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Lebensgenuss

Der heutige Lette ist ein leidenschaftlicher Reiselusthaber und ein mutwilligerFan extremer Doch wenn ihn die Hast einer Großstadt, lange Wege und Geschwindigkeiten ermüden, begibt er sich auf sein eigenes Landeshaus, um in der Stille zu heuen, zu hacken, zu  fischen, Pilze  zu sammeln und Sauna (Schwitzbad) zu nehmen.

  • Slēpotāja Līgatnē
  • Foto: Lauku ceļotājs
  • Saulriets
  • Līvu akvaparks
  • Jūrmalas pludmale

Am Wochenende fahren viele Städter aufs Land, ins Freie. Sogar dann, wenn keine Notwendigkeit zwingt, sind auf dem Lande wenigsten ein Paar Erdbeerbeete und ein Würzengarten, die gehäufelt werden  müssen. In den letzten Jahren ist es modern, auch selbst Tomaten, Gurken und Kürbisse zu züchten. Das Hof eines Letten darf nicht ohne Blumen und Ziersträucher sein, und noch dazu nicht ohne einen hübsch gemähtenRasen. Um eine , wenn auch nicht große Wirtschaft zu halten, muss man tüchtig  arbeiten. Im Norden ist die Sommerzeit kurz, doch ergiebig – alles wächst gleichzeitig, deshalb hat mankeine Zeit zum Nichtstun. Besonders dann, wenn manam Abend noch dieSauna anheizen will, muss man noch die Badebesen  binden und den Brennholz hacken..

Doch, wenn du bis zur Sauna am Samstagabendgelangst, wenn dann dein Körper mit einem duftigen Birken- oder Eichenbesen geschlagen wird, wenn du danach in einen erfrischenden Teich reinspringst oder dich einfach mit  kalten Brunnenwasser begießt, dich in ein Leinbetttuch einwickelst, so kannst du dann im Vorraum sitzen und über das Leben philosophieren. Und träumen kannst du, was du morgen noch tun wirst: entweder gehst du in aller Frühe zum See angeln, oder in den Wald, Preiselbeeren oder Pilze sammeln, oder du kreist ein wenig auf dem Fahrradin nächster Umgebung, oder du liegst im Gras und beobachtest durch die Rispengräser das Gleiten der Wolken. Und was könnte manmorgen noch zumMittagessen kochen?...

Dem Wochenende kommen auch längere Mahlzeiten zu: langsame Frühstücke mit Pfannkuchen und frisch eingekochter Konfitüre, dasMittagessen, woJungkartoffeln mit Dill, Soße aus ersten Pfifferlingen und Salat gegessen werden, aber als Nachspeiße– Grießpudding mit Heidelbeerensoße, all dies scheintdas leckerste Essen zu sein, besonders dann, wenn daszusammen mit lustigen Gesprächen genossen wird. Aber es gibt auch Tage, wenn du gar keine Lust hast viel zu sprechen, sondern möchtest die Stille genießen, die dir langeSpaziergänge im Walde bietenkönnen – und es ist ganz egal, ob du einen Korb in der Hand hast oder nicht – du kannsteinen Pfad verfolgen und den Duft der Kiefer, des in der Sonne erhitzten Mooses und der Täublinge einatmen.Oder du kannstauch stundenlang in einem Boot mitten imSee mit einer Angel in der Hand sitzen und dich wie ein Kind freuen, wenn es gelingt, etwas längeres als deine Hand aus demWasser herauszuziehen, und jedoch nicht trauern, wenn es nicht gelingt, nicht mal so grosszu fangen. Und Sonntags spät am Abend führen alle Wege wieder in dieGroßstädte – dorthin kehren die Städter von ihren Pastoralen zurück: ganz ausgespannt, lächelnd und friedlich.

Und das Wichtigste ist, dass die Gäste Lettlands auch all das genießen können! Weil fast jedes Gasthaus sowohl eine ruhige, sogar stille Erholung, als auch eine an sportlichen Aktivitäten reicheFreizeitgestaltung anbieten kann, oder die Möglichkeit gibt, eigene Kräfte in landwirtschaftlichen Arbeiten zu erproben, so wie auch vielfältige Unterhaltungs Moglichkeiten anbietet, wie eine Entspannung in der Sauna oder im Schwitzbad, die Spa-Angebote oder auch die Nähe der Naturmit  Pilzesammeln, Angeln, Beerensammeln und der Jagd.

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