Sie sind hier

Kirchen in Riga

Das Panorama mit Rigaer Kirchenturmspitzen ist ein der schönsten Symbole der Stadt. Im Zentrum vonRiga erheben sich nebeneinander alte Gotteshäuser, die im Laufe der Jahrhunderte sowohl den katholischen als auch den evangelischen  Gemeinden  gehörten. Auch die vergoldeten „Zwiebeln” der Kathedralen und die Gebetshäuser der Ortodhoxen und der Altgläubigern sind ein fester Teil von Riga, sowie auch die Synagoge in der Peitavas- Straβe, die als eine der architektonischen Perlen des Jugendstils von Riga gilt.

In Riga unterhalten ihre Gotteshäuser auch die Gemeinden der  Baptisten, der Methodisten, der  Adventisten des siebenten Tages, der Neuapostel und andere. Ein der neuesten Gotteshäuser  in Riga ist die Kirche der Armenischen  Apostolischen Gemeinde in der Kojusalas- Straβe.

Der Rigaer Dom

Die Spitzen der Türme der ältesten und  zum Ufer am nächsten liegenden Kirche- den  Dom, Hl. Petrus, Hl. Johann und Hl.Jacobi- schmückt kein Kreuz, sondern ein Hahn. Laut den christlichen Traditionen schützt der Hahn vor allem Bösen und kann  mit seinen Morgenliedern das Böse verscheuchen.

Die Hähne an den Spitzen hatten auch eine praktische Anwendung- sie dienten als Wetterfahnen, die den Lebensrhythmus  der Hafenstadt, wo viele Segelschiffe anlegten, bestimmten. 

Die bedeutendste Kirche von Riga ist der Dom; das ist die Kathedrale des Erzbischofs der evangelisch- lutherischen Kirche Lettlands und ein der hervorragendsten Konzertsäle der Welt. Den Grundstein des Domes wurde feierlich  unter der Leitung von Bischof Albert am 25.Juni 1211 gelegt, aber die erste, so wie die folgenden Kirchbauten, hatte viel unter dem Feuer in der Stadt gelitten.

Jedesmal  auf Neue  hat der Dom sein Aussehen geändert, aber die Vereinigung von verschiedenen Stile hat nicht die Monumentalität des Gotteshauses beeinträchtigt. Heute ist das mittelalterliche Gesamtbild der Innenausstattung verloren gegangen, aber haben sich viele Zeugnisse dieser Zeitalter bewahrt. Zum Beispiel, die Holzstühle, deren Innenflächen der Seitenpaneele die Schnitzereien schmücken, mehr als fünfzig von Grabplatten und Denkmäler, wie auch die Baltische Perle - „Das Portal des Paradieses” des Nordeingangs mit dem Bild der Krönung von Maria.

 Wenden Sie die  Aufmerksamkeit den Glasgemälden  zu, die in den gotischen Fensteröffnungen  nur am Ende des 19. Jahrhunderts aufgestellt wurden, nachdem die Abteilung  des Bauwesens von Dom der Forschungsgesellschaft der Geschichte und des Altertums die Arbeiten der Erneuerung des Domes im Jahre 1885 begann. Die Glasgemälde demonstrieren die höchste künstlerische und handwerkliche Leistung jener Zeit und zeugen von den hervorragenden Meistern.

Der Rigaer Dom hat  ihren Rum dank der in den Jahren 1883/84 von der Firma E.F.Walker&Co gebauten Orgel verdient, die als eine der wertvollsten historischen Orgel  der Welt gilt. Die Orgel des Rigaer Domes hat 124 Register, 4 Manuale und  ein Pedal, 6718 Pfeifen von verschiedener Gröβe und verschiedenartigem Material. Die Komposition der Einweihung von Orgel „Nun danket alle Gott” hat Ferenz List komponiert.

Die Kirche des Heiligen Petri

Der höchste Turm in der Altriga gehört der Kirche des Heiligen Petrus- der galt bis zum Zweiten Weltkrieg als die höchste Holzbau in Europa (120,7m). Im Jahre 1209 gebautes Gotteshaus hat sich  im Laufe der Jarhunderte nicht nur unter den  Kämpfen der Konfessionen und Vernichtung der Andachtsbilder verändert und beschädigt, sondern auch wegen der Brände. Der Blitz hat die Kirche des Heiligen Petrus sechsmal getroffen! Zum letzten Mal war der eindruckvolle Turm am Anfang des zweiten Weltkrieges am 29.Juni 1941 zerstört, direkt am Tag des Heiligen Petrus. Jetzt ist der Turm der Kirche des Heiligen Petrus 123,25 m hoch (Erneuerung beendet am 29.Juni 1973, auch am Peterstag) und nicht mehr aus Holz, sondern aus Metall mit einem eingebauten Fahrstuhl, der die Besucher auf die Schauplattform in der Höhe von 72 m bringt. Der Turm hat eine  Uhr, die traditionell nur den Stundenzeiger  hat; fünfmal pro Tag beginnt sie die volle Stunde mit der Melodie des lettischen Volksliedes „Riga dröhnt!” .

Besondere Erzählung gibt es über den Hahn der Petri- Kirche. Der erste Hahn hat auf den Turm der Petri- Kirche im Jahre 1491 gelandet. Dieser ist schon der siebente Hahn der Petri-Kirche, der die Richtung des Windes auf dem Turm schon seit 21. August 1970 zeigt- 158 Kilogramm schwer, 210 Meter lang vom Schnabel bis zum Schwanz gemessen und 153 Zentimeter hoch vom Kamm bis  zum Unterleib. Die Konstruktion des Hahns ist auf der Kupferbasis gebildet, die mit 0,07mm dicken Goldlamellen bedeckt worden ist.

Die Kirche des Heiligen Jacobi

Das Baugeschehen der katholischen Kathedrale des Heiligen Jacobi, die sich neben der Saeima der Republik Lettlands befindet, begann in Formen der frühen Gotik  etwa  im Jahre 1225. Obwohl die unsichere Behauptungen der Historiker berichten, dass man die  erste  Baute  an diesem Ort aus Holz laut der Verordnung des Häuptlings  der  Liven  von Turaida Kaupo schon im Jahre 1203 gebaut hätte.

Kaupo in der Begleitung seines Beichtvaters war nach der Einladung des Papsts Innozenzen  des Dritten  im Rom, wo er  ihm die umgeschriebenen Heiligen Schriften von Heiligen Gregor und das Geld zum Bauen des Gotteshauses geschenkt hätte. Leider hat es im Jahre 1215 abgebrannt.

Im Jahre 1225 wurde die Kirche des Heiligen Jakobi zum ersten Mal in den Dokumenten erwähnt, aber die präzise Jahreszahl des Erbauens des Gotteshauses ist nicht bekannt. So auch die Meister, die sie gebaut haben, sind unbekannt; möglicherweise haben sie auch den Dom gebaut, weil beide Kirchen in mehreren bedeutenden Einzelteilen  ähnlich sind, wie zum Beispiel, kreuzartige Säulen, das Nordportal, Friese der Arkaden... Diese relativ  kleine Kirche hat einen ausdrucksvollen schlanken Turm, der sich besser als die anderen mittelalterlichen Kirchentürme charakteristische pyramidale Form  bewahrt hat. Ursprünglich wurden hier die Gottesdienste der Ordensbrüder abgehalten, dann die katholische Gemeinde und die Nonnen des Zisterziener-Klosters (im Volk nannte man es den Kloster der singenden Jungfrauen). Später haben die im Jahre 1522 in der Kirche des Heiligen Jacobi und in der Petri- Kirche  gelesene Predigte die Reformation im Baltikum eingeleitet.

Nach der Reformation wurde es zu einer lettischen Kirche in Riga, wo auch „auf Deutsch nicht gepredigt”  wurde , aber im Jahre 1582 hat der polnische König sie von der Stadt abgekauft und den Jesuiten bewilligt. Andererseits der schwedische König Gustav Adolf der Zweite hat die  Jesuiten verjagt, und  hat  das Gotteshaus  zur evangelischen Kirche der schwedischen Garnison gemacht, aber nach dem September 1736 predigte in der Kirche des Heiligen Jakobs der Gründer der Brudergemeinden oder der  Bewegung von Hernhuter Graf Nikolaus Ludvig Zinzendorf. Jetzt ist das Kathedrale des Erzbischofs der Römisch-katholischen Kirche Lettlands.

Synagogen und Kathedralen

In der Peitavas- Straβe befindet sich die Synagoge von Riga (Peitav šul). Das war die  einzige der Choralen Synagogen von Riga, die von den Nazis  am 4.Juli 1941 nicht gebrannt wurde. Das Gebäude wurde im Jahre 1905 im Jugendstil erbaut, beim Dekorieren wurde das Thema des Alten Ägypten bearbeitet. Während des Krieges wurde in der Synagoge einen Lagerraum eingerichtet, aber in der Ostwand, wo sich der Schrank mit den Rollen von Thora  befand, war  bedeckt, deshalb haben sich die Rollen zum Wunder bewahrt. Nach dem Krieg haben sich die Gottesdienste in der Sunagoge erneuert, obwohl in der Sowjetunion das geistliche Leben der Juden nicht akzeptiert wurde; diese war eine der vier Synagogen der UdSSR, wo sich auch der Chor tätig war.

Am Anfang von Brīvības- Straβe, auf der Esplanade befindet sich die Kathedrale der Geburt Christi, die in der Zeitperiode von Jahr 1876 bis 1884 gebaut wurde. Von 1964-1990 war in diesem Gebäude „Das Haus des Kenntnisse” und das Planetarium   untergebracht, wie auch  ein der populärsten Cafés jener Zeit ”Gottesohr”, wo man Künstler, Musiker, Dichter und andere „nicht richtig Denkenden” treffen konnte.   

Ein der interessantesten Objekte des  sakralen Tourismus ist das weiβe, schlanke das Grebenschtschikov - Gebetshaus der  Atlgläubigern in der Moskauer Vorstadt. Seine vergoldete Kuppel sieht man, wenn man sich dem Zentrum Rigas von Pardaugava über die Salu-Brücke nähert. Die „ideologische Grundlage” der Baute  wurde als die der Scheune im Jahre 1760 gelegt, aber in den Transformationen der Jahrhunderte  hat  es bysantinische Züge erworben, andererseits der schlanke Glockenturm mit vergoldeter „Zwiebel” verleiht dem Gebäude  die Ansicht des Jugendstils.

Die Grebenschtschikov- Gemeinde  von Atlgläubigern ist die gröβte Gemeide der Alstgläubigen weltweit, der sich  etwa  20 000 Menschen zugehörig fühlen, die Gottesdienst alte Traditionen pflegen und den altertümlichen Gesang erfüllen. Dem  Gebetshaus gehört eine reichliche Sammlung der Ikonen, Bücher und Handschriften des  15. – 19. Jahrhunderts.

Zuletzt aktualisiert: 
15.07.2014