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Das Kurbad wurde in der Zeitperiode 1911 – 1916 gebaut und gehörte E. Racene. Hier wurden das ganze Jahr täglich verschiedene Bäder angeboten: warmes Meerwasserbad, Kohlensäurebad, Sauerstoffbad und Nadelbad.

  • Majoru pludmale un bijusī peldiestāde

In den Sowjetzeiten befand sich dort eine Kurklinik, eines der am besten ausgestatteten Heilbäder in Jurmala. 2003 wurde das Gebäude renoviert und erhielt sein ursprüngliches Aussehen zurück.

56"58'37 23"48'5
56.976997, 23.801439
  • Gesprochene Sprachen: 
    • Deutsch
    • Englisch
    • Lettisch
    • Russisch
Information verändert: 08.05.2014

Die Kirche wurde im Jahr 1889 gebaut, der Architekt war H. Hilbig. Früher war sie als „Waldkapelle” bekannt und wurde zur Erholung deutscher Reisenden errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in der Kirche ein Kino- und Fotodokumentenarchiv eingerichtet, dabei wurde die Innenausstattung radikal verändert. 1998 wurden mit den Renovierungsarbeiten begonnen, sonntags findet in der Kirche ein Gottesdienst statt.

Die Einstellung der Menschen gegenüber der Kirche änderte sich ständig, wie die Wellen im Meer, mit der Ebbe und Flut. Nach dem Volkserwachen begann langsam das Interesse zu wachsen und es kam zur Annäherung an die Gemeinde Bulduri. Langsam, Schritt für Schritt, im Reinigung begannen die Kirche und die Gemeinde deren Bedeutung im Sakral- und Kulturleben der Stadt Jurmala zu erkennen.

Nachdem die Kirchenräume in Ordnung gebracht wurden, wurde der Arbeitsbereich für die Aktivitäten der Gemeindemitglieder erweitert, besonders wird an die Entwicklung der Jugendarbeit gedacht (in Zukunft sind ein Jungendlichen-Ensemble, ein Chor sowie Hilfe für Benachteiligen bei der Problemlösung geplant).

Die Jomas-Straße ist eine der zentralen und ältesten Straßen an der Meeresküste bei Riga, die während ihrer Existenz verschiedene Änderungen und Wandlungen erlebte. Die Teilung der ersten Grundstücke und der Bau der Hauptstraßen in Majori begann in den 1860 – 1870-er Jahren, noch vor dem Bau der Eisenbahnlinie. Um 1850 befand sich in der Umgebung der damaligen Juras-, Jomas- und Lienes-Straße ein tiefer feuchter Wald, in dem Gutsbesitzer und Bauern Vieh weideten.

Die Straßenentwicklung in Jurmala, wovon der Name der Jomas-Straße zeugt, ist mit Bodenvertiefungen verbunden. Mit dem Meeresrückzug, unter Einfluss von Wind, bildeten sich Sanddünen mit parallelen Vertiefungen, auf Lettisch „jomas” genannt. Einst befand sich der Anfang der Jomas-Straße auf der damaligen Kreuzung der Lienes- und Jomas-Straßen hinter der Grünanlage an der Majori-Station. Erst nach der Änderung von Straßennamen im Jahr 1936, als die Rigas-Straße verkürzt wurde, wurde die Jomas-Straße bis zur Grenze des Gebiets Majori-Dubulti verlängert. Der Straßenname ist bis heute unverändert geblieben, obwohl 1899 die Jomas-Straße kurzfristig in die Puschkin-Straße umbenannt wurde.

Erst am Ende des 19. Jh. wurde die Jomas-Straße im Stadtteil Majori zum lebendigsten und lautesten Platz in Jurmala. Gerade in der Jomas-Straße wurden der erste Laden, der Markt und die Apotheke in Majori geöffnet. An der Ecke der Jomas- und Omnibusa-Straße baute Herr Horn 1870 das erste Hotel in Majori und legte einen Garten an, der zum bedeutenden Kulturzentrum an der Meeresküste von Riga wurde.

Die Bebauung der Jomas-Straße, besonders im Anfangsteil, änderte sich wesentlich nach häufigen Bränden und den beiden Weltkriegen, während derer ein Teil der alten Holzgebäude zerstört wurde. Im Laufe der Zeit wechselten mehrmals sowohl die Hausbesitzer als auch die Hausfunktionen. Könnten die Gebäude sprechen, würden sie viele Geschichten erzählen.


Die Jomas-Straße wurde zu einer besonderen Visitenkarte der Stadt, zum Hauptspazierweg in Jurmala, wo man andere sehen und sich zeigen kann. Bereits zu Sowjetzeiten zogen die beliebten Stadtfestzüge gerade durch die Jomas-Straße und dann weiter durch die Turaidas-Straße bis zum Strand. 

Das Gebäude wurde Anfang des 20. Jh. im späten Jugendstil erbaut, der Architekt ist unbekannt. Das zweistöckige Haus samt Turm wurde als Pension gebaut. Zu Sowjetzeiten befand sich hier das Janis-Fabricius-Sanatorium, später das Sanatorium „Edinburga”.

Das historische Gebäude wurde restauriert und 2003 hat es sein ursprüngliches Aussehen zurückbekommen. Die Schieflage des Turms beträgt, genauso wie früher, 20º.

Der Rigaer Dom ist die Kathedrale des Erzbischofs von Riga und Lettland und das Gotteshaus der Domgemeinde. Bis zur Auflösung des Livonischen Ordens 1561 war der Rigaer Dom die livonische Hauptkathedrale. Der Rigaer Dom ist das größte und eines der ältesten mittelalterlichen sakralen Gebäuden in Lettland und im Baltikum.

Es hat die Merkmale verschiedener Bauweisen - der Romanik, der frühen Gotik, des Barocks und des Jugendstils. Heutzutage wirkt im Rigaer Dom die Domgemeinde, der Dom dient der lettischen evangelischen Kirche und hier finden die wichtigsten, lettischen ökumenischen Gottesdienste statt. Der Dom ist auch eines der Zentren des Rigaer Musiklebens, das geschichtliche, architektonische, Kunst- und Kulturwerte verschiedener Jahrhunderte beinhaltet.  

Im 14 – 15 Jh. wurde die Domkirche erweitert, es wurden das westliche Querschiff und die Seitenkapellen erbaut und das zentrale Schiff erhöht. Somit wurde die Domkirche zur Basilika umgewandelt.

Auch der Turm der Domkirche hat mehrere Umwandlungen erlebt. Im 15. Jh. betrug die Höhe der Turmspitze sogar 140 m, beim Brand von 1547 wurde diese aber stark beschädigt. In der Kirche werden Führungen angeboten, die vorherige Anmeldung per Telefon +371 672 275 73 ist notwendig.

Die lettische Operntradition begann im 18. Jahrhundert, als im Herzogtum Kurland die ersten musikalischen Aufführungen stattfanden und in Riga die ersten Opern-Wandertruppen erschienen. Im Jahre 1782 wurde das deutsche Stadttheater eröffnet, in dem sowohl Theater- als auch Opern- und Ballettaufführungen stattfanden. Der Anfang der lettischen Oper ist mit dem Jahr 1912 verbunden, als unter Leitung von Pāvuls Jurjāns die lettische Oper ihre Tätigkeit in Riga aufnahm.

Die Lettische Nationaloper (LNO) bietet die Möglichkeit an, dass einmalige Architekturdenkmal aus dem 19. Jh. und das Gebäude der Lettischen Nationaloper mit dem wunderschönen und prachtvollen Interieur zu besichtigen. Es werden Führungen angeboten, bei denen man das Opernhaus besichtigen und seine Geschichte und den Alltag kennenlernen kann.

Im Jahre 1882 erlitt das Gebäude während eines Brandes große Schäden. In den Jahren 1885 – 1887 wurde das Gebäude nach dem Projekt des Architekten Reinolds Šmūlings umgebaut. Es wurde hauptsächlich das Interieur umgebaut, die Decke des Zuschauersaals wurde mit einer dekorativen Bemalung versehen, und es wurde ein zentraler Leuchter angebracht.

Die Fassade ist mit Skulpturengruppen versehen worden, die der Thematik „Theater” gewidmet sind. Im Interieur des Opernhauses sind unterschiedliche Baustile zu sehen - Renaissance, Barock, Klassizismus und Empire.

Nach fünfjährigen Rekonstruktionsarbeiten wurde die Nationaloper am 29. September 1995 feierlich eröffnet. Einer der künstlerisch vollwertigsten Räume ist der Zuschauerraum, wo es 1 240 Sitzplätze und 150 Stehplätze gibt.

Anmeldung für die Führungen: per Telefon; +371 67073820 oder per E-Mail: education@opera.lv

Das Küstenfreilichtmuseum zeigt den Alltag der Bewohner der kurländischen Küste. Die Besucher können die Entwicklung der Fischerei verfolgen, verschiedene Bootsammlungen, eine breite Ankersammlung sowie Fischerhütten und sonstige Objekte besichtigen.

Eines der bedeutendsten Museumsstücke ist die Schmalspurbahn, die sogenannte Mazbānītis, die nach Ende des Zweiten Weltkrieges regelmäßig zwischen den nordkurländischen Fischerdörfern verkehrte.

Auf einem vier Hektar großen Gelände können Sie die Traditionen der kurländischen Fischerei verfolgen – die Evolution der  Fischerboote aus dem 18. Jh., livische Fischerhöfe und Fischerhöfe aus der Region Ventspils, Windmühle (Gemeinde Užavas), Rauchhäuser, Räuchereien, Netzhütten u.a. Volksbaudenkmäler. An Wochenenden können Sie eine Weberin und einen Schmied bei der Arbeit beobachten.

Das Museum umfasst ca. 600 Museumsstücke. Das größte von ihnen ist die Windmühle und das kleinste eine Nadel zum Befestigen der Schwimmer am Netz. Die Freilichtausstellung des Museums verfügt über unterschiedlichste Boote – eines der Hauptwerkzeuge für die Fischerei –  sowie über einen historischen Fischerhof, eine Räucherei, einen Speicher, eine Mühle und eine Schmiede.

Die Schmalspurbahn fährt auf einem 600 mm breiten Gleis, das die kleinste Gleisbreite  in Lettland bildet. Die Lok wurde 1916 in Deutschland gebaut. Nach Lettland wurde die Lok während des Ersten Weltkrieges gebracht, sie fuhr auf der kurländischen Strecke Ventspils–Dundaga–Stende. Für die örtliche Bevölkerung war sie ein bequemes regionales Verkehrsmittel.

Der Miķeļbāka-Leuchtturm ist 1884 erbaut worden, er ist 62 m hoch und somit der höchste Leuchtturm im Baltikum. In der Höhe von 56 m gibt es einen Aussichtspunkt. Früher waren die Wände des Leuchtturms etwa einen Meter dick, für den Dünensand war er jedoch zu schwer und im Laufe der Zeit wurde der Leuchtturm immer schiefer.

Mit der Zeit wurde der schiefe Leuchtturm so gefährlich, dass er 1932 abgetragen wurde. Der nächste Leuchtturm wurde 1941, während des Zweiten Weltkriegs, in die Luft gesprengt. Die heutige Gestalt hat der Leuchtturm seit 1957. In der Nähe befindet sich die evangelische Kirche der Gemeinde Miķeļtornis, erbaut 1893.

Der Leuchtturm im alten Livendorf, das früher Pize genannt wurde (das Wort „Pize” bedeutet auf Lettisch „Weidenrute”), wurde trotzdem nicht Pizas-Leuchtturm genannt, sondern Mihail-Leuchtturm (Mihailabāka), denn seine Aufgabe war, die Seeleute vor einer Sandbank mit dem gleichen Namen zu warnen. Später wurde der Name der lettischen Sprache angepasst, und jetzt heißt es Miķeļbāka (Michael-Leuchtturm) oder auch Miķeļtornis (Michael-Turm).

Um auf den Leuchtturm hinaufzusteigen, ist eine Treppe mit unterschiedlich steilen Stufen zu überwinden.

Roja ist ein altes Fischerdorf, in dem die alten Fischereitraditionen bis heute aufrechterhalten werden, und das Reisenden und Urlaubern einiges anbieten kann. Das Fischerboot "Lasis" (Lachs) bringt die Besucher zu der estnischen Roņu-Insel, und mit den Fischerbooten kann man eine Spazierfahrt auf dem Fluss Roja machen. Es ist möglich, sich die selbst gefangenen Fische zubereiten zu lassen.

Die Exposition des Fischereimuseums von Roja erzählt über die Arbeit und den Alltag der Küstenfischer und die Fischverarbeitung seit dem Beginn des 20. Jh. bis heute. Es gibt auch Wissenswertes über Krisjanis Valdemars und seinen Beitrag zur Entwicklung der Seefahrt, über die kleinen Seefahrtschulen, über den Schiffbau an der Wende des 19/20 Jh. und über die hiesigen Seeleute.

Hier können Sie lernen, wie man ein Fischernetz flickt, auf einem Webstuhl webt, Fischerknoten knüpft und den hiesigen Dialekt spricht. Im Museum gibt es Ausstellungsräume mit ständig wechselnden thematischen Ausstellungen, Gemälden, Handarbeiten, Keramik, Blumen und Fotos.

Das Naturschutzgebiet „Vidzemes akmenaina jurmala” (Steinstrand in Vidzeme) befindet sich im Gebiet Salacgriva und ist ein Bestandteil des Biosphärenreservats Nordvidzemes, der die 12 km lange Meeresküste mit einer Fläche von 3 370 ha umfasst. Im Gebiet sind seltene oder geschützte Biotope heimisch, die außerhalb des Gebiets fast nicht anzutreffen sind. Zum Beispiel mit Feldsteinen und Kiesel bedeckte Strände, Sandsteinablagerung an der Meeresküste, Vordünen, graue Dünen und Wiesen.

Die unter dem Wasser und auf dem Strand zerstreuten Feldsteine wirken wie eine „Bremse”. Bei starkem Wind und Sturm reduzieren sie den Wellengang und dadurch auch die erodierende Einwirkung der Wellen an den Ufern. Viele Feldsteine bedecken auch die vorstehenden Strandabschnitte, bzw. Kaps und schützen diese dadurch vor der Ausspülung. Diese Landschaften wurden sowohl durch natürliche Prozesse als auch durch die jahrhundertlange menschliche Tätigkeit gebildet und haben große Bedeutung.

Auf dem Gebiet des Steinstrandes wurden sowohl typische als auch seltene und geschützte Arten und Biotope der Meeresküste entdeckt, und zwar 31 seltene und geschützte Pflanzen- und Tierarten. Die etwas geänderte Küstennatur ist auch ein bedeutendes Tourismus- und Erholungsgebiet.

In den letzten Jahrzehnten ist der Besucherzustrom, besonders in den Sommermonaten, rasch gestiegen. Seit 2004 ist das Naturschutzgebiet Teil des EU-Netzwerks der geschützten Naturgebiete „Natura 2000” und wird gemäß dem Naturschutzplan bewirtschaftet.

„Vidzemes akmenaina jurmala” ist ein einzigartiger Ort an der Ostsee, wo an der Meeresküste Sandsteinablagerungen zu sehen sind. Sie bildeten sich vor 350 – 380 Mio. Jahren. Die größten Ablagerungen sind südlich von Veczemji (bis 4 m hoch) und von Kapnieki bis Silini (5 m hoch) zu sehen.

Der Steinstrand ist im gesamten Naturschutzgebiet 20 – 40 m breit. Es ist verboten die hiesigen Pfade mit einem Fahrzeug zu befahren. Zelte aufstellen und Feuer anzünden darf man nur an dafür bestimmten Stellen.