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Erbe der Militärgeschichte

11.08.2011

Das Territorium von Lettland war Jahrhunderte lang militärstrategisch von einiger Bedeutung, daher wurden hier in verschiedenen geschichtlichen Epochen dauerhafte Verteidigungsanlagen eingerichtet, über die die Fronten mehrere Kriege mit zerstörerischer Wucht hinweg jagten.

Das Territorium von Lettland war Jahrhunderte lang militärstrategisch von einiger Bedeutung, daher wurden hier in verschiedenen geschichtlichen Epochen dauerhafte Verteidigungsanlagen eingerichtet, über die die Fronten mehrere Kriege mit zerstörerischer Wucht hinweg jagten.

Viele militärische Objekte sind auch heute noch erhalten, die das größte Interesse gerade bei Touristen und Geschichtsenthusiasten und nicht etwa unter Militärstrategen erzeugen.

Zeugnisse der Kriegszeiten werden in den Museen aufbewahrt, z. B. kann man echte Panzer und andere Waffen im Museum der Festung Kurland in Zante besichtigen. Im Zentrum von Riga befindet sich das Militärmuseum mit einer reichhaltigen Ausstellung. Über die Kämpfe des 1. Weltkrieges in Lettland kann man mehr in Tīreļpurvs unweit von Riga herausfinden, denn dort ist das der Weihnachtsschlacht gewidmete Museum untergebracht.

Die Festung von Daugavpils ist das einzige, ohne Veränderungen erhalten gebliebene Muster einer Festung aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Osteuropa. Die durchbrochene Linie der Befestigung bilden Schutzwälle mit 8 Bastionen, 6 Dreieckbastionen, 6 Wachräumen zusammen mit anderen Verteidigungsanlagen: Lünetten, Redouten und Verteidigungsgräben. Jedes Detail der Festung wurde in der Tradition der besten Architekturschulen des zaristischen Russlands und Europas ausgearbeitet.

Ein beträchtliches Militärerbe ist nach dem Abzug der Armee der UdSSR, später der russischen Armee, erhalten geblieben. Man kann einen Ausflug nach Irbene in der Nähe der kurländischen Meeresküste machen, wo in einem ehemaligen Geheimobjekt nun Astronomen hausen. Während des kalten Krieges spionierten hier die Militärs mit Radargeräten die NATO-Länder aus und hörten die Gespräche ab, jetzt sind diese Anlagen in Radioteleskope umgewandelt worden und dienen der Erforschung des Weltalls.

Beeindruckende Zeugnisse der Militärgeschichte sind im Militärhafen von Liepāja zu sehen, wo die Marinebasis schon zum Wechsel des 19. und 20. Jahrhunderts, in der Zeit des zaristischen Russlands, gebaut wurde. Auch während der Sowjetzeit befand sich hier die Hauptbasis der Baltischen Kriegsmarine der UdSSR. Im Militärhafen von Liepāja kann man auch die Geschichte miterleben – im Gefängnis des Militärhafen ist ein Museum eingerichtet, das zum Beispiel anbietet, 24 Stunden in die Haut eines Sowjetsoldatens zu schlüpfen.Noch diesen Sommer gestand Julia Dimon, eine bekannte Tourismusjournalistin, dem Fernsehkanal CNN, dass der Besuch des Gefängnisses des Militärhafens von Liepāja eines der zehn „verrücktesten Abenteuer“ gewesen ist, das sie im Laufe ihrer beruflichen Tätigkeit erlebt hatte.

Während des kalten Krieges wurden in Lettland auch viele Unterkünfte für den Fall eines Atomkrieges gebaut. Die größte und bekannteste Anlage – der Bunker in Līgatne - ist gut erhalten geblieben und nimmt Touristen auf.

http://www.latvia.travel/en/military-heritage
http://www.visitdaugavpils.lv/eng/index.php?p=3&id=213

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