Die mittelalterliche Burg Cēsis war eine der ersten Steinfestungen, die deutsche Kreuzritter auf dem Gebiet des alten Lettlands erbauten. Der über den Lauf der Jahrhunderte erhalten gebliebene Komplex an Burggebäuden wird als ein Denkmal von monumentaler Architektur geschätzt, bei dem sich die Bautraditionen und Kunststile der Zeit des Livonischen Ordens widerspiegeln.
Die mehrfach umgebaute und erweiterte Burg Cēsis erhielt ihr gegenwärtiges Aussehen Anfang des 16. Jh., als Wolter von Plettenberg auch die diagonalen Nord- und Südtürme errichtete, um die Burgbefestigung für die Anforderungen der neuen Epoche der Feuerwaffe zu rüsten. Der Zugang zur Burg wurde durch die Burggräben und drei breite, von festen Ringmauern umgebene Vorburgen erschwert. Die neue Burg Cēsis, in der sich heute das Geschichts- und Kunstmuseum von Cēsis befindet, wurde an der Stelle der Torbefestigung der alten Ordensburg erbaut. Heute wird die Burgscheune von dem Bowlingzentrum Vidzeme genutzt und zu einem Ort zur aktiven Erholung umgestaltet. Im Stallgebäude befindet sich eine Ausstellung. Im Kutscherhaus des Landguts arbeitet seit 2001 die Touristeninformation von Cēsis. Im romantischen Stil wurde ein Landschaftspark mit einem künstlichen Teich im Zentrum des Burgkomplexes angelegt.
















