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Burgruine des Livländschen Ordens in Aizpute

Am Anfang des 19. Jahrhunderts, als das Schloss nur teilweise bewohnt war, wohnten die Gutsherren in dem neuen Herrenhaus. Es wurde in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts gebaut, in der Nähe vom Schloss auf der anderen Seite vom Mühlenteich. Am Teich wurden auch eine Mühle und eine Schnapsbrennerei gebaut und am Herrenhaus: die Wirtschaftsgebäude. Die Kirche der evangelischen Gemeinde von Aizpute und das Gebäudekomplex des ehemaligen Schlossgutes bilden ein städtebauliches Ensemble mit der Wassermühle, dem Teich und dem Damm auf dem Fluss Tebra. 

  • Burgruine des Livländschen Ordens in Aizpute

Eine im 13. – 14. Jh. gebaute reguläre Ordensburg mit einem Eckturm und Blockhäusern im Hof. Im 15. Jahrhundert wurde draußen, an der Burgmauer, der Ostflügel gebaut. Nach dem Livländischen Krieg wird die Burg nicht mehr verwendet und in Schriftstücken aus dem Jahr 1555 wird die Burg als Getreidespeicher erwähnt. Ende des 16. Jh. und Anfang des 17. Jh. wird die Burg erneuert und aus diesen Zeiten ist der Putz mit einer prachtvollen und reichlichen Verzierung im Sgraffito-Stil erhalten geblieben. In Mitte des 17. Jh., während des Polnischen-Schwedischen Krieges, wird die Burg schwer beschädigt, 1665 wird sie renoviert und dem Garnison und den Kanonieren des Herzogs von Kurland überlassen. Nach dem Tod des Herzogs von Kurland im Jahre 1682 geht die Burg in das Eigentum von Michael Friedrich Nold über. Die Burg verliert den Charakter einer Festung, da sie umgebaut und in der Innenseite der Mauer ein Wohnflügel ausgebaut wird.

Jedoch verliert die Burg auch jetzt ihre Bedeutung als Wohngebäude und ist nur teilweise bewohnt. In dieser Zeit ist die Höhe des Hofes um 1,5 m gewachsen. Am Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die jetzigen niedrigen Gewölbe und neue Zwischenwände des Ostflügels umgebaut. Am Anfang des 20. Jahrhunderts war die Burg fast unbrauchbar, ein Teil von ihr ist jetzt eine Ruine. Die Burg ist in einem sehr schlechten Zustand: das Gebäude hat teilweise kein Dach, die sämtlichen Überdeckungen und die tragenden Wände des Erdgeschoßes sind eingestürzt, die Mantelschornsteine sind eingestürzt, eingestürzt ist auch ein Teil der Überdeckung der Kellergewölbe und der Rest von denen sind einsturzgefährdet.


1990 wurden Rekonstruktionsarbeiten aufgenommen, die aber eingestellt wurden. Die Burg wurde mehrmals begutachtet. 1997 wurde ein Plan für das Ankern der Wände und den Ausbau der Dachkonstruktion angefertigt, der im Südflügel auch teilweise verwirklicht wurde. 1999 wurde eine kleine Konservierung eines Stückes der Burgmauer im rechten Flügel der Burg durchgeführt bzw. es wurde ein Ziegeldach eingedeckt.

*Architektonischer Stil: Spätgotik, Renaissance
*Bewirtschaftung: Stadtrat von Aizpute
*Alter Name: Ordens - Hasenpoth
* Ehemalige Besitzer: Burg des Livländischen Ordens (lettisch: Livonijas ordenis). 1682 geht in Besitz von Michael Friedrich Nolde über.
* Das erste Mal schriftlich erwähnt: erste Hälfte des 14. Jahrhunderts.

 
56.721016, 21.597017
Information verändert: 11.06.2014