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Kirchen

Jahrhunderte langgab esin Lettland verschiedene Religionskonfessionen und jede von ihnenhatte und hat die Möglichkeit, die eigenen Gotteshäuser zu errichten. Deshalb ist die sakrale Architektur unterschiedlich, mannigfaltig und authentisch. Darüber hinaus ist sie an hochwertigeKunststücke und Handwerkereich, so dass jeder Besuch eines Gotteshauses zu einer weitenkulturhistorischen Reise durch Jahrhunderte und Kunststile wird.

  • Baznīcas ir Rīgas vecpilsētas panorāmas neatņemama sastāvdaļa.
  • Aglonas bazilika - viens no galvenajiem katoļu dievnamiem Latvijā
  • Katoļu baznīca Krāslavā
  • Luterāņu baznīca Dikļos
  • Stāmerienas pareizticīgo baznīca
  • Pareizticīgo baznīca Šķeltovā
  • Sv. Nikolaja katedrāle Liepājā.
  • Viļakas katoļu baznīca

Die Skylineder Altstadt von Riga gehört mit ihren Kirchenspitzen zu den schönsten Kennzeichen der Stadt.Im Rigaer Zentrum reihen sich altertümliche Kirchen aneinander, die im Laufe der Jahrhunderte abwechselnd sowohl die katholischen, als auch die protestantischen Kirchengemeinden beherbergten, die Orthodoxenkathedrale zu Geburt Christi, die Rigaer Altgläubigenkirche Grebenschtschikow  sowie die 1905 gebaute Synagoge. Eines der neuerrichteten Gotteshäuser in Riga ist die Kirche der Armenischen Apostelkirchengemeinde in Kojusalas Straße. Die Turmspitzen der ältesten und dem Ufer der Daugava am nächsten liegendenKirchen Rigas – des Doms, der St.Peterskirche, der St.Johannskirche und der St.Jakobskirche- schmückt keinKreuz, sondern ein Hahn. Nach christlicher Tradition ist der Hahn ein Beschützer, der mit seinem Krähen den Teufel verjagt. Ein Hahn an der Turmspitze hatte auch eine praktische Anwendung – das war ein Wetterhahn, der den Lebensrhythmus in der Hafenstadt Riga bestimmte, wo viele Segelschiffe anlegten.

Rigaer Dom – die berühmteste Kirche Lettlands

Eine der bedeutendsten Kirchen in Riga und inLettland ist der Dom; das ist der Sitz des Erzbischofs der evangelisch-lutherischen Kirche Lettlandsund gleichzeitig eine der wunderschönsten Konzerthallen der Welt. Der Grundstein ins Domfundament wurde am 25. Juli 1211 gelegt, aber das erste Gebäude ist beim Stadtbrand in Flammen aufgegangen; der Bau wurde mehrmals durch Brandunfälle geschädigt, deshalb hat esbeim Wiederaufbau im Laufe der Jahrhunderte sowohl sein äußeres, als auch sein inneres Aussehen geändert. Der heutige Dom hat das Gesamtbild der mittelalterlichen Innenausstattungverloren, aber es sind ziemlich viele Zeugnisseder damaligenEpoche erhalten geblieben, z. B., die Chorsessel, deren Innenseite der Holztäfelungmit Schnitzereien verziert ist, mehr als ein halbes Hundertvon Grabsteinen und Grabmälern sowie eine der Sehenswürdigkeiten im Baltikum – das „Paradiesportal” am nördlichen Eingang des Rigaer Doms mit der Krönungsdarstellungder MutterMaria. Richten Sie Ihren Blick auf das bunte gotische Fensterwerk, dasam Ende des 19. Jahrhunderts eingesetztwurde, als der Forscherverein für  Geschichte und Altertum 1885 mit derWiederaufbauarbeiten des Rigaer Doms begonnen hat.

Der Rigaer Dom ist dank seiner Orgel weltberühmt geworden, die im Orgelbaubetrieb „E.F. Walcker & Co“ 1883 - 1884gefertigt wurde und die zu einem der weltweitwertvollsten historischen Orgelinstrumente zählt(die allerhöchste Errungenschaft der Orgelbaukunst aus der spätromantischen Zeit). Die Rigaer Domorgel hat 124 Register, 4 Manualeund ein Pedal, 6718 Orgelpfeifen von unterschiedlicher Größe und unterschiedlichemMaterial, die sich auf26 Blasebälgen befinden. Die Orgelpfeifen sind unterschiedlicher Größe: die größten sind 10 m und die  kleinsten - 13 mm lang. Die Komposition für die Einweihung der Rigaer Domorgel „Nun danket alle Gott” wurde von Ferenz List komponiert.Der jetzige Zustand des Instruments lässt nur eine sorgfältige Behandlung während der Konzerte zu, die musikalisch und geistig ein wahres Erlebnis sind. Nutzen Sie die Gelegenheit, Orgelmusikkonzerte zu besuchen!

Die St. Peterskirchemit dem höchstenTurm

Über den höchstenTurm in Altriga verfügt die St.Peterskirche: Bis zum Zweiten Weltkrieg war das der höchste Holzbau in Europa (120,7 m). Die 1209 im gotischen Stil gebaute Kirche hat im Laufe der Jahrhunderte  nicht nur unzählige Veränderungen, sondern auch das Ringen unterschiedlicher Konfessionen, die Vernichtung der Heiligenbilder und mehrere Feuerbrände überstanden.Sechsmal haben den Turm der St.Peterskirchedie Blitzschläge getroffen.Das letzte Mal wurde er während einer Kriegsoperationenam  29. Juni 1941im Zweiten Weltkrieggerade am Tag des Heiligen Peters zerstört. Jetzt ist der Turm der St.Peterskirche123,25 m hoch (Der Wiederaufbau wurde am 29. Juni 1973 – am Peterstag – abgeschlossen.) Das ist jetzt kein Holzbau, sondern ein Metallbau mit einem eingebauten Fahrstuhl, der die Besucherauf eine in derHöhe von 72 m liegende Aussichtsplattformbringt. Im Turmgibt es eine Uhr, die traditionsgemäß nur einen Stundenzeigerhat; fünfmal pro Tag ertönt zu einer vollen Stunde dieMelodie des lettischen Volksliedes „Rīga dimd” (d.h., Riga dröhnt).

Vielfalt  der Gotteshäuser

Ganz am Anfang der Brīvības Straße steht in Riga an der Esplanade die Orthodoxenkathedralezu Geburt Christi, die 1876-1884 gebaut wurde. 1964 -1990 befanden sich in diesem Gebäude „Zinibunams“(d.h., Haus der Wissenschaften)und das Planetarium sowie eines der damals populärsten Cafés "Dieva auss", wo man immer viele Maler, Musiker, Dichter und andere"Freidenker" treffen konnte.

Neben dem Zentralmarkt, am Anfang der Moskauer Vorstadt erhebt sich die im Empirestil gebaute lutherische Jesuskirche; das ist der größte Holzbau in Lettland und eine der größten Holzkirchen in Europa. Das ist das vierte auf dieser Stelle stehende Gotteshaus (das erste ist mit dem Jahr 1635 datiert, das letzte – mit dem Jahr 1813), denndie drei vorigenKirchen sind während der Kriegszeiten und bei Brandunfällen zugrundegegangen.

Eines der interessantesten Objekte des sakralen Reiseverkehrs in Riga ist dieweiße, prächtige Altgläubigenkirche Grebenschtschikowin der Moskauer Vorstadt. Seine vergoldete Kuppel kann man sehen, wenn man vom Stadtteil Pārdaugava zum Stadtzentrum überdie Brücke Salu tiltsfährt. Auf die Idee, diese Kirche zu bauen, ist man 1760 gekommen.Die Altgläubigengemeinde in der Grebenschtschikow –Kircheist die größte in der Welt, sie vereinigt ca. 20 000 Altgläubige, die in ihrem Gottesdienst nach wie vor die alten Traditionen hegenund die alten Gottesgesänge singen. Der Kirchegehört eine reiche Kollektion von Ikonen, Büchern und Handschriften aus dem 15. bis 19. Jh.

Latgalische Wunder

Wenn man sich nach Latgale begibt, kann man dort die einem Westeuropäer exotisch erscheinenden Gotteshäuser der Altgläubigen und der Ortodoxensehen, die einen mit ihren schlichten, farbenprächtigen und altertümlichenHolzbauten berühren und bezaubern. Auch eines der wichtigsten katholischen Wallfahrtorte in Osteuropa befindet sich in Latgale – in Aglona, der schon seit Ende des 17. Jh. zu einemheiligen Ort geworden ist. Für dieGründung einer katholischen Kathedrale und eines Klosters hat 1699 das örtliche adlige EhepaarŠostvicki 17 Dörfer mit 90 Häusernverschenkt - "Zur Gottesehreund den Letten zum Segen". Als die 1699 gebauteKirche ausbrannte, wurde an Stelledieser in den Jahren 1768 bis 1780 ein Ziegelgebäude für ein Kloster und eine prächtige im Barockstil errichtete Kirche mit zwei 60 m hohen Türmen aufgebaut. Die Gegenstände derKirchenausstattung sind im 18. Jahrhundert und die Seitenaltäre – am Anfang des 19. Jahrhunderts gefertigt. Die Kirche verfügt über eine großeSammlung von Bildern, Skulpturen und Kunstschätzen, darunter auch das berühmte Heiligenbild "Mutter Gottes – die aglonische Wundertäterin“(17. Jh.), das nur zu festlichen Anlälssen während derreligiösen Feiertage aufgedeckt wird. Man nehme an, es besäße Kraft zum Heilen. Alljährlich kommen am 15. August – am Tagder Himmelfahrt der Jungfrau Maria – Tausende von Wallfahrern nach Aglona. Im Jahre 1993 hat der Römische Papst Johannes Paulus II.den heiligen Ort Aglona besucht und gesegnet.

Kurländische Schätze

DerKurzexkurs durch die Gotteshäuser Lettlandswäre ohne eine kleine Kirche in Kurland (Kurzeme) nicht vollständig. Sie steht schon Jahrhunderte lang auf dem Land ganz still und umgeben von alten Bäumen, äußerlich - nicht besonders attraktiv – die lutherische Kirche  in Apriķi (Kreis Aizpute, unweitvon Liepāja). Wegen ihrer prächtigen Innenausstattung wird sie „diekurländische Perle“ genannt. Am Interieur haben kurländische Maler, die örtlichen Zimmermänner und Holzschneider gearbeitet, und es ist für einender wertvollsten Barock- und Rokokostilmeisterwerke im Baltikum erklärt.

Wenn man bereits in Apriķi ist, sollte man auf jeden Fall auch die Stadt Liepāja besuchen.Am Militärhafen – auf dem größten Militärgelände Baltikums zu Zeiten des Russischen Reiches, wo der erste Stützpunkt der U-Booten-Flotte des zarischenRusslands platziert war - entstand neu aus Schutt und Asche die orthodoxe Seekathedrale St.Nikolaus mit vergoldeten Kuppeln. In der Sowjetzeit war hier eine Armeesporthalle eingerichtet, und jetzt dient die Kathedrale ihrem ursprünglichen Zweck.

Im Zentrum der Stadt befindet sich eine der schönsten Kirchen des Spätbarockstils in Lettland – die lutherische Kirche der HeiligenDreieinigkeit zu Liepāja (1742-1758). Die Kirche ist dank ihrem prächtigen inneren Barockausbau von Bedeutung, sie verfügt über1100 Sitzplätze, einen 55 m hohen Turm unddie größte Orgel in Lettland (131 Register, 4 Manuale, mehr als 7000 Orgelpfeifen - bis 1912 war das die größte Orgel der Welt), auf der man nach wie vor gespielt wird.Sie gilt historisch als die größte mechanische Orgel der Welt, die nie umgebaut wurde.

  • Der Rigaer Dom ist die Kathedrale des Erzbischofs von Riga und Lettland und das Gotteshaus der Domgemeinde. Bis zur Auflösung des Livonischen...
  • Die Basilika von Aglona ist im späten Barockstil gebaut. Zwei ca. 60 m hohe Türme verzieren die Fassade. Alljährlich kommen am 15. August tausende...
  • Die Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit in Liepaja wurde Mitte des 18. Jhs. erbaut und ist auf ihre im prächtigen Rokokostil gefertigte...
  • Eine 1896 erbaute Kreuzkuppelkirche mit einem Glockenturm, eine Holz- und Steingebäudekombination. In den Seitenflügeln wurden Wohnräume...
  • Die Kirche wurde im Jahr 1889 gebaut, der Architekt war H. Hilbig. Früher war sie als „Waldkapelle” bekannt und wurde zur Erholung...