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Lettischer Metallschmuck

02.08.2011

Die Idee, Schmuck zu kaufen, kann sich bei einem Besuch in Lettland schnell zu einer spannenden Reise durch die Welt der Kunst verwandeln, bei der man die Errungenschaften der einheimischen Künstler in ihrem ganzen Reichtum kennenlernen kann.

Sie umfassen Kopien von archäologischem Schmuck und zeitgenössischen Avantgarde-Schmuck, aber auch Krawattennadeln im Stil des leichten „Art deco”.

Moderne Arbeiten der Metallkunst, die im von deren Autoren entwickelten Stil gestaltet sind, sind in den Galerien der Altstadt, wie „Putti” oder Marta Krastas Galerie, weit verbreitet.

Jede Arbeit, die man in diesen Galerien findet, sei es nun eine exzentrische Brosche oder schlicht gehaltene Manschettenknöpfe, entsteht nur in einem Exemplar oder in einem Paar. Moderner Schmuck wird in individueller Technik aus Kupfer, Silber oder Gold geschmiedet, mit Edelsteinen, Halbedelsteinen, Emailkompositionen und unter Kombination verschiedener Materialien verziert.  

Die Handschrift der Künstler ist vielfältig – „von der effizienter Widergabe ethnographischer Elemente der Völker der Welt bis hin zu den reinen Linien der Bauhaus-Schule und zur Askese, von attraktiven Kompositionen des Postmodernismus bis hin zu Paraphrasen der Formen der freien Natur“, zählen Vertreter von „Putti” auf.

Kopien des Schmucks der antiken Bewohner Lettlands – Balten und Finno-Ugren – sind ein einmaliger und nirgendwo sonst auf der Welt zu findender Bestandteil der lettischen Metallkunst. Ethnographischer Schmuck ist kein Privileg der hohen Kunst, Meister und Enthusiasten gibt es in jedem Kreis, wie auch Galerien und Museumsläden, wo man  diesen erwerben kann.  

Auf dem Gelände der mittelalterlichen Burg von Cesis hat eine antike Goldschmiede ihre Heimstätte gefunden, die von Daumants Kalniņš betrieben wird. Im Laden der Schmiede kann man vom Meister selbstgefertigten Schmuck kaufen, auch kann man seine Kräfte beim Münzenprägen messen und sogar selbst die Kunst der Schmuckherstellung erlernen.

In der Galerie „Baltu rotas” in der Altstadt findet man die größte Kollektion von ethnographischem Schmuck. Hier gibt es Silberfibeln, Ringe, Broschen, Halsschmuck, deren Originale man bei Ausgrabungen in den lettischen Burgbergen gefunden hat. Die Künstler der Galerie bieten auch Kopien von altprußischem Schmuck an.

Ist Schmuck heute ein Zeichen für den Geschmack des Trägers, war er früher auch ein Zeichen, das Glück und Schutz bringen sollte.

Eines der populärsten antiken Schmuckstücke ist der Brautring oder Sieben-Tage-Ring – an einer Spirale sind sieben kleine Anhänger mit mythologischen frühlettischen Symbolen befestigt.

Wie die Legende zu berichten weiß, ging ein Mädchen, das sich nicht zwischen sieben Verehrern entscheiden konnte, zu einem Schmied und ließ sich einen Ring mit sieben Anhängern fertigen. Jeder Anhänger symbolisierte einen Verehrer. Der Bräutigam wurde derjenige Verehrer, dessen Anhänger zuerst vom Ring abfiel.

http://www.balturotas.lv/?lng=en http://www.putti.lv/home?Itemid=82

http://kalve.cesis.lv/?lang=en

editor@latvia.travel

http://ej.uz/MartasKrastasGalerija