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Museen

In Lettland gibt es eine beträchtliche Anzahl an Museen – sowohl an klassischen als auch außergewöhnlichen und sogar provokanten. Die berühmtesten sind – das Museumsreservat von Turaida, das Museum vom Schloss Ruhenthal, das Ethnographische Freilichtmuseum, das Kriegsmuseum, das Okkupationsmuseum Lettlands, das Lettische Nationale Kunstmuseum, das Lettische Museum für Naturkunde, das Rigaer Motormuseum, das Rigaer Museum für Geschichte und Schiffskunde u .a. Außergewöhnliche Abenteuer kann man aber auch im Münchhausen-Museum, im Milch-Museum oder z.B.

im Sonnenmuseum erleben.

Das flächenmäßig kleine Lettland kann es in Sachen Kunst mit den großen Staaten der Welt aufnehmen. Man kann sich davon während eines Besuchs des Lettischen Nationalen Kunstmuseums und seiner Filialen überzeugen, dort sind Gemälde und Skulpturen bedeutender lettischer Künstler ausgestellt. Sehr schöne Kunstsammlungen gibt es im Museum der Gegenwartskunst "Pinakotēka" in Mārupe als auch in anderen Museen.

Ältestes Museum

Das Rigaer Museum für Geschichte und Schiffskunde ist das älteste öffentliche Museum in Lettland und im Baltikum als auch eins der ältesten in Europa.

Dort gibt es eine umfangreiche Exposition über die Geschichte Lettlands zu sehen – der Museumsbestand beinhaltet mehr als 500 000 Gegenstände, die in ca. 80 Sammlungen gegliedert sind. Eine Filiale dieses Museums ist das Menzendorfhaus. Das Rigaer Museumshaus macht die Besucher mit den Lebensverhältnissen eines reichen Rigaer Bürgers bekannt. Die Exposition wurde in einem 1695 erbauten Haus eingerichtet, das bis zum Jahre 1939 ein Wohnhaus mit einem Laden war. In den Räumen dieses Museums wirken das lettisch-deutschbaltische Zentrum "Domus Rigensis" und ein Glaskunstzentrum.

Ethnographisches Museum

Das Ethnographische Freilichtmuseum Lettlands, das sich am Stadtrand von Riga in einem Kiefernwald am Ufer des Juglas Sees befindet, ist eines der ältesten Freilichtmuseen in Europa – es wurde 1924 gegründet. In das Museum wurden 118 alte Gebäuden aus allen kulturhistorischen Regionen Lettlands – Kurland, Livland, Semgallen und Lettgallen – transportiert, dort aufgestellt und eingerichtet, es handelt sich um Gebäude vom Ende des 17. Jahrhunderts bis zur zweiten Hälfte der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts.

Kriegs- und Okkupationsmuseen

Das Kriegsmuseum befindet sich in Riga, im Pulverturm. Ziel dieses Museums ist es, die Öffentlichkeit mit der komplizierten militärisch politischen Geschichte Lettlands bekannt zu machen, indem die besondere Gewichtung auf das 20. Jahrhundert gelegt wird. In diesem Jahrhundert musste das lettische Volk zweimal seine Unabhängigkeit erkämpfen.

Auf dem Schützenplatz (Strelnieku laukums), der steinernen Brücke (Akmens tilts) gegenüber befindet sich das Okkupationsmuseum Lettlands. Ziel ist es, die Öffentlichkeit daran zu erinnern, was während der Fremdherrschaft – sowohl der kommunistischen Sowjetunion als auch des nationalsozialistischen Deutschlands ‒ in der Zeit von 1940 bis 1991 Lettland und dem lettischen Volk widerfahren ist. Das Museum lässt diejenigen nicht in Vergessenheit geraten, die unberechtigt verurteilt oder ermordet wurden, in fremden Kriegen fielen, unter Repressionen und Deportationen litten, bei der Flucht vor den Besatzungsmächten ums Leben kamen, oder in alle Welt zerstreut wurden. Das Okkupationsmuseum will der Welt die Verbrechen der fremden Mächte am lettischen Staat, Land und Volk erklären.

Das lettische Museum für Naturkunde verfügt über den ältesten umfangreichen Bestand an Naturschätzen im Baltikum. Das Museum sammelt die Naturexponate aus Lettland und der ganzen Welt und bewahrt diese auf, es führt eine wissenschaftliche Erforschung des Museumsbestands durch und bringt ihn der Öffentlichkeit näher, indem es diesen ausstellt und erklärt.

Kunst- und Naturmuseen

Das Museum für dekorative Kunst und Design zeigt interessante Sammlungen der angewandten Kunst – durch Expositionen der Textilkunst, der Keramik, der Dekorationskunst, der Metallkunst, der Lederkunst und des Designs. Hier sind prächtige Gobelins und Bernsteinerzeugnisse zu sehen.

Für diejenigen, die sich für Medizin interessieren, wird es spannend sein, das Museum für die Geschichte der Medizin und seine Filialen – das Museum für Pharmazie und das Museum für Anatomie ‒ zu besuchen. Jährlich wird dieses Museum von 40 000 Besuchern frequentiert. Hier findet man Informationen über alte Heilmethoden, inklusive des Wissens von Zauberern und Schamanen als auch Amulette sowie mittelalterliche Heilmethoden gegen Lepra. Das ausgestellte Material reicht bis zu den neuesten medizinischen Entdeckungen und der Verwendung der Medizin im Weltall, an deren Erforschung auch lettische Wissenschaftler teilnahmen.

Münchhausen-Museum

Das Museum des berühmten Lügenbarons Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen befindet sich nur einen Kanonenschuss von Riga entfernt (55 km) – in Dunte. Das Museum ist ein Traum, der durch Freude und Scharfsinn geprägt ist. Die historische Dauerexposition "Die Welt von Münchhausen" bietet die Gelegenheit, den Baron in der Rolle des Pagen des Prinzen Anton Ulrich in der ukrainischen Steppe und am russischen Hof kennenzulernen, er kommt hier aber auch als Armeeoffizier, liebender Ehemann, leidenschaftlicher Jäger und passionierter Erzähler vor – man begegnet hier einem Menschen, der das Leben genießt und gleichzeitig die Fähigkeit bewahrt hat, über sich selbst und andere zu lachen, eine Welt zu sehen, die anders ist.

Nur für volljährige Personen ist das Erotikmuseum in Džūkste. Das Museum befindet sich in einem lettischen Dampfbad (pirts), das sich in einer ehemaligen Kornkammer der Gemeinde befindet. Alle Möbel haben hier einen etwas „schlüpfrigen“ Charakter, sogar die Türgriffe. Der größte Stolz ist die Kopie eines Tischs von Katharina II., den der Museumsinhaber nach den Zeichnungen des Tisches der Zarin anfertigte. Ursprünglich fertigte er die Möbel für Freude, indem er etwas erschaffen wollte, was dem Schlafzimmer der russischen Zarin Katharina II ähnlich ist, in dem alle Möbel die Form in Holz geschnitzter männlicher Penisse hatten.

Museum auf dem See

Auf der Insel in der Bucht des Sees Āraiši befindet sich eine rekonstruierte Wohnstätte der alten Lettgallen aus dem 9. Jahrhundert – die Wasserburg von Āraiši (Āraišu ezerpils). Grundlage des Museums bilden die Überreste eines Gebäudekomplexes, die während archäologischer Ausgrabungen entdeckt wurden, und während langer Forschungsarbeit erworbene Kenntnisse über die Lebensart der alten Einwohner Lettlands als auch die Bautraditionen zu Zeiten der Wikinger. Auf dem Gelände Territorium kann man auch eine mittelalterliche Burgruine und eine Wohnanlage aus der Steinzeit besichtigen.

Museen von Turaida und Rundāle

Sehr beliebt bei Touristen ist das Museumsreservat von Turaida, das sich unter besonderem Denkmalschutz befindet. Turaida liegt 50 km nordöstlich der lettischen Hauptstadt Riga. Das 42 ha große Areal des Museumsreservats ist reich an archäologischen, architektonischen, historischen und Kunstdenkmälern, die über Ereignisse berichten, die sich über 1000 Jahre erstrecken, angefangen mit dem 11. Jahrhundert.

Schloss Ruhenthal – eines der wichtigsten Architektur- und Kunstdenkmäler des Barock- und Rokokostils in Lettland. Im Schloss ist ein Museum eingerichtet und um das Schloss herum gibt es einen großen Park, wo mit der erneuten Zucht der alten Rosenarten begonnen wurde. Für die Liebhaber alter Musik werden die Konzerte des Festivals der Alten Musik, die jährlich im Schloss stattfinden, ein unvergessliches Erlebnis sein.

Museen in Livland

Während der Reise durch Livland lohnt es sich, das Museum für Geschichte in Cēsis zu besuchen und die Burgruinen zu besichtigen als auch sich im Bogenschießen zu versuchen, das im Schlossgarten angeboten wird. Einen interessanten Museumsbesuch mit anschließendem Picknick auf der Insel Dole kann man mit dem Besuch des Museums von Daugava verbinden, das sich am Rande der Rigaer Wasserkraftanlage befindet. Im Museum gibt es umfangreiches archäologisches Material, das über die Ereignisse an den Küsten von Daugavas erzählt, angefangen von der ersten Einwanderung von Menschen in das Territorium Lettlands. In der Exposition sind unikale Materialien über die ältere Geschichte Lettlands ausgestellt, angefangen mit einer Wohnanlage aus der Steinzeit bis zum Bau der Burg und Kirche von Ikšķile (dt. Üxküll) – bzw. bis zum ersten Steinbau im Baltikum (1198).

Museen in Kurland

In Ventspils lohnt sich auf jeden Fall der Besuch des Museums von Ventspils, das in der im 13. Jahrhundert erbauten livländischen Ordensburg eingerichtet wurde. In der Filiale dieses Museums bzw. im Küstenfreilichtmuseum hat man die Möglichkeit wie vor 100 Jahren eine Fahrt mit einer Schmalspurbahn zu unternehmen; auf dem Museumsgelände kann man auch noch riesige Anker und alte Gebäude besichtigen als auch eine alte Windmühle besteigen.

Extreme Eindrücke hinterlässt ein Besuch im Gefängnis des Kriegshafens  in Liepāja. In diesem Museum kann man sich während des Gefängnisspiels – "Flucht aus der UdSSR" ‒ unter realen Bedingungen Fertigkeiten für eine Flucht aus einem totalitären Staat aneignen.

Motoren-, Sonnen- und Jugendstilmuseen

Die größte Sammlung an Kraftfahrzeugen kann man im Rigaer Motormuseum besichtigen. Dort ist eine Sammlung von Wagen der sowjetischen Regierung zu sehen, die einzigartig in der Welt ist. Interessant ist die Nachstellung eines Autounfalls, bei dem der ehemalige Parteichef der UdSSR Leonid Breschnew als Wachsfigur im Auto sitzt.

Im Zentrum von Riga, neben dem Rigaer Stadtrat und Schwarzhäupterhaus befindet sich eines der neuesten Museen Lettlands – das Sonnenmuseum. Die vielen verschiedenen Sonnen werden auch einen regnerischen Tag heller machen. Im Museum kann man jeden Dienstag unter Anleitung eines Keramikers selbst Tongeschirr herstellen und täglich kann man eine eigene Sonne aus Gips bemalen, um diese später mitzunehmen.

Im Sommer 2010 wurde das Rigaer Jugendstilmuseum eröffnet , das sich in einer der schönsten Straßen von Riga befindet, in der Alberta Straße, die unter Denkmalschutz steht. In dieser Straße sind sämtliche Gebäude im Jugendstil erbaut. Das Museum befindet sich in einer Wohnung, in der bis 1907 der herausragende Architekt Konstantīns Pēkšēns gelebt und gearbeitet hat.

Wenn Sie sich eine längere Zeit im Flughafen  Riga aufhalten müssen, empfehlen wir Ihnen den Besuch des sich auf dem Flughafengelände befindlichen Museums für Luftfahrttechnik, das über eine Zeit von 40 Jahren entstanden ist. Die Sammlung der sowjetischen Luftfahrttechnik, die man sich hier anschauen kann, ist die größte, die es außerhalb der Grenzen der GUS gibt.

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Zuletzt aktualisiert: 
18.12.2014