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Daile-Theater

Das Daile-Theater (DT) wurde am 19. November 1920 mit der Aufführung der Tragödie von Rainis „Indulis und Arija” in den Räumen des Handwerkerhilfsvereins in Lacplesa (damals Romanova) Strasse 25 eröffnet, wo früher das bereits mehrere Jahre geschlossene Rigaer Neue Theater (Rīgas Jaunais teātris) gewirkt hatte.

  • Dailes teātris
  • Foto: Jānis Deinats

Die Idee der Gründung eines neuen Theaters in Riga, das sich von den bestehenden Theatern der so genannten naturalpsychologischen Richtung unterscheiden würde, hatten die Geistesschaffenden schon eine längere Zeit, bis sich die Gesinnungsgenossen der Verleger Ansis Gulbis, Dichter Rainis und Aspazija sowie der in den Kreisen der Intelligenz gut bekannte ehemalige Schauspieler des Rigaer Neuen Theaters  Eduards Smilgis u.a. im Rainis-Klub vereinigten und endlich die Möglichkeit entstand, das eigene Theater – das Daile-Theater zu gründen.   

Der offizielle Name des Theaters war bis 1935 „Rainis-und-Aspazija-Volkshaus-Daile-Theater”. Das Theater wurde von Eduards Smilgis geleitet. Schon von Anfang an wurde das so genannte Konsulsystem eingeführt und dem Theater hochqualifizierte Berater in Bereichen Theaterkunst und Malerei, Plastik und Rhythmik, Musik und Aussprache, Leiter der Kammerspiele angebunden, um die Meisterschaft der Schauspieler zu vervollkommnen und einen einheitlichen Stil auszuarbeiten. Mit dem Ziel, der Zielrichtung des Theaters entsprechende Schauspieler zu erziehen, wurde bereits 1924 eine Theaterschule gegründet, deren Zöglinge nach dem Schulabschluss im Daile-Theater arbeiteten. Während des Bestehens des Theaters haben bereits acht Schauspielergenerationen die Theaterschule absolviert.  

Im Spielplan standen schon von Anfang an sowohl die groβe Weltdramaturgie – Werke von Rainis, Shakespeare, Schiller, Ibsen als auch die Theaterstücke von talentierten zeitgenössischen Dramaturgen. Besonders zu erwähnen sind die musikalischen Aufführungen, die im Daile-Theater gespielt worden sind: „Drei Töchter”, „Das Veilchen vom Montmartre”, „Die Dreigroschenoper”, „Wilde Schwäne”, „Tobago!”u. a. Beginnend mit den ersten Spielzeiten standen im Repertoire ständig auch Weihnachtsstücke für Kinder.

Im Daile-Theater haben sechs Hauptregisseure und künstlerische Leiter gearbeitet. Vom Gründungsjahr bis 1965 wurde das Theater vom Gründer Eduards Smilgis geleitet, unter dessen Führung im Daile-Theater drei Schauspielergenerationen erzogen wurden.  
Seit dem Mai 2010 wird das Theater von Martins Vilkarsis geleitet.

Bis 1977 befand sich das Theater in den Räumen des ehemaligen Rigaer Neuen Theaters im Haus des Handwerkerhilfsvereins. In den ersten Spielzeiten war der Zuschauersaal ein langer rechteckiger Raum ohne Erhöhung am Ende. Eduards Smilgis, der gebildeter Bauingenieur war, bemühte sich jeden Sommer, die Bühne und den Zuschauerraum zu verbessern und für die weiteren Reihen des Zuschauerraums eine Erhöhung auszubauen (diese Erhöhung hat sich bis heute noch erhalten). Er träumte aber von einem neuen Theatergebäude. Wegen der groβen Popularität des Daile-Theaters wurde sein Traum wahr, und in den 50er Jahren begann man mit Planungsarbeiten. Das Gebäude wurde von der Architektin Marta Stana entworfen, nach ihrem Tod arbeitete an der Realisation des Projekts der Architekt Imants Jekabsons. 1977 zog das Daile-Theater mit einer besonderen Konzertaufführung „...Mein ganzes Leben...”, die die Geschichte des Theaters erzählte, in das neue Gebäude in Brivibas (damals Lenin-) Strasse 75 um. 

 
56.959492, 24.126764
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Information verändert: 08.08.2013