A+
Beta

Englisch

Unweit vom bekanntesten Kurort des Baltikums Jūrmala befindet sich der Ķemeri Nationalpark – ein Natura-2000-Gebiet. Der Nationalpark wird durch große biologische Vielfalt, das einmalige Ķemeru-Moor, verschiedene Ökosysteme und Vorkommen von Mineral- und Heilgewässern gekennzeichnet. Der Ķemeri Nationalpark liegt nur 50 km von Rīga entfernt und ist ein hervorragender Ort, um die wilde Natur zu genießen und das Ökosystem Moor kennenzulernen.  

  • Lielā Ķemeru tīreļa laipa
  • Lielais tīrelis
  • Foto: "Lauku ceļotājs"
  • Dumbrāja taka
  • Ķemeru tīreļu taka. Rasene
  • Foto: "Lauku ceļotājs"
  • Ķemeru tīreļu taka
  • Putnu vērošanas tornis

Für Naturfreunde wurden im Park mehrere Naturlehrpfade (der Wanderpfad am Slokas-See, der Große Steg des Ķemeru-Moores, der Pfad des Schlossbergs Kaņieris), Aussichtstürme und Vogelbeobachtungstürme eingerichtet .

Auf dem Gebiet des Parks gibt es viele Zeugnisse über die Kämpfe im Ersten Weltkrieg und die Frontlinie – die alten Laufgräben in den Dünen des Grünen- und des Ķemeru-Moores, Grabstätten der Soldaten der lettischen Armee in Smārde und Grabstätten der deutschen Soldaten bei Kalnciems. Der Ķemeri Nationalpark (ĶNP) ist 1997 gegründet worden.

Geografisch ist die Umgebung von Ķemeri ein Berührungspunkt weitläufiger geologischer Strukturen. Das Küstentiefland wird von mehreren Dünenreihen abgegrenzt (Krāču kalni, die Zaļā kāpa [die Grüne Düne] u. a.), die die Ufer des ehemaligen Litorinameeres einzeichnen. Beim Rückgang des Litorinameeres haben sich an der Küste Lagunenseen gebildet, der Kaņieris, der Duņieris und der Slokas-See. Im Nordwesten des Parks, im Gebiet Milzkalne, erheben sich die in der Eiszeit gebliebenen Bergwellen mit dem 30 m tiefen Valguma-See. Ein einmaliges Objekt ist das an Moorseen reiche Große Ķemeru-Moor, welches zu den größten Moosmooren Lettlands gehört.

Der  Ķemeri Nationalpark ist durch artenreiche Flora und Fauna gekennzeichnet. Hier wurden 897 Farn- und Samenpflanzen-, 202 Moos-, 139 Flechten- und 521 Pilzarten gefunden. Im  Ķemeri Nationalpark wachsen 25 % aller Pflanzen, die in Lettland auf der Roten Liste für bedrohte Pflanzen- und Tierarten stehen. In den feuchten Wäldern wachsen die Sumpf-Wolfsmilch (Euphorbia palustris),Lonicera Pallasii, der Gelbe Frauenschuh (Cypripedium calceolus) und der Bärlauch (Allium ursinum). In den Grasmooren blühen verschiedenartige Orchideen – das Baltische (Dactylorhiza baltica), das fleischfarbene (Dactylorhiza incarnata), das blutrote (Dactylorhiza cruenta), das gefleckte Knabenkraut (Dactylorhiza maculata) und das Sumpf-Glanzkraut (Liparis loeselii).

Die Tierwelt vertreten die vielen Vogelarten. Die in Lettland und in Europa seltenen Seeadler, Uhus und Regenbrachvögel haben hier ihr ständiges Zuhause gefunden. Besonders günstige Nahrungs- und Nistverhältnisse im Nationalpark Ķemeri haben Schwarzstorche (hier nisten 7 - 8 Paare), Kraniche und Schreiadler (Aquila pomarina) angelockt. An manchen Orten nistet eine Vielzahl von Wachtelkönigen (crex crex), deren Zahl in Westeuropa stark zurückgegangen ist. Auf dem Territorium des Nationalparks Ķemeri befinden sich zwei für Vögel international bedeutende Orte. Einer davon ist der Kaņiera-See, der andere ist das Große Ķemeru-Moor. Die unberührten Wälder sind ein hervorragender Wohnort für die seltenen Spechtarten, wie z. B. den Dreizehenspecht, den Mittelspecht und den Weißrückenspecht. An vielen Orten wird die Vielfältigkeit der Arten und Biotopen durch die Tätigkeit der Biber erhöht, weswegen sich an vielen Orten der Wasserhaushalt des Gebietes stabilisiert hat. Die großen Moore bieten einen sichereren Zufluchtsort für Elche und in den weitläufigen Wäldern des Parks leben Hirsche, Wildschweine, Rehe und Wölfe.

Der Ķemeri Nationalpark ist dadurch besonders, dass sich auf dem Gebiet wegen der Wechselwirkung des Dolomitgesteins und der weiten Moore Schwefelwasser bildet. Aus dem Grund gibt es hier schon seit dem 18. Jh. den Kurort Ķemeri. Es kamen Patienten aus ganz Europa, um die heilenden Eigenschaften der Schwefelwasserstoffquellen und der Schlammbäder zu genießen. Der Kurort wurde schnell bekannt und schon am Ende des 18. Jh. wurden in der Kurortstadt 106 Gebäude errichtet. Im Jahre 1911 wurde ein direkter Zugverkehr zwischen Ķemeri und Moskau eröffnet. Im Moment gewinnt Ķemeri seine ehemalige Pracht zurück, hoffentlich wird schon bald das rekonstruierte Sanatorium Ķemeri wieder eröffnet.

56"58'32 23"25'46
56.975502, 23.429375
  • Gesprochene Sprachen: 
    • Deutsch
    • Englisch
    • Lettisch
    • Russisch
Tourismusobjekt Funktionen: 
  • Kostenloses Parken
  • Raucherfreundlich
  • WC
Information verändert: 01.09.2014

Die besondere letgallische Kultur, zauberhafte Landschaften mit Schlossbergen, Seen, Wäldern, der als letgallisches Meer bezeichnete, einmalige Rāznas-See, die vielfältige Natur - es gab genug Gründe, um im Jahr 2007 den Rāzna Nationalpark zu gründen.

Der Rāzna Nationalpark ist ein Natura-2000-Gebiet. Er befindet sich in den Gemeinden Mākoņkalns, Čornaja, Kaunata und Lūznava im Landkreis Rēzekne, in den Gemeinden Andzeļi, Andrupene und Ezernieki im Landkreis Dagda, sowie in der Gemeinde Rundēni im Landkreis Ludza. Das Gebiet des Parks erstreckt sich auf 59 615 ha. Der Park wurde geschaffen, um die Naturwerte des Rāznas-Sees und dessen anliegender Gebiete sowie die charakteristische letgallische Kulturlandschaft auf einem möglichst großen Gebiet zu erhalten.

Auf dem Gebiet des Nationalparks gibt es mehrere Seen. Beispielsweise der 57,56 m² große Rāznas-See ist der zweitgrößte See in Lettland. Wegen seiner sandigen Strände wird er auch letgallisches Meer genannt. Er ist reich an Fischen und Erholungsplätzen. Im See wird gewerbliche Netzfischerei betrieben. Besonders interessant ist das Eisfischen im Winter.

Einmalig ist der Ežezers (wörtlich: der Igelsee), in dem es insgesamt ca. 70 inselartige Erhebungen gibt. Etwa die Hälfte davon sind mit Schilf und Röhricht bewachsene Sandbänke. Es wird angenommen, dass es im See etwa 33 – 36 Inseln gibt.

Auf dem Gebiet des Rāzna Nationalparks befindet sich der dritthöchste lettische Hügel – Lielais Liepukalns (289 Meter über dem Meeresspiegel), seine relative Höhe - 86 Meter - ist für Lettland recht beeindruckend. Auf dem Gipfel des sich neben dem Rāznas-See befindlichen Mākoņkalns (wörtlich: Wolkenberg, 248 Meter über dem Meeresspiegel) sind noch Fragmente des im 13. Jh. vom Livonischen Orden erbauten, praktisch nicht einnehmbaren Schlosses Wolkenberg erhalten geblieben. Der neueste lettische Nationalpark ist wirklich einen Besuch wert, nicht nur wegen der wunderbaren Landschaft, sondern auch um den besonderen Charme des letgallischen Gebietes, die freundlichen Menschen und die religiösen und Kulturtraditionen kennen zu lernen, sowie um die Städte Rēzekne und Ludza zu besichtigen.

Das Verwaltungszentrum des Rāzna Nationalparks befindet sich in der Skolas-Str. 3, Gemeinde Mākoņkalns, Lipuški (Skolas iela 3, Mākoņkalna pagasts, Lipuški), Telefon: +371 646 05226, +371 656 81420.

Das malerische und von Sandsteinfreilegungen umgebene Tal des Flusses Salaca, der sagenhafte und fischreiche See Burtnieku, die livländische Ostseeküste mit Strandwiesen und steilen Felsen, Burgberge, Moore, heilige Orte und bezaubernden Kleinstädte. Das alles umfasst das nordkurländische Biosphärenreservat. Auf dem Reservatgebiet befindet sich einer der größten unberührten Hochmoorkomplexe im Baltikum. Die Küsten- oder Strandwiesen bilden den größten Strandwiesenkomplex in Lettland.

Das Nordlettland Biosphärenreservat ist das einzige besonders geschützte Naturgebiet dieser Art in Lettland. Es ist ein großes Gebiet, in dem international bedeutende Naturräume und Landschaften unter Naturschutz gestellt wurden, unter der Voraussetzung, dass eine nachhaltige soziale und wirtschaftliche Entwicklung sichergestellt wird.

Das Gebiet des Nordlettland Biosphärenreservats umfasst 457 600 ha Festland und 16 750 ha Ostsee, es wurde 1997 geschaffen und bereits am 15. Dezember 1997 als ein Naturschutzgebiet von internationaler Bedeutung im Rahmen des UNESCO-Programms MaB anerkannt. Das Ziel des Biosphärenreservats ist es, auf nationaler und internationaler Ebene das Gleichgewicht zwischen dem Schutz der natürlichen Vielfalt und der Förderung einer wirtschaftlichen Entwicklung sowie Bewahrung kultureller Werte zu erreichen.

Das Biosphärenreservat vertritt international anerkannte für die gemäßigte Waldzone typische Ökosysteme und Ökosysteme der Ostseeküste. Das Reservatgebiet gehört zum nördlichen Teil der Regionen Limbazu, Valkas und Valmieras und liegt im Becken von Salaca, Vitrupe, Svetupe und Liepupe. Die Gesamtfläche des Reservatgebietes bildet 6 % der Gesamtfläche von Lettland und umfasst auch den Naturpark des Salaca-Tals, 16 Naturschutzgebiete, 3 Naturschutzzonen (die Nordmoore, Augstroze und Vidusburtnieks, die als für Vögel bedeutende Gebiete gelten und in die Liste der Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung aufgenommen wurden sowie Natura 2000-Schutzgebiete sind), 4 dendrologische Anpflanzungen und 25 geologische sowie geomorphologische Naturdenkmäler.

Im Reservatgebiet befinden sich auch wertvolle historische Denkmäler, z. B. eine der ersten Siedlungen in Lettland – eine Fischersiedlung und ein Gräberfeld (5.-2. Jahrtausend v. Chr.) sowie auch die Siedlung des Riņņu-Bergs am linken Ufer des Flusses Salaca.

Die bedeutendsten und interessantesten Naturobjekte sind:

  • Strandwiesen an der kurländischen Ostseeküste von Ainazi bis Kuivizi, die einzigen Strandwiesen in Lettland mit einer einzigartigen Pflanzenvielfalt, ein international anerkannter Ort für die Vogelwanderung und Vogelbrut;
  • Altländische Felsen (Veczemju klintis) an der Ostseeküste – eine 200 m lange und bis 4 m hohe rote Sandsteinformation mit Grotten und Höhlen – die prächtigste an der Ostseeküste in Lettland;
  • Livische Opferhöhlen am Hof Kuikulu am rechten Ufer des Flusses Svetupe, 10 km östlich der Stadt Salacgriva. Eine der längsten Höhlen in Lettland in mitteldevonischen Sandsteinen. Die Länge des Hauptganges einschließlich Abzweigungen beträgt 47 m, die des kleineren - 19,5 m. Die bedeutendste Kultstätte der Region Metsepole, die von Liven besiedelt wurde;
  • Der Fluss Salaca. Die Länge des Flusses beträgt 95 km, er entspringt aus dem See Burtnieks und ist ein ausgezeichneter Ort für den Wassersport – mit beeindruckender Landschaft und einer abwechslungsreichen Strömung, bei der ruhige Stellen mit Stromschnellen sich abwechseln. Berühmt für den Fischreichtum mit der größten natürlichen Lachspopulation in der ganzen ostbaltischen Region, deshalb wurde dem Fluss der Status eines Lachsflusses mit  einer besonderen Schutzordnung verliehen (Angelkarten für das Angeln im Gebiet der Selbstverwaltung Salacgriva sind im Hotel „Brīze“ erhältlich, in Salacgriva, Valmieras iela 7, Tel.: +371 64071717).
  • Die roten Felsen liegen in der Region Salacgriva, unweit der Metallbrücke und dem ehemaligen Eisenbahndamm am linken Ufer des Flusses Salaca. Es handelt sich um eine Sandsteinformation mit einer Länge von mehr als 400 m. Die Steilwand ist nicht hoch – nur ca. 10 m, aber sehr malerisch, besonders, wenn sie von der untergehenden Sonne beleuchtet wird. In den Felsen findet man auch kleine und flache Höhlen und Grotten, die nur von der Flussseite zugänglich sind. Gegenüber den Felsen wurde an der Flussbiegung Ziedoņu ein Rastplatz eingerichtet.
  • Skaņaiskalns und der Naturpark von Skaņaiskalns - eine besonders malerischer Abschnitt des Flusses Salaca unterhalb der Stadt Mazsalaca. Skaņaiskalns ist ein 20 m hoher Sandsteinfels am linken Ufer des Flusses mit dem stärksten Echo in Lettland.

Mehr Informationen über Mazsalaca und den Naturpark von Skaņaiskalns bei der Tourismusinformation in Mazsalaca, Rīgas iela 1, Tel. +371 64251776, E-Mail: ticmazsalaca@inbox.lv. Tourismusinformation der Region Salacgriva in Salacgriva, Rīgas iela 10a, Tel.: +371 64041254, Fax: +371 26463025 und die Tourismusinformation von Ainazi – in Ainazi, Valdemāra iela 50a, Tel.: +371 64043241, +371 29377378, E-Mail: tic.parsla@salacgriva.lv

Eine halbe Fahrtstunde vom Zentrum Riga entfernt, am Ufer des Juglas Sees liegt ein ungewöhnlicher Ort. Das Ethnographische Freilichtmuseum bietet ruhige Spaziergänge, Skifahren im Winter, Beobachtung des Lebens der alten lettischen Bauern und Fischer, Kennenlernen der Badestuben der alten Letten, Teilnahme an Festlichkeiten und sogar das Schmieden eigenen Schmucks an.

Das Ethnographische Freilichtmuseum ist eines der ältesten und größten Freilichtmuseen in Europa. In das Museum wurden 118 alte Gebäude aus sämtlichen historischen Gebieten Lettlands – Kurland, Livland, Semgallen und Lettgallen – vom Ende des 17. Jahrhunderts bis zur zweiten Hälfte der 30-ger Jahren des 20. Jahrhunderts gebracht, aufgebaut und eingerichtet.

Im Museum können Sie lettische Bauern-, Handwerker- und Fischerhöfe besichtigen. Sämtliche Häuser verfügen über eine Ausstellung von Haushalts- und Arbeitsgegenständen, eine Innenausstattung des jeweiligen Gebietes aus der jeweiligen Zeit und stellen den Alltag der Bauern dar. Die Besucher können Höfe der livischen Fischer aus Kurland sowie der russischen Altgläubigen aus Lettgallen besichtigen. 

Das Museum wurde 1924 gegründet, somit hat das Museum im Vergleich zu ähnlichen Museen anderswo in der Welt eine einzigartige Ausstellung, da diese bereits in einer Zeit gesammelt wurde, als viele Objekte noch gut erhalten waren und nicht durch Krieg zerstört waren. Das Freilichtmuseum liegt auf einer 87,66 Hektar großen Fläche in einem Kieferwald am Ufer des Juglas Sees. 

Im Ausstellungsaal (ehemalige Getreidekammer des Landgutes) wechselt die Ausstellung mehrfach im Jahr. Naturfreunde finden hier eine artenreiche Flora und Fauna. Im Museum finden regelmäßig unterschiedliche Veranstaltungen statt, man kann die Handwerker bei der Arbeit beobachten, hier werden die traditionellen lettischen Jahresfeste gefeiert – darüber hinaus ist jeder Besucher willkommen, an den Feiern und an den traditionellen Veranstaltungen teilzunehmen sowie bei den alten Handwerken mitzumachen. Besonders beliebt sind die großen Jahrmärkte, die im Freilichtmuseum alljährlich im Juni stattfinden. 2010 bereits zum 40. Mal!

An sommerlichen Wochenenden arbeiten auf den Bauernhöfen die Meister der alten Handwerkskunst. Die Besucher können historische Alltagsszenen beobachten und an unterschiedlichen Veranstaltungen und Feiern teilnehmen. Im Winter kann man Schlitten fahren, auf dem See das Eisfischen ausprobieren und mit Schlittschuh laufen, die Hügel und Pfade des Museums sind bei Schiläufern beliebt. Das Museum wird alljährlich von mehr als 135 tausend Menschen aus der ganzen Welt besucht.

Gottesdienste in der Kirche Usmas jeden Sonntag 10:00. Den Besuchern des Museums stehen Kinderspielplätze und Pferdeausritte zur Verfügung. Mahlzeiten am Livländichen Hof und im Gasthaus Priedes. Anmeldung der Führungen per Tel. +371 67994106. Informationen zum Freilichtmuseum und ein virtueller Rundgang.

Das Museum erreichen Sie mit dem Bus Nr. 1, 821, 826, 19 und 28 bis zur Haltestelle “Brīvdabas muzejs” oder mit der Straßenbahn Nr. 6 bis zur Endstation in Jugla.

Dieser Bauernhof ist ein ethnographisches Museum in der Gemeinde Andrupenes – in Lettgallen. Hier kann jeder etwas Interessantes finden, ob groß oder klein. Das Museum umfasst einen Gebäudekomplex vom Anfang des 20. Jahrhunderts bestehend aus sechs Gebäuden – einem Wohnhaus, einer Getreidekammer, einem Stall, einer Getreidedarre, einer Badestube und einer Schmiede.

Das Museum gehört zum Netzwerk des Kulinarischen Erbes von Lettgallen. Nach vorheriger Anmeldung ist eine Verkostung der Speisen des Kulinarischen Erbes von Lettgallen möglich. Das Museum wurde am 23. Juni 2000 eröffnet und befindet sich im Besitz der Verwaltung der Gemeinde Andrupenes.

Werkzeuge, Haushaltsgeräte und Möbel schaffen eine besondere Bauernhofstimmung. Hier können Sie beim Weben mitmachen, nach vorheriger Anmeldung werden Führungen sowie Schlittenfahrten vom Berg des Museums und ein heißer Kräutertee angeboten. In jedem Gebäude findet man typische Haushaltsgeräte und Werkzeuge.

Das Museum ist für die Besucher geöffnet. Hier finden auch die Gemeindeveranstaltungen statt – die Līgo-Feier, Volljährigkeitsfeier, Feiern des Familientages. Pro Jahr besuchen das Museum ca. 3,5 tausend Menschen.

Der Volkskundepfad „Jāņkalni” erklärt alte Ornamenten, die Magie der Zeichen und Gottheiten, die unser nationales Erbe bilden. Schüler können wichtige Informationen über die lettischen Bräuche und die lettische Volkskunde sowie die Volkslieder (Dainas) erfahren.

Die Länge des Pfades beträgt ca. 1,5 km. Versuchen Sie sich auf der Karte Lettlands zurechtzufinden ‒ in einem Labyrinth mit 19 ethnographischen Regionen. Sie können auch interessanten Erzählungen eines erfahrenen Reiseführers lauschen und ausführliche Antworten auf Ihre Fragen erhalten. Gruppenbesuche nach vorheriger Anmeldung.

Sie können an der Līgo-Feier mit Feuerritual nach den alten Bräuchen unserer Vorfahren teilnehmen. Singen, Sonnenaufgangslauf, lettische Spiele und Tänze in Begleitung von Live-Musik. Die Johanneskinder kommen mit Sträußen und Kränzen aus Wiesenblumen.

Ruhe und Stille, das Rauschen des kleinen Flusses zum Frühlingsanfang, der Duft des Grases und Vogelgesänge im Sommer, ein nebliger Abend und Pilze sammeln im Herbst, riesige Schneeberge an einem sonnigen Wintermorgen ... das findet man in  "Ielīcas". Der livländische Bauernhof aus dem 18. – 19. Jahrhundert "Ielīcas" ist ein kulturelles Denkmal von nationaler Bedeutung, das Anfang 2006 wiederbelebt wurde.

Als einziges Werkzeug wurde zum Bau einiger Gebäude nur ein Beil benutzt. Somit stellen die Gebäude 300 bis 400 Jahre Bautraditionen des lettischen Volkes dar. Der einzigartige Bauernhof umfasst einen vollständigen Gebäudekomplex, typisch für diese Region: ein Wohnhaus, eine Badestube mit einem kleinen Häusler-Zimmer (zurzeit ist dieses leider wegen eines Brandes nicht zu besichtigen, wartet jedoch auf seinen Wiederaufbau), 3 Getreidekammern, einen Stall, eine Scheune, einen Pferdestall mit Futterräumen, eine Getreidedarre, eine Remise und einen Keller.

Die Gebäude bilden ein für Nordlivland typisches Hofsystem. Bei den Gebäude sind zahlreiche historische Konstruktionsdetails erhalten – Steinunterlagenfundamente, Blockwände mit Parallelrissen in Kreuzhausecken, Balkenständer, ein Dach mit Einkerbungskonstruktion, Rundholzböden und Decken. Im Hof können Sie sowohl festliche Veranstaltungen als auch sportliche Aktivitäten organisieren. Die Übernachtung ist entweder im Haus oder in mitgebrachten Zelten möglich.

Der Naturpark Laumu ist ein aufgrund privater Initiative eingerichteter Park in der Region Talsi, der mehrere Naturpfade umfasst – einen Bienen-, Pflanzen-, Sport- und Waldpfad sowie eine große Vielfalt an Möglichkeiten zu einer aktiven Erholung - Minigolf, Angeln, Fahrradvermietung, Kerzenziehen und Bienenzucht.

Auf dem Bienenpfadhaben die Besucher in Begleitung eines kompetenten Führers die Möglichkeit, sich in die Rolle einer Biene oder eines traditionellen Imkers einzufühlen und die Geheimnisse der Bienenwelt zu erforschen. Auf dem Vogelpfad bieten einen Einblick in die Vogelwelt, hier können Besucher die Geschichte der Vögel erforschen, Vogelfedern und den Flügelaufbau, die große Vielfalt an Nistplätzen und Nestern sowie Vogeleiern, Schnäbeln und Beinen kennen lernen.

Pflanzenliebhaber können auf dem Pflanzenpfad ca. 40 Eibensorten, Wacholder unterschiedlichster Formen und sonstige immergrüne Pflanzen finden. Hier blühen auch unterschiedliche Schlingpflanzen und Ziersträucher und in den Teichen des Parks erfreuen Ihre Augen 12 Sorten von Wasserlilien. Die Stille und Ruhe der Natur können Sie auf dem 2,3 km langen Waldpfad genießen, Sie können die hier wachsenden und lebenden  Bäume, Moose, Ameisen und Biber erforschen oder einen Bunker der Widerstandskämpfer besuchen. In der Wintersaison wird im Park die Möglichkeit zum Skilanglauf angeboten.

Das Freilichtkunstmuseum Pedvāle liegt in einem malerischen Tal am Ufer des Flusses Abava auf einer Fläche von 200 ha. 1992 hat der Bildhauer Ojārs Arvīds Feldbergs in der Umgebung der ehemaligen Landgüter von Firkspedvāle und Briņķpedvāle in einem malerischen Tal am Ufer des Flusses Abava ein Museum eingerichtet, das zu einem Denkmal von nationaler Bedeutung geworden ist und zum besonders geschützten kulturhistorischen Gebiet Abava-Tal gehört.

Die Sammlung umfasst mehr als 150 Kunstwerke, die während Symposien und Workshops geschaffen wurden. Die Ausstellung umfasst auch Werke des Bildhauers Ojārs Feldbergs sowie Ausstellungen von Werken lettischer und ausländischer Künstler, die ständig ergänzt und geändert werden. Künstler, die an kreativen Projekten des Museums teilnehmen, sind aufgefordert ihre Inspirationen aus der Umgebung zu ziehen unter Verwendung der zugänglichen natürlichen Materialien.

Das Konzept des Museums ist die Integration der natürlichen und agrarischen Landschaft sowie des Kulturerbes und der Kunst in eine einheitliche Umgebung. Ziel ist die Schaffung eines Ortes, an dem sich kreative Gedanken im Einklang mit der landschaftlichen Umgebung sowohl entwickeln als auch verwirklichen lassen und somit zum Bestandteil dieser Umgebung werden.

Das Angebot für Künstler und Besucher umfasst eine einfache Unterkunft im ländlichen Stil mit einem kleinen Gasthaus, Restaurant, Konferenzsaal und Picknickplätzen. Die Stiftung Weltkulturerbe hat 1996 und 1998 das Abava – Tal mit dem Landgutkomplex Pedvāle in die Liste der 100 gefährdeten Kulturdenkmäler der Welt aufgenommen.

Das Museum hat einen UNESCO – Preis für die Bewahrung und Entwicklung der Kulturlandschaft erhalten.

Seit 2008 ist im Museum eine ständige Ausstellung „Geschichte von Rigaer Kurorten Jūrmala und Ķemeri” geöffnet. Die Sammlung stellt wesentliche Wendepunkte in der histiroschen Entwicklung der Kurortstadt Jūrmala in Fotografien, Urkunden und Alltagsgegnständen dar. Museumsgebäude wurde 2004 renoviert; ein Cafe vorhanden.

In der Museumssammlung gibt es viele Ausstellungsgegenstände, die über Kurortstadt und Strand Jūrmala seit Ende 19 Jh. bis in die  Gegenwart berichten, die größte Sammlung der Badeanzüge in Lettland, alte Postkraten von Jūrmala, Künstlearbeiten, Exponaten der Unterwasserarcheologie, sowie auch Souvenirsgeschäft.

In der Sammlung sind Badeanzüge des 20. Jhs. breit dargestellt. Hauptsächtlich sind das die Frauenbadeanzüge, denn wahrscheinlich waren die Frauen mehr aktiv beim Kaufen und auch beim Tragen der Badeanzüge. Diese Badeanzüge sind auch im gutem Zustand geblieben, weil eine echte Dame einen Badeanzug nur eine Saison lang tragen darf.

Die Ausstellung "Schiffe in der Tiefe" erzählt in verschiedenen Ausstellungsformen den Besuchern über Schicksale der für unser Land wichtigen Schiffe, Kriegsschiffe und U-Boots, sowie auch über Seefahrtsgeschichte in Lettland. Familien mit Kindern haben eine Möglichkeit, einen lustigen Nachmittag im gemütlichen Museumscafe zu verbringen, da Kinder- oder Familienfeste zu feiern. Hier kann man nicht nur Kaffe mit Kringel genießen, sondern auch zu den versunkenen Schiffen auf die Schatzensuche gehen.