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Museum für lettische Architektur

Der Name "Drei Brüder " (lettisch: Trīs brāļi) vom Gebäudeensemble ist analog zur Speichergruppe in Tallin sog. „Drei Schwestern” entstanden. Das Gebäudeensemble vertritt das Verschiedensein der mittelalterlichen Wohnhäuser in der Zeit, als die Häuser auf schmalen Grundstücken gebaut wurden.

Latvijas Arhitektūras muzejs
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Das Haus in Mazajā Pils ielā 17 ist das älteste Steinwohnhaus, das in Riga erhalten geblieben ist (Ende des 15. Jh. – Anfang des 16. Jh.). Das Haus wird von einem Giebel und gotischen Nischen (in der Fassade können Züge der Renaissance erblickt werden) geschmückt. Ursprünglich war das Haus ein einziger Raum mit einem Mantelschornstein und der Dachstuhl wurde als ein Speicher verwendet. 1697 war das Haus eine Bäckerei, die mit einem Anbau auf der Hofseite erweitert wurde, später auch zur Straße hinaus, indem der kleine Vorplatz abgeschafft wurde. Das zeigt, dass die Straßen von der Rigaer Altstadt anfangs viel breiter gewesen sind (beim Restaurieren 1955-1957 unter Leitung des Architekten P. Saulītis wurde der Anbau abgerissen).

Das Haus in Mazajā Pils ielā 19 bekam sein jetziges Aussehen im Jahre 1646. Die Hausfassade weist Züge des holländischen Manierismus (restauriert nach Zeichnungen vom J. K. Broce aus dem Jahre 1785) auf.  Der Grundriss des Erdgeschosses ähnelt dem vom ersten Haus. Über der niedrigen Halle befindet sich ein großer Saal mit großen Sprossenfenstern. Auch auf der Hofseite des Obergeschosses und unter dem Dach sind Räume angeordnet. 1746 bekam das Haus ein Steinportal.

Das Haus in Mazajā Pils ielā 21 erlangte sein Aussehen Ende des 17. Jahrhunderts. Das Gebäude hat einen bogenförmigen Barockstillgiebel, in jedem Stockwerk sind kleine Büroräume eingerichtet, zu denen vom Vorraum eine Holztreppe führt. Im Zuge der Restauration wurden die Fundamente aller drei Häuser verbunden, in den Wänden Steinportale und Rigaer Wappen eingebaut.

Im Gebäudeensemble Drei Brüder befinden sich das Kulturdenkmalschutzamt (lettisch: Valsts kultūras pieminekļu aizsardzības inspekcija) und das Museum für lettische Architektur.
Die Vorarbeiten für die Gründung vom Museum für lettische Architektur liefen 1992 an, als im Dokumentationszentrum für Denkmäler des Kulturschutzamtes (lettisch: Valsts kultūras aizsardzības inspekcijas Pieminekļu dokumentācijas cents) die Abteilung für Architekturzeichnungen und Handschriften (lettisch: Arhitektūras zīmējumu un rokrakstu sektors) eingerichtet wurde. Es wurde die von Leona Plauciņš geschenkte Architekturzeichnungen- und Biographien-Sammlung systematisiert und der Bestand erweitert.

Das Museum für lettische Architektur wird am 28. Juli 1994 auf Anordnung Nr. 100 des Kulturminister der Republik Lettland gegründet und nimmt seine Arbeit als Struktureinheit des Kulturdenkmalschutzamtes in der Altstadt von Riga, in Mazā Pils ielā 17, auf. Auf Anordnung des Kulturministers wird Jānis Lejnieks zum Museumsdirektor bestellt. Das Museum für lettische Architektur hat der Kulturminister der Republik Lettland am 19. April 1995 im Beisein vom Ministerpräsident der Republik Lettland offiziell eröffnet. Die Eröffnung des Museums erfolgte mit einer Ausstellung aus den Beständen des neugegründeten Museums.

 
56.950470, 24.104776
  • Gesprochene Sprachen: 
    • Deutsch
    • Englisch
    • Lettisch
    • Russisch
Services: 
  • Ausstellungen
Tourismusobjekt Funktionen: 
  • Raucherfreundlich
  • Zugang für Behinderte
Arbeitszeit: 

Montag 9:00 - 18:00; Dienstag - Donnerstag 9:00 - 17:00; Freitag 9:00 - 16:00

Information verändert: 09.09.2014