Der Pulverturm [1] schützt seit siebenhundert Jahren den Zugang zur Stadt. Im Mittelalter diente er den Wallwachen als Pulverlager und Kerker. Jetzt ist hier das Lettische Kriegsmuseum untergebracht, das davon Zeugnis ablegt, wie Lettland zwei Mal seine Unabhängigkeit hart erkämpfen mußte. Vorbei an den ehemaligen Jakobs-Kasernen kommt man durch das Schwedentor – das einzige bis heute erhaltene Tor der einstigen Stadtmauer. Die nahe Jacobikirche [2] ist eine der ältesten Rigas. Sie lag anfangs außerhalb der Stadtmauern. Einige Schritte weiter in der Mazā Pils iela Nr. 17, 19, und 21 sind die Drei Brüder [3] zu bewundern – das älteste Wohnhausensemble Altrigas, entstanden im 15.-17. Jahrhundert.
Am Ende dieser Straße in Richtung Daugava (Düna) befindet sich das im Mittelalter erbaute Rigaer Schloß [4], das als Festung des Livländischen Ordens diente. Heute hat hier der Staatspräsident seinen Amtssitz. Im Innenhof befinden sich zwei 1515 geschaffene spätgotische Reliefskulpturen: “Ordensmeister Wolter von Plettenberg“ und “Madonna mit dem Jesuskind“. Der Dünakai gehört an milden Abenden zu den beliebtesten Flaniermeilen der Rigenser. Von den Anlegestellen der Ausflugsboote kann man sich zu einer Besichtigung der Stadt vom Wasser her aufmachen oder sogar bis nach Jūrmala oder zum See Baltezers fahren.
An der Dünakaistraße liegt die Anglikanische Kirche und am Fluß wacht der Hl. Christopherus. Der Legende nach soll er mit dem Bau Rigas begonnen haben. Das Original der Holzskulptur aus dem 16. Jahrhundert ist im Museum für Stadtgeschichte und Schiffahrt [5], dem ältesten öffentlichen Museum im Baltikum, zu besichtigen. Zum Fundus gehören mehr als eine halbe Millionen Gegenstände. Das Gebäude ist Teil des Ensembles des berühmten Rigaer Doms [6], der bald nach der Gründung Rigas wohl nach Grundsteinlegung durch Stadtgründer Bischof Albert begonnen wurde. Stolz ist man hier auf eine der wertvollsten historischen Orgeln der Welt. Die enge Krāmu iela verbindet den Domplatz mit dem Rathausplatz, der vom Rathaus geprägt wird. Nicht unbemerkt bleibt das prächtige Schwarzhäupterhaus [7], welches der gleichnamigen Gilde als Versammlungsort diente.
Der Turm der 800 Jahre alten gotischen St. Petrikirche [8]– mit der wohlgeformtesten Spitze unter den Rigaer Kirchtürmen, ist der beliebteste Aussichtspunkt Altrigas. In der Kirche können Sie Ihren Fuß auf den Punkt stellen, der als geografisches Zentrum Rigas gilt.








