Mit Unterstützung von Folkloregruppen wird Fastnacht in so ziemlich jeder lettischen Stadt gefeiert, und überall dort, wo es genug Interessierte gibt, die sich geziemend vom Winter verabschieden und eine gute nächste Ernte und Wohlstand sicherstellen wollen. Fröhliche und laute Feiern finden jedes Jahr im Freilichtmuseum in Riga und in Turaidas Museumsreservat statt.
Wie bei den anderen jahreszeitlichen Festen auch kleiden sich viele Feiernde in Volkstrachten, aber charakteristisch für Fastnacht ist natürlich, dass ein Teil der Festteilnehmer – diejenigen, die sich auf dem Umzug der Vermummten begeben – verkleidet sind.
Ein wichtiger Bestandteil dieser Feier ist die Schlittenfahrt – den Berg hinunter, von Pferden gezogen oder sogar mit Kufen über einen vereisten See. Seltener anzutreffen, dafür eine umso besondere Fastnachtsattraktion ist das Schlittenfahren auf dem Eis im Kreis, das sogenannte „Hexenkarussell“. Entsprechend den Sitten und Gebräuchen muss man mit dem Schlitten fahren, um für das nächste Jahr eine gute Ernte sicherzustellen.
Fastnacht fällt normalerweise in den Februar, auf den siebten Dienstag vor Ostern, und in Abhängigkeit davon, ob Ostern zur Frühlingssonnenwende oder nach dem christlichen Kalender gefeiert wird, kann auch Fastnacht auf unterschiedliche Daten fallen, darüber hinaus finden unsere heutigen Feiern manchmal auch am zeitlich nächsten Wochenende statt.
Im Rigaer Freilichtmuseum wird Fastnacht dieses Jahr am 12. Februar gefeiert. Die Organisatoren der Feierlichkeiten erzählen: „Am Tag der Fastnacht begeben wir uns von Haus zu Haus, vermummen uns, singen Lieder, fahren mit dem Rodel, mit dem Pferdeschlitten oder mit dem Hexenkarussell, spielen und tanzen Ringelreihen, und zum ersten Mal hat man im Freilichtmuseum auch die Möglichkeit, mit dem Hundeschlitten zu fahren.“
http://www.turaida-muzejs.lv/tmr.php?lang=de&menu=101000
http://www.brivdabasmuzejs.lv/lv/language

