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Kriegsmuseum von Līdumnieki

In dem ehemaligen Ratsgebäude der Gemeinde Līdumnieku ist ein kleines Museum eingerichtet, in dem die Reliquien aus dem Zweiten Weltkrieg aus der nächsten Umgebung gesammelt sind. Im Museum finden Sie Reliquien aus dem Zweiten Weltkrieg und alte Gebrauchsgegenstände aus dem Alltag.

Teile von Panzern und Geschützen und andere eindrucksvolle Reste der Kriegstechnik, von Kugeln durchbohrte und verrostete Helme, Uniformen mit Kragenspiegeln verschiedener Armeen, Gebrauchsgegenstände und Gewähre aus der Front, die viel bedrohlicher aussehen, als die in Wirklichkeit sind, und alte Fotos, auf denen Gesichter eifriger Soldaten zu sehen sind. Diese und viele andere mit dem Krieg und dem Armeeleben verbundene Ausstellungsstücke werden in dem ehemaligen Gemeindehaus der Gemeinde Līdumnieku vom Landkreis Cibla in der Region Ludza aufbewahrt.

Im Randgebiet von Lettland, in einem einst verkommenen Dorfzentrum wurde dank Engagement der einheimischen Jugendlichen ein einzigartiges Museum für Kriegstechnik eingerichtet, das Menschen aus ganz Lettland besuchen kommen. Die Touristen erwartet hin und wieder eine eigenartige Show: in deutschen und russischen Uniformen gekleidete Männer mit Schrecken einjagenden Gesichtern „nehmen Gefangene“, „vernehmen“, greifen aus den Schützengraben an... Ist aber der erste Schreck vergangen, kann man darüber lachen und Fotos in der Umgebung eines nachgestellten Kriegsfeldes machen und eine dürftige Mahlzeit zu sich nehmen. Eine freiwillige Spende gilt als Eintritt ins Museum.

“Fast alles, was hier zu sehen ist, ist hier in der Gemeinde, in Mooren und Wäldern gesammelt worden. Auch die Einwohner haben vieles mitgebracht und geschenkt. In der Gegend von Cibla fanden im Zweiten Weltkrieg erbitterte Kämpfe statt, eine ganze Panzerdivision wurde hier besiegt. Ich weiß noch, wie in meiner Kindheit im Wald Helme rumlagen. Wir haben langsam angefangen, das alles zu sammeln und nach Hause zu bringen, mit Autos, mit Trecker“ erzählt Imants Novožilovs. Er ist  zusammen mit seinem Bruder Ivars und seinen Freunden Guntars Sidarāns und Aldis Gusāns die Gründer und Enthusiasten des Museums. Imants gehört ein Bauernhof hier in Līdumnieki, Ivars ist Lehrer, der Jungschützen führt und in der Regel seine Jungschützen hierhin bringt, um zu üben, und sie mit einer echten Kriegstechnik bekannt macht.

Imants erzählt, dass sein Interesse an die Geschichte schon in den Schuljahren entstanden ist. Jetzt würden gerne die Jungs die gesammelten Ausstellungsstücke systematisieren und bearbeiten, da das ganz viele Ausstellungsstücke sind. Es mangelt sogar am Platz. Um das Museumshaus liegt ein alter Park, den man auch pflegen und in die Dauerausstellung miteinbeziehen sollte. Die Einheimischen, insbesondere Männer, besuchen gerne das Museum, schenken eigene Reliquien aus ihren Wehrzeiten, Uniformen und auch Fotos aus den Kriegszeiten. Ein wertvolles Ausstellungsstück ist der Tauchanzug, sowie ein im Wald Istalsnas gefundener französischer Maschinengewehr. Es gab schon Besucher aus dem Ausland, unter anderem auch aus Deutschland, die alle Ausstellungstücke mit einem sehr großen Interesse gemustert haben. Das Museum haben auch Museumsmitarbeiter aus Ostrow in Russland besucht.

 
56.536774, 27.982178
  • Gesprochene Sprachen: 
    • Lettisch
    • Russisch
Arbeitszeit: 

Montag - Ruhetag

Information verändert: 30.05.2014