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Das Gutshofkomplex mit dem Park in Remte

Der Landgutshof entstand neben der mittelalterlichen Burg, die nicht mehr erhalten ist. Vom ursprünglichen Landgutshof haben sich nur das alte Gutsherrenhaus gegenüber dem neuen Schloss und einzelne Wirtschaftsgebäude erhalten.

Das Schloss wurde 1800 im Stil des Berliner Klassizismus gebaut. Das 1880 gebaute Schloss wurde umgebaut, d.h. es wurde an den neuen Baustil angepasst. Es wurden die seitlichen Querflügel und im Mittelteil der Risalit mit Giebel im Stil der Neurennaissance umgebaut. Die Gutshofbesitzer hatten die modernsten Möglichkeiten ihrer Zeit verwendet und liessen 1893 eine Telegraphlinie bis Saldus errichten. Im Jahr 1905 gab es im Schloss einen Brand. Erst 1926 wurde es erneuert. Durch den Brand sind die Erker an der Hauptfassade verlorengegangen. Die ursprüngliche Innenausstattung des Herrenhauses hat sich nicht erhalten. Neben dem Schloss befindet sich das Relief “Sfinksas”, das 1800 angefertigt wurde (Autoren: K.Veinberga, J.Zviedrāns)

Im Jahr 1506 hat den Gutshof von Remte zum Lehnsrecht Ludwig Butlar erhalten und der war 190 Jahr lang im Besitz der Familie. Weitere Gutshofbesitzer war die Familie von Brincken, denen das Wirtschaften nicht so gut gelang und 1722 wurde das Eigentum versteigert. 1723 wurde der Gutshof vom Leutnant Friedrich Kasimir von Brucken gekauft. 1767 heiratete seine Tochter zum dritten Mal mit Johann Friedrich von Medem. Nach dem Tod seiner Frau wurde er 1780 der Gutshofbesitzer und 1799 erlangte den Titel eines Grafen. Bis 1920 blieb der Gutshof in seinem Besitz, danach wurde der Gutshof in einzelne Haushalte aufgeteilt und im Schloss wurde die Schule von Remte eingerichtet, die weiterhin das Schloss von Remte verwaltet.

 
56.741810, 22.691917
Zusatzinformationen: 
Information verändert: 08.10.2010