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Livländische Küste

Vielfältige Landschaft und Natursehenswürdigkeiten umfasst die livländische Ostseeküste – die östliche Küste der Rigaer Bucht. Hier findet man sowohl hohe Sanddünen und Sandsteinfelsen, als auch einen steinigen Strand und Strandwiesen, entlegene Strände, beliebte Ferienorte und Fischerdörfer.

  • Sonnenuntergang an der livländischen Ostseeküste
  • Steinige Ostseeküste von Livland

Es wird angenommen, dass die livländische Ostseeküste an der Mündung des Flusses Gauja in die Ostsee beginnt. An diesem Ort ist sie für hohe Dünen und einzigartigen Reliktenseen, wie z. B. durch Garezeri (Langseen) und die 20 m hohen und mehrere Kilometer langen Dünen von Lilaste sowie eine der schönsten Dünen der Ostseeküste in Lettland – die Weißen Düne in Pabaži an der Mündung des Flusses Inčupe in die Ostsee.

Hier liegt auch der berühmteste Sommerferienort der livländischen Küste – Saulkrasti. Die Bezeichnung des Ortes (Sonnenküste) stellt den Wert dieses Ortes dar – im späten 19. Jahrhundert wurden die örtlichen Fischerdörfer zu einem beliebten Ferienort der Rigaer und erfüllen diese Funktionen immer noch – weite, sandige Strände, grüner Kieferwald und eine ruhige Ortschaft an der Ostseeküste mit Sommerhäusern, Erholungsheimen, Ferienhäusern, Cafés und Verkaufsstellen mit geräucherten Fischen.

Nördlich der Stadt Salacgriva liegen am Ostseeufer die Lauču-Steine, die zu den größten Feldsteinen an der Ostseeküste von Lettland gehören. Der große Lauču -Stein ist 4,3 m lang, 3,1 m, breit und 3,1 m hoch und wird als König der Steine bezeichnet!

Ein paar Kilometer weiter kommt man in die Stadt Dunte mit dem Museum des weltberühmten Lügners Baron von Münchhausen, da der Baron die schönsten Jahre seines Lebens gerade an der livländischen Ostseeküste verbracht hat. Nördlich der Stadt Dunte, zwischen Tuja und Vitrupe, ist die livländische Ostseeküste besonders schön – eine von der Ostsee abgespülte Küstenstrecke mit ungewöhnlichen Feldsteinkombinationen, Landspitzen, Sandsteinfelsen und Grotten. Die gesamte steinige livländische Ostseeküste gehört zum Naturschutzgebiet mit den landschaftlich herrlichsten Orten in Ķurmrags mit einem in die Ostsee gespülten Leuchtturm und Veczemju-Felsen – einer bis 6 m hohen Steilküste aus rotem Sandstein.

Auf der Strecke bis Salacgriva fließen mehrere schöne Flüsschen in die Ostsee hinein, z. B. Vitrupe und Svetupe, aber nach Svetciems zeichnet sich die Ostseeküste wieder stellenweise mit mehreren ungewöhnlichen Steinaufstapelungen unweit von der Küste aus – den Steininseln Svetciems und Krauju. An der Ostseemündung des landschaftlich schönen und bedeutendsten Lachsflusses Salaca liegt die sympathische Hafenstadt Salacgriva, die bereits seit dem 5. Jahrhundert eine livische Siedlung gewesen ist.

Salacgriva zieht die Touristen mit dem wunderschönen Strand und vielen Veranstaltungen an – dem Fischerfest und dem über die Grenzen Lettlands beliebten Musikfestival „Positivus”. Naturfreunde lieben die weiten Strandwiesen, die nördlich der Stadt Salcagriva liegen. Das sind die größten Strandwiesen in Lettland und ein einmaliges Naturgebilde mit biologischer Vielfalt und bedeutenden Vogelnistplätzen. Für Naturfreunde sind auf den Strandwiesen Naturpfade und Vogelbeobachtungsplattformen eingerichtet.

Im Norden der livländische Ostseeküste, direkt an der lettisch-estnischen Grenze, liegt eine der ruhigsten lettischen Kleinstädte - Ainazi. Im 19. Jahrhundert wurde in Ainazi die erste Seefahrerschule in Lettland gegründet, die Kleinstadt wurde zum bedeutenden Seefahrtzentrum mit einer Schiffswerft, wo innerhalb von zwanzig Jahren 50 Ozeansegler gebaut wurden! Jetzt ist Ainazi zu einer ruhigen Kleinstadt mit einem schönen Strand geworden. Die Aufmerksamkeit der Touristen verdienen auch die alten Speicher (Lagerhallen für den Handel) und die Steinmole. Entlang der Mole fuhr in der Vergangenheit sogar eine Schmalspurbahn. In Ainazi gibt es auch ein Windkraftwerk.