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Pilze sammeln

Ende Sommer und im Herbst treffen Sie in den Wäldern viele Menschen mit Körben. Auch wenn sich die Letten als ein „Volk der Bauern und Sänger“ bezeichnen, haben sie auch die Bezeichnung „das Volk der Pilzsammler“ verdient.

  • Steinpilz
  • Foto: Lauku ceļotājs
  • Täublinge
  • Foto: Eduards Jegorovs
  • Pilze im Moos
  • Pilze im Frühling

Im Herbst greift jeder zweite Lette zum Messer und Korb, zieht sich Gummistiefel an und geht an seine beliebten Orte, um Pilze zu suchen. Das Sammeln von Pilzen ist eine gute Möglichkeit, um in der Natur zu sein und sich zu erholen. Wenn man Glück hat, kann man anschließend eine duftende Steinpilz-Cremesuppe oder eine leckere Pfifferling-Sauce genießen. Und auch wenn man keine Pilze finden, wird man bestimmt den ruhigen Spaziergang im Wald genießen.

Das Sammeln von Pilzen ist Erholung in der Natur, Spaß für die ganze Familie und auch eine Art von Sport – die humane Jagd nach Pilzen. In Lettland werden sogar Wettkämpfe im Sammeln von Pilzen (am Tag und sogar in der Nacht) veranstaltet. Zu diesen Wettkämpfen reisen Menschen aus allen Regionen an und sammeln Pilze um die Wette.

Wenn Sie Pilze sammeln gehen, nehmen Sie einen erfahrenen Begleiter mit, der sich mit Pilzen auskennt. Von den ungefähr 1.100 bekannten Pilzarten sind 300 essbar und 30 giftig. Ein Teil der Pilze ist nur nach einer besonderen Art der Zubereitung essbar. Zuerst muss man sie kochen und dann das Wasser, in dem sie gekocht wurden, abgießen. Anfänger sollen vor der Zubereitung der gesammelten Pilze Hilfe bei einem Kenner suchen, der die gesammelten Pilze durchsehen kann. Man sollte jedoch zufälligen Bekannten, die sich als Pilzkenner ausgeben, lieber nicht trauen. Echte Experten finden Sie im lettischen Naturmuseum, wo jedes Jahr zur Zeit des Sammelns von Pilzen eine Ausstellung stattfindet. Das Naturmuseum bietet fachkundige Ausflüge in den Wald und auch spezielle Exkursion an, die den Pilzen gewidmet sind.

Beim Sammeln von Pilzen ist zu beachten, dass der Pilz abgeschnitten werden sollte, ohne dass sich im Boden befindliche Myzel zu zerstören, damit wieder neue Pilze wachsen können. Man sollte auch prüfen, ob der Pilz nicht von Maden befallen ist, wenn ja, dann lassen Sie ihn lieber im Wald. Auch alte, zerfallende Pilze sollte man besser im Wald lassen, denn sie sind nicht mehr für den Verzehr geeignet. Wenn der Pilz nicht essbar ist, sollte man ihn nicht zerstören, denn er ist für das Ökosystem des Waldes sehr wichtig. Auch die für Menschen giftigen Fliegenpilze werden von Elchen als Medizin gegessen.

Wenn Sie Pilze sammeln gehen, müssen Sie unbedingt die richtige Kleidung wählen. Die Kleidung sollte Sie vor Regen, Nässe und Insekten, insbesondere Zecken, schützen. Nach der Wanderung im Wald ist es empfehlenswert zu prüfen, ob sich nicht eine Zecke angesaugt hat. Wenn dies der Fall ist und Sie nicht gegen Enzephalitis geimpft sind, besuchen Sie umgehend einen Arzt.

Mit einem guten Begleiter kann das Sammeln von Pilzen viel Freude, Ruhe und Erholung und viele interessante Erlebnisse bringen.