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Die Kleine Gilde

Ganz mitten im Zentrum der Altstadt am Livenplatz (Līvu laukums) ragt sich das Architekturdenkmal die Kleine Gilde (Mazā ģilde). Das Gebäude ist nach den Entwürfen des hervorragenden Architekten  J. D. Felsko erbaut worden. Im Grundstein des Gebäudes, der am 22. Mai 1864 gelegt wurde, befinden sich Zeitungen und ein Kalender aus der damaligen Zeit, Unterschriften aller Handwerkerältesten und der Vorsteher der Gilde sowie die Chronik der Kleinen Gilde oder der St.

Johannis-Gilde.

Neben dem Haus der Gilde wurde 1855 nach den Entwürfen desselben Baumeisters der Heim der Brüder der Kleinen Gilde erbaut, der 1901 zur Einrichtung einer Handwerksschule umgebaut wurde. Schon mehr als hundert Jahre sind die beiden Gebäude sowohl im direkten, als auch im übertragenen Sinne organisch verbunden und bilden einen gemeinsamen Komplex, in dem das Leben der Kleinen Gilde abläuft.  

Das Haus wurde am 9. Februar 1866 feierlich eröffnet.

 

Besonders reichlich wurde die Innenausstattung der Kleinen Gilde im Jahr 1888, in der Zeit des langjährigen Gildenleiters Friedrich Brunstermann, ergänzt und verziert. In das Gesims der Fassade gegenüber der Meisterstraβe (Meistaru iela) wurde das Wappen der Kleinen Gilde untergebracht, Fuβböden im Flur, im Vestibl und in Treppenhäusern wurden mit der Terraco Mosaik verlegt. Die Arbeiten haben durch die Firma Johann Odorico aus Frankfurt am Main bestellte italienische Handwerker durchgeführt. In allen Fenstern wurden bunte Glasgemälde aus der Werkstatt des Künstlers A. A. Freistadtl aus Hannover eingebaut.  

Auf den Glasgemälden sind die Handwerkerältesten in der traditionellen Kleidung aus früheren Jahrhunderten dargestellt, ihre Bildnisse sind aber fotografisch genau. Im Sitzungssaal der Gildenvorsteher sind 10 Porträts der Bauhandwerkerältesten in der Berufsbekleidung und in den Fenstern des groβen Saals 25 Bildnisse der Ältesten anderer Handwerke in Festkleiden zu sehen.        In den runden Glasgemäldemedaillons der Oberfenster des Sitzungssaals der Gildenvorsteher sind 10 Porträts der Wohltäter der Gilde mit entsprechenden Aufschriften und im groβen Saal 12 weitere Porträtmedaillons untergebracht.
Tür- und Fensterbögen des Hauses schmücken altdeutsche Sinn- und Kernsprüche.  

1999 -2000 wurde die Kleine Gilde renoviert und restauriert. Die ganze Innen- und Auβenausstattung des Gildenhauses wurde entsprechend den Unterlagen und Fotaufnahmen des letzten Viertels des 19. Jahrhunderts restauriert.

Wegbeschreibung: 
Coordinates:
56.949306, 24.107325
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Zuletzt aktualisiert: 
30.09.2014