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Römisch-katholische Kirche von Līksna (1913)

Die Bauarbeiten der Heiligsten Herz Jesu Kirche (lettisch: Vissvētākās Jēzus sirds baznīca) der römisch-katholischen Gemeinde von Līksna wurden 1913 beendet. Die römisch-katholische Kirche von Līksna ist im Neugotik-Stil gebaut. Die Silluete der Kirche ist die bedeutendste Dominante des Tales vom Fluss Daugava (deutsch: Düna) in der Umgebung des Sees Koša.

Līksnas katoļu baznīca
  • Līksnas katoļu baznīca
  • Römisch-katholische Kirche von Līksna
Līksnas katoļu baznīca
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Die Geschichte der Kirche von Līksna hängt im großen Maße mit der Tätigkeit vom Jesuiten-Orden zusammen. Als 1621 haben die Schweden Riga erobert und die Jesuiten vertrieben. Bērtulis Zībergs, Baron von Ilūkste, der viel Land besaß: Ilūkste, Dviete, Pilskalne, Dunava, Rubeņi, Bebrene, Svente, Līksna, Nīcgale und Ķirupe, nahm sie in Obhut. Hier, auf beiden Seiten von Daugava, haben die Jesuiten rekatholische Arbeit geleistet. In Līksna war eine Mission von Jesuiten lange Zeit tätig, die anfangs der Residenz von Ilūkste und später der Residenz von Daugavpils unterordnet war. Ab 1635 wurde die Tätigkeit der Jesuiten in den Anwesen von Syberg rager, da in Ilūkste der letzte evangelische Pastor verstorben war. Der Sohn von Grafen Syberg hat die Kirche von Ilūkste den Katholiken und ihre Betreuung den Jesuiten überlassen.

Der König von Polen Wladislaw IV hat auf Ewigkeit die Zugehörigkeit der Kirche den Katholiken bekräftigt. Der Mitgliederliste vom Jesuiten Orden 1771 – 1772 der Litauischen Provinz kann entnommen werden, dass in Līksna besonders Pfarrer Miķelis Butovičs motiviert gewesen ist. Er war hier 17 Jahre lang tätig. Als 1783 das Erzbistum Mahiljou gegründet wurde, hat sein erster Bischof Stanislaw Siestrzencewicz in Līksna den Sitz des Dekanats von Daugavpils (Lejas) gegründet. Damit haben die Jesuiten mit dem Jahr 1789 ihre Arbeit in Līksna beendet, die Kirche haben die weltlichen Priester übernommen. Einige der Dekane von Līksna waren sehr berühmt und bedeutend. 1826 bis 1856 lebte der Kanoniker Thomas Kossakowski, der Verleger von mehreren Büchern in der lettischen Sprache.

Nach ihm hat seine Arbeit der Dekan Thomas Kopec fortgesetzt. Sehr berühmt war der Propst (später Erzbischof) A. Springovičs (1905 – 1918) in Līksna. Die erste Kirche in Līksna wurde 1748 im Hof des Gutes von Līksna gebaut. Diese wurde von den Herren des Gutes, der Familie Lüdinghausen-Wolff, gebaut. Aus welchem Baumaterial die Kirche gebaut wurde, ist nicht bekannt. Sie ist nicht bis heute erhalten geblieben. Die erste Kirche der Gemeinde von Līksna wurde 1798 aus Ziegeln auf den Kosten von Grafen Plater-Syberg gebaut. Diese wurde 1819 von dem Bischof Valerians Kamionka zu Ehre der heiligen Familie konsekriert. Anhand von alten Fotos kann man behaupten, dass das eine ausreichend große Barock-Kirche mit zwei Türmen gewesen ist. Nachdem diese Kirche erbaut wurde, wurde die Kirche im Hof des Gutes zur Kapelle ernannt. Im Zeitraum vom 1909 bis zum 1913 hat der Propst (später Erzbischof) A. Springovičs in Līksna eine neue Kirche gebaut.

In der Fassade der Kirche von Līksna ist ihr Baujahr “1912” gekennzeichnet. Die Kirche ist eine Baute aus Ziegeln, im neugotischen Stil und näher an die Landstraße Rīga – Daugavpils als die alte Kirche gebaut. Nachdem die Kirche fertig war, wurde die alte Mauerkirche abgerissen und aus ihren Baumaterialien ein großes zweistöckiges Pastorats-Haus gebaut. Die finanziellen Mittel für den Kirchenbau gaben die Gemeindemitglieder und der Gutsherr. Im Ersten Weltkrieg erlitt die Kirche schwere Verluste durch Artilleriefeuer. Am 15. Oktober 1915 haben die Deutschen die Kirche das erste Mal mit der leichten Artillerie beschossen und unwesentlich beschädigt. Im Dezember haben die Deutschen die Kirche schon mit der schweren Artellerie beschossen. Die Kirche wurde sechs Mal getroffen und somit schwer beschädigt: an drei Stellen wurden die Wände durchschossen und das Gewölbe zum Einsturz gebracht. Am 9. Februar 1916 wurde die Kirche mit der 8-Zoll-Artillerie beschossen.

Der Kirche wurden das Presbyterium-Teil, ein Turm beschädigt und die Seitenwände haben Risse bekommen. Nach dem Krieg, in den Zwanzigern, wurde die Kirche renoviert. Sie ist eine Baute aus roten Ziegeln, die aus Polen eingeführt wurden. Das Dach und die Türme waren mit gezinktem Blech bedeckt. Die Kirche von Līksna ist ein 30 m langer und 17 m breiter Dreischiffbau im neugotischen Stil mit gefliestem Boden. Es gibt zwei symmetrische Türme auf beiden Seiten vom Eingang, der dritte Turm, der Kleine über dem Presbyterium, wurde gebildet, um den architektonischen Stil beizubehalten. Die Türme haben drei Glocken: 609 Kg, 124 Kg und 62 Kg schwere. Vor der Kirche oberhalb der Tür befindet sich ein großes Fenster, hinter dem eine Herz-Jesu-Statue zu sehen ist. Den Kirchenboden bedecken Zementfliesen, aber die Decke besteht aus Mauergewölben, die sich auf 5 Paaren Pfeilern stützen und die Kirche in drei Schiffen auf. Die Wände sind mit Kalk verputzt, aber in den Verbindungen der Spitzen sind die roten Ziegeln gelassen (das heißt, es wurden die sogenannten Kreuzgewölbe gebildet).

Die drei Eichenholz-Altäre sind im Gotik-Still gestaltet, sowie der Eichenholz-Ambo und die Gipsbildrahmen des Kreuzweges. In dem großen Altar befindet sich die Herz-Jesu-Statue mit Bildern von Heiligen an dessen Seiten. Die Kirche von Līksna wurde dem Heiligen Herz Jesu gewidmet. Auf der rechten Seite befindet sich der Altar des Heiligen Josephs mit einem Bild vom Heiligen Anton oberhalb dessen, auf der linken Seite befindet sich der Altar des Heiligen Franz von Assisi. An den Seiten von Presbyterium befinden sich die Statuen von dem Heiligen Anton und der Heiligen Theresia. Das Presbyterium wird von der Kirche durch einen Eisengottestisch abgetrennt. Auf beiden Seiten vom Presbyterium sind große Sakristeien. Auf der linken Seite ist noch eine Tür, aber auf der rechten Seite: das Grab der Lourdes-Gottesmutter mit einem Altar. Auf jeder Seite der Kirche sind fünf Fenster ohne Mosaiken. Am Presbyterium gibt es kleinere Fenster, darum ist es ziemlich dunkel. Geräumige Chorräume mit einer großen Orgel, die zu den Zeiten des Propstes J. Kalnišs angeschafft wurde.

Die Orgel habe einen schönen Klang. Die Kirche verfügt über das notwendige liturgische Inventar. Die Kirche wird von einem großen Garten umgeben. Dieser wird von einer hohen Mauer aus roten Ziegeln umrahmt, die der Propst J. Kalnišs gebaut hat. Im Garten der Kirche ist der Propst Pāvils Vaičulonis (1867 – 1929) beigesetzt worden. An der Stelle der abgerissenen Kirche, ca. 1,5 Km von der neuen Kirche, wurde eine Mauergruft gebaut. Jetzt ist sie in einem schlechten Zustand. Die Kirche von Līksna wurde 1964 das letzte Mal mit Ölfarben gestrichen, die Decken wurden aufgehellt. In der Kirche gibt es Strom, jedoch keine Heizung, außer in der Sakristei. Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass die Ziegeln in der Kirchenmauer schlechter Qualität gewesen sind. Diese fingen an zu bröckeln und darum hat der Propst J. Kalnišs 1939 angefangen, sie Schritt für Schritt auszutauschen.

Das war ein riesiger Aufwand, jedoch hat er mindestens 60.000 Ziegeln ausgetauscht. Da der Propst J. Kalnišs in Līksna knapp 20 Jahre gelebt hat, hat der Erzbischof A. Springovičs seine Arbeit gelobt und gesagt: „Ich und Du, wir haben die Kirche von Līksna gebaut.” Nach der Versetzung des Propstes J. Kalnišs im Amt des Dekans nach Dagda wird Pēleris Vaivods zum Probst von Līksna ernannt. Aus der Gemeinde Līksna stammten folgende Priester: der Bischof E. Ropps, Prälat A. Novickis, K. Skrinda, Benedikts Skrinda, Ādams Ivbulis. Im Friedhof der Kirchengemeinde von Līksna ist Thomas Kossakowski (1798 – 1856) beigesetzt.

 
55.987629, 26.403580
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Information verändert: 28.05.2014