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Schubertiade in der Ungurmuiža

02.08.2011

Im Schatten der hundertjährigen Bäume des Parks des Gutshofes Ungurmuiža neben dem im 18. Jahrhundert erbauten Barockschloss beginnt am 6. August am Nachmittag das jährliche Konzert der Schubertiade.

In einer erholsamen Atmosphäre erklingen Werke von Franz Schubert (1797–1828), aber auch im Klang ähnliche Stücke anderer Komponisten. Wenn man den Vorgaben aus dem letzten Jahr folgt, werden erst gegen Mitternacht die Werke des österreichischen Romantikers gespielt werden und dessen Fans ein besonderes musikalisches Erlebnis bescheren.

Die Schubertiade ist ein besonderes Konzertgenre, das im 19. Jahrhundert entstand, als Freunde von Schubert Musikabende ausrichteten, bei denen der Komponist selbst am Klavier saß. Circa ein halbes Jahrhundert nach Schuberts Tod wurde die Schubertiade zu einem vollwertigen Konzertgenre. Seit 1997 findet eine solche auch regelmäßig in Lettland statt – und bereits einige Jahre in der Ungurmuiža. Die Gründer dieser Tradition sind der Dirigent  Andris Veismanis und die Kammerpianisten Aldis Liepiņš, Pēteris Plakidis und Valdis Jancis.

Ungurmuiža, ein bedeutendes Kulturdenkmal,  befindet sich unweit von  Cēsīs und ist ein harmonisches Ensemble aus Holzgebäuden aus dem 18. Jahrhundert, eingerahmt von Eichen. Im Jahr 1732 erbaute es Baron von Kampenhausen als sein Stammsitz, und heute sucht es als Holzgebäude aus dem Barock mit seinen, mit reichhaltigen Wandgemälden ausgestatteten Innenräumen in Lettland Seinesgleichen. 

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