” (1938) und „Iwan der Schreckliche” (1945) in Riga geboren worden und zur Schule gegangen ist. Eine dem Regisseur gewidmete Ausstellung kann man im Rigaer Filmmuseum besichtigen.

Wollen Sie aber die Umgebung des Filmdrehens sehen, wird der Ausflug in das Kinostädtchen “Cinevilla”, dem die Ähnlichkeit mit der Zitadelle der indischen Filmindustrie bzw. Bollywood zugesprochen wird, (15 km von Tukums entfernt) ein angenehmes Erlebnis sein.