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Lettisch

Gebaut 1907 – 1909 von dem Architekten W.Bockslaff. Eigenwilliges Jugendstilgebäude mit den Merkmalen der Nationalromantik. 1962 – 1990 wurde die Kirche Dubulti nationalisiert und das Museum der Geschichte und Kunst Jūrmalas eingerichtet. 2014 feiert die Kirche von Dubulti ihr 125. Jubiläum.

Dubultu ev. luteriskā baznīca
  • Dubultu ev. luteriskā baznīca
  • Foto: Dubultudraudze.lv
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56"58'9 23"46'24
56.969128, 23.773384
  • Gesprochene Sprachen: 
    • Englisch
    • Lettisch
    • Russisch
Services: 
  • Ausstellungen
Tourismusobjekt Funktionen: 
  • Informationsstellen
  • Kostenloses Parken
  • WC
  • WiFi Internet
  • Zugang für Behinderte
Information verändert: 10.09.2014

Der Name des Stadtteils „Melluži” ist schon seit 17. Jh. bekannt – 1693 gab es hier einen Hof mit den Namen „Melluži”. Es ist durchaus möglich, dass der Ursprung des Namens mit den an Brombeeren reichen Wäldern in diesem Gebiet zusammenhängt. Das Land gehörte der Familie von Fircks.

1827, als Karl von Fircks hier ein Kurhaus baute, begann man diesen Ort Karlsbad II zu nennen. Während des ersten Weltkrieges wurde der Kursaal jedoch niedergebrannt. Auf dessen Gelände wurde der Park Melluži errichtet und 1930 eine hölzerne Freilichtkonzertbühne gebaut. Auf der Freilichtbühne im Park Melluži klang sowohl Musik als auch wurde Theater gespielt. Heute ist die Freilichtbühne Melluži eine von zwei, am Anfang des 20.Jh. gebauten, akustischen hölzernen Muscheln in der ganzen baltischen Region. Die Zweite befindet sich in Estland, in der Hauptstadt von Saaremaa - Kuressaare. Die Parkbühne eignet sich herrlich für Familien mit Kindern. Hier befinden sich ein moderner Kinderspielplatz, ein Ententeich und in der Sommerzeit finden ab 11:00 Uhr verschiedene kostenlose Veranstaltungen für Kinder statt. 

Entstand im Jahre 1207 als Festung, die als Kastell aufgebaut wurde, später wurde sie umgebaut und bekam die Umrisse eines Konventbaus. Seit 2012 ist es möglich, auf den nördlichen und Haupttorturm zu steigen, die Burgmauern zu betreten und die mittelalterliche Atmosphäre zu genießen.

Das Gauja Bassin war für die Erreichung der Ziele der Kreuzritter aus mehreren Gründen geeignet. Von dem geographischen Gesichtspunkt aus überquerte diese Region schon in den vorherigen Jahrhunderten ein entwickeltes Netz der Wasser- und Landwege. Von dem ethnischen Gesichtspunkt aus war das Gauja Bassin der Berührungspunkt mehrerer ethnischen Gruppen sowie auch die Zone mehrerer staatlichen Gebilden. Im 13.Jh. begann die Eroberung der Länder und die Gestaltung neuer staatlichen Gebilden.

Im Mittelalter war Lettland kein einheitlicher Staat, ihn bildeten vier autonome Territorien: das Rigasche Erzbistum, der Livländische Ordensstaat, das Kurländische Bistum und die Stadt Riga. Die Burg Sigulda wurde von dem Schwertbrüderorden erbaut, aber nach der vereinigung des Schwertbrüderordens mit dem Deutschen Orden ging die Burg in die Herrschaft des Livländischen Ordens über. 

Als der Bischoff Albert und der Schwertbrüderorden  im Jahr 1207 die Länder geteilt haben, bekam der Orden das Territorium auf dem linken Ufer der Gauja. Der Hauptfaktor, der die Erbauung jeder einzelnen Burg im Bassin der Gauja bestimmte, war der gegenseitige Wettstreit zwischen dem Rigaer Bischof und dem Schwertbrüderorden im Laufe der Eroberung des Landes und im nachfolgenden Kampf um die Hegemonie in Livland. In der Reimchronik steht geschrieben, daß die Burg Sigulda in der Zeit des Odensmeisters Venno erbaut wurde, er regierte vo 1204 bis zum Jahr 1209, deshalb nehmen die Historiker an, daß die Burg Sigulda in der Zeit zwischen den Jahren 1207 und 1209 erbaut ist. Sie war eine der vier ersten Konventbauten des Ordens zusammen mit Riga, Cēsis und Aizkraukle. In der Beschreibung des Jahres 1212 in der Chronik  Henricus de Lettis ist notiert, daß die Burg Sigulda vor kurzem erbaut ist. Es ist auch erwähnt, daß in diesem Jahr die Burg als Stützpunkt für die Ordensbrüder benutzt wurde, als sie die Burg der auferstandenen Liven Satesele, die nur einen halben Kilometer entfernt lag, zerstörten.  Die Burg Sigulda wurde zur Kontrolle des Wasserweges Gauja und als eine Festung gegen die am rechten Ufer der Gauja stehenden Bischofsburg Turaida erbaut. Im Jahr 1224 weilte auf der Burg Sigulda der Legat des Papstes Wilhelm von Modena, der hier eine Gemeinde und Kirche gegründet hat. Im Jahr 1237 übernahm die Besitze des Schwertbrüderordens in Lettland der deutsche Orden, der im Jahr 1290 die Eroberung der lettischen Länder beendete.  

Die Burg Sigulda ist schon zu Beginn des Livländischen Krieges gelitten, im Jahr 1562 wurde sie zu einer polnischen Starostei. In den 80-er Jahren des 16.Jh. haben die Polen eine Revision der Burggebäude gemacht. Im polnisch- schwedischen Krieg 1601-1621 wurde die Burg gründlich zerstört. In der von den Schweden gemachten Revision bald nach dem Kriegsende steht geschrieben, daß die Burg leer und verfallen ist, aber im Jahr 1622 wurde in der Burg zum Wohnen ein Holzgebäude und eine Badestube erbaut. Im Jahr 1625 hat der schwedische König Sigulda dem Grafen Uksenschern geschenkt, aber nach der Reduction der Güter hat die Krone oder der Staat es zurückgewonnen. Im Kriegsarchiv in Stockholm wird ein um das Jahr 1680 gezeichneter Plan von Sigulda aufbewahrt. Die Burg wurde während des Nordischen Krieges verlassen.

1737 kam Sigulda in Besitz des Grafen Lassie, danach in Besitz von Brauns und Borchs. Im 19.Jh wurde in der äußeren Vorburg eine Pforte mit der Jahreszahl 1867 eingerichtet. Im Turm der Pforte der inneren Vorburg wurde das Wappen der Familie Borch eingemauert, aber in der Burgruine wurden die Mauern befestigt und zwei pseudogotische Bogen aufgebaut. In den Jahren 1878-1881 baute die Familie der Fürsten Kropotkins auf der äußeren Vorburg das Neue Schloß.

Zu Beginn des 19.Jh. lenkte die Burg erneut Aufmerksamkeit auf sich, als entsprechend den Kunsttendenzen der damaligen Zeit sie als eine romantische Burgruine bewundert wurde. Nach den damaligen Vorstellungen über den Denkmalschutz wurden Befestigungsarbeiten im Torturm und an anderen wichtigen Stellen durchgeführt. Seit dem 19.Jh. ist die Ruine der mittelalterlichen Burg Sigulda ein bedeutendes Tourismusobjekt, deshalb wurden im 20.Jh. mehrmals Erhaltungsarbeiten der Mauern durchgeführt. Als nach dem Ersten Weltkrieg der Staat Lettland gegründet wurde, kam die Ruine Sigulda unter die Obhut der Denkmalverwaltung. Zu dieser Zeit haben sich mehrere Forscher der Baugeschichte der Burg zugewandt. Im Jahr 1922 hat der baltendeutsche Forscher Carl Löwis of Menar den umgezeichneten Plan der Burg Sigulda aus dem 17.Jh., dessen Original in Stockholm aufbewahrt wird, veröffentlicht. Ein anderer Forscher- der estnische Kulturhistoriker Armin Tulse analysierte den Lauf der Burgerbauung. 

Im Jahr 2011 wurde ein von der Europäischen Union mitfinanziertes Projekt „Rekonstruktion der Burgruine Sigulda und die Anpassung der Infrastruktur der Entwicklung der Tourismusprodukte“ begonnen und im Jahr 2012 erfolgreich durchgeführt.

Wir laden Sie ein den Süd- und Nordturm der Burg, die bisher nicht zugänglich waren, zu besteigen, über die Mauern zu spazieren, den Geist der Altertümlichkeit und die Landschaften, die vom Turm auf das Urstromtal der Gauja und andere historischen Zentren des städtebaulichen Denkmals zum Anblick kommen, zu genießen. Das technische Projekt der Rekonstruktion hat das Büro der Architektin Ināra Caunīte erarbeitet.

Jedes Jahr finden auf der Bühne der Burgruine Sigulda verschiedene Konzerte und Festivals statt. Die Saison der Unterhaltungsmaßnahmen eröffnet traditionell der Ball der Faulbäumeblüte im Mai, dann folgen der Jazzfestival, der Blusfestival, der Theatertag. Besonders hervorzuheben ist das schon zum zwanzigsten Mal mit der Initiative von Dainis Kalns organisierte Opernfestival.

Das Herrenhaus ist im 18. Jh. im Auftrag des Barons von Medem gebaut. Auch Trockenkammer, Kornkammer und Schmiede des Landgutes sind erhalten geblieben.

Heute befindet sich da die Grundschule Vilce (Vilces pamatskola). Neben dem Gebäude wächst eine Eiche, die von K. Ulmanis 1937 gepflanzt wurde. Zum ersten Mal wurde der Name von Schule in Gemeinde Vilce in 1819 erwähnt, als diese im Landgut Vilce durch den Fronherr errichtet wurde. Da wurden das Lesen, Schreiben und Rechnen, so wie auch die Glaubenslehre unterrichtet.

Bis zum Jahr 1823 hatten die Schule 140 Kinder besucht. Der Unterricht war kostenlos. Als Lehrbuch für die Kinder wurde das Weisheitsbuch des alten Stenders ("Vecā Stendera gudrības grāmata") genutzt, und der Lehrer wurde gelöhnt. 1820 – 1822 wurden die Gemeinde Vilce, Mūrmuiža und Blankenfelde gegründet. 1823 wurde die Schule in Vilce geschlossen, da die Gemeinde nicht mehr allein die Sorge für die Schule tragen wollte.

Im Jahr 1797 war an dem Ort, wo jetzt der Park Strūve gelegen ist, war im Plan von Jēkabpils das Weideland für die Stadt eingezeichnet. Im Jahr 1820 auf Initiative von Klauss, des Sekretärs der Stadt Jēkabpils, wurde 1820 dieses Gelände während der Fronarbeiten mit Bäumen bepflanzt, damit ein Garten angelegt wird.

Der Park wurde durch Wilhelm von Struve (1793-1864), den Professoren für Astronomie an der Universität Dorpat, berühmt, der im Sommer des Jahres 1826 im Park geodätische und astronomische Messungen für die Berechnung des Meridianbogens durchgeführt hat.

Im Jahr 2005, auf der 29. Sitzung des Welterbekomitees der UNESCO wurde der Beschluss über die Aufnahme des einzigartigen Objektes - des geodätischen Struve-Bogens in die Welterbeliste der UNESCO gefasst. Die einzigartig errichteten vierunddreißig Vermessungspunkte aus Metall oder Stein, die sich auf dem Gebiet von zehn Staaten erstrecken, erinnern sich uns an die am Anfang des 19. Jahrhunderts international durchgeführten Vermessungsarbeiten des Meridianbogens. Die Vermessung hatte wesentlichen Einfluss auf die zukünftige Entwicklung der Wissenschaft und hat geholfen genaue Größe und Form der Erde bestimmen.

Der geodätische Strūve-Bogen ist ein einzigartiges Kulturobjekt, da es das Gebiet mehrerer Staaten durchläuft. Der geodätische Strūve-Bogen wurde von 1816 bis 1855 vermessen. Er erstreckt sich von der norwegischen Küste des Eismeeres bis zur Mündung der Donau in das Schwarze Meer, insgesamt über 2.822 km. Auf der Erdoberfläche ist der Meridianbogen mit geodätischen Vermessungspunkten repräsentiert, die sich derzeit auf dem Gebiet von zehn Staaten – Norwegen, Schweden, Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen, Weißrussland, Ukraine und Moldova – befinden.

In Lettland sind insgesamt 16 Punkte errichtet, aber der bedeutendste davon ist der Punkt für astronomische Beobachtungen „Jēkabpils”. Er wurde im Mai-Juni 1826 vermessen und errichtet. Die Bestimmung von geografischen Koordinaten für eine Expedition unter Umständen im 19. Jahrhundert war sehr kompliziert. Für die astronomischen Beobachtungen mussten nicht geeignete stationäre Instrumente für ein Observatorium, so wie auch Pendeluhren genutzt werden.

Im Lauf der Zeit ist der astronomische Punkt „Jēkabpils” unzerstört erhalten geblieben. Als das Triangulationsnetz Lettlands, Klasse I, errichtet wurde, wurde der geodätische Punkt des Strūve-Bogens im Jahr 1931 erneut befestigt und mit einem Gedenkstein versehen, den Eduards Valters, der Naturkundelehrer des Gymnasiums Jēkabpils, seiner Stadt geschenkt hat.

Im Zentrum von Jēkabpils werden die Gäste im Kunstsalon „Sakta” von SIA „Dūjēni” erwartet. Die Eigentümer des Salons – die Einwohner von Sēlpils Maija und Jānis Bite - empfinden diesen Salon als Herausforderung für ihre Familie, und es hat in dieser Familie an Herausforderungen nie gefehlt.

Die Idee, ein Salongeschäft zu errichten, kam im Jahr 2008, vorwiegend aus dem Grund, dass die Künstler keine Möglichkeit hatten, alle Materialien, die man zum Malen braucht,  unter einem Dach zu kaufen. Außerdem - es gab auch keinen Ort, wo sie ihre Werke preisgünstig verkaufen könnten.

Im Kunstsalon spürt man den Atem der Geschichte. Durch die Fenster kann man den ehemaligen Marktplatz, das Haus der Schutzleute (Aizsargu nams), die Uniatenkirche, das Šņornieku-Haus, das Knaģu-Haus, das Vilde-Haus, so wie auch das Brandenbruder-Haus sehen. Das Haus in Pasta iela 21 ist 1903 gebaut, und es war das Familienhaus des Offiziers der Lettischen Armee - Grobiņš. Im Erdgeschoss war eine Apotheke, aber im ersten Sock waren die Wohnungen unterbracht. In diesem Haus hat früher der Staatsanwalt von Jēkabmiests gelebt, in Zeiten der Sowjetunion war dort das Bildungsdepartement unterbracht, aber zur Zeit der Erweckungsbewegung „Atmoda” – das Doktorat, später – die Redaktion der ältesten Zeitung „Jēkabpils Vēstnesis”.

Der Name des Salons entstand nach langer Überlegung, aber nicht lange danach haben die Eigentümer während der Renovierungsarbeiten in diesem Raum eine lettische Spange - „Sakta” gefunden, die nun an der Wand zusammen mit dem Familienerbe – zwei anderen lettischen Spangen zu besichtigen ist.

Im Salongeschäft „Sakta” können die Künstler alle benötigten Materialien kaufen, so wie auch ihre Werke verkaufen lassen, aber die Kunstfreunde haben die Möglichkeit, Ausstellungen zu besichtigen und sich die Gemälde und Kunstgebilde als Geschenke oder Souvenirs anzuschaffen. Da kann man die Werke und Gebilde der Künstler aus Jēkabpils und Krustpils, Aizkraukle, Bauska, Jelgava, Rīga, Staicele und anderen Orten besichtigen und kaufen.

Im Nebenraum finden jeden Samstag kreative Workshops statt, wo jedermann wird die Möglichkeit gegeben, sich als Künstler zu präsentieren. Aber in den Räumen des Salongeschäfts sind Ausstellungen zu besichtigen und die dort ausgestellten Werke zu kaufen.

Nicht weit von Daugavpils liegt Jersika. Zwei Kilometer von Jersika entfernt, den Daugava-Strom abwärts, erhebt sich ein kleiner Hügel, auf dem sich früher die alte Burg Gerzike – die Hauptstadt des alten Königreiches Gerzike befand. Königreich , der sich von Kukeinose (heute Koknese) bis auf Dünaburg (heute Daugavpils) erstreckte.

Zu Ehren der altertümlichen Ereignisse wurde dem zweiten Bischof der russisch-orthodoxen Kirche Lettlands der Titel „Der Bischoff von Jersika” verliehen. In Zeiten des Russischen Reiches trug Jersika einen schönen und stolzen Namen - Zargrad. Aber in Zargrad gab es keine eigene orthodoxe Kirche.

Wenn man in Jersika seitens Līvāni kommen, sieht man ein interessantes Gebäude - aus Eisen hergestellte, versetzbare orthodoxe Kirche der Kaiserlichen Russischen Armee, die 1866 errichtet war. Auf ihrem jetzigen Standort wurde die Kirche 1904 aufgestellt. Diese Kirche erinnert an einen Wanderer, der nur für eine Weile stehen geblieben ist, um kurz Rast zu machen, aber bald wird wieder auf den Weg begeben.
Die Kirche ist 1866 aus zerlegbaren Bauteilen gebaut, die in Odessa hergestellt sind. Die Kirche wurde auf seinen jetzigen Standort im Jahr 1904 übersetzt und dort aufgestellt. Ursprünglich - im Jahr 1886 war diese Kirche in Daugavpils aufgestellt.

In der Kirche befindet sich ein Kunstdenkmal. Heutzutage befindet sich in Jersika die russisch-orthodoxe Christi Verklärung-Kirche.

Diese Kirche ist einzigartig, da es so eine ähnliche Kirche eher nirgendwo mehr zu finden ist, weil die äußere Gestaltung dieser Kirche – Wände, Fensterrahmen, Dachsparren, Dach, der Unterteil der Kuppel und Kuppel selbst – aus Eisen oder aus Gusseisen hergestellt sind. Im Volksmund heißt sie die „Eiserne Kirche”. Früher befand sich diese Kirche in Daugavpils, an dem Ort, wo jetzt die Boris und Gleb-Kathedrale steht.

Die Herstellung von Waffen und Munition wurde immer mit gewisser Verborgenheit und Heimlichkeit verbunden, deswegen hat man so großes Interesse an der Schrotkugelfabrik Daugavpils, die 1885 gegründet ist. Die älteste Munitionsherstellungsfabrik Nordeuropas, die einzige Fabrik dieser Art im Baltikum und eines der ältesten Objekte der Industriegeschichte Lettlands.

In der Fabrik befindet sich der einzige noch produzierende Bleigießturm.

Durch die Jahrhunderte - zu den Zeiten des zaristischen Russlands, des ersten lettischen Freistaates, zur Zeit der Sowjetunion, als auch zur Zeit des unabhängigen Lettlands - die Fabrik hat immer hochwertige Schrotkugeln für den Jagdbereich hergestellt, und dies wird nach wie vor fortgesetzt. In der Fabrik sind die Anlagen und Konstruktionen zu sehen, die im 19. Jh. errichtet, vor und nach den beiden Weltkriegen vervollständigt wurden, aber passen sehr gut mit den modernen Anlagen, die zur Herstellung der Munition genutzt werden, zusammen.

Die Fabrik bietet an, die historische Exposition und die Werkhalle zum Gießen von Schrotkugeln zu besichtigen, deren 37 m hohen Bleigießturm hochzusteigen, unter den sich ein 19 m tiefer Kühlbrunnen befindet. Von dem Fabrikturm aus eröffnet sich eine schöne Aussicht auf den bekannten Kirchberg (Baznīcu kalns)zu Daugavpils, auf das Stadtzentrum und auf den in der Ferne sichtbaren Festungswall. Die Munitionsfabrik ist das Endziel für viele ortsansässige und ausländische Touristen, die heutzutage das einzigartige Ambiente des 19. Jahrhunderts erleben und die alten Anlagen bei der Arbeit kennenzulernen wollen. Nach der Besichtigung der Fabrik hat jeder Besucher die Möglichkeit, die in der Fabrik hergestellte Produktion am Schießstand der Fabrik auszuprobieren. Den Besuch der Fabrik kann man mit der Besichtigung derFestung von Daugavpils (Daugavpils cietoksnis)und sonstiger militärischen Objekte vereinigen, und auf diese Weise umfangreiche Kenntnisse in vielen Aspekten der lettischen Militärgeschichte erwerben. 

Das Museum für Geschichte und Kunst Balvi (Balvu Vēstures un mākslas muzejs) wurde am 1. Januar 1989 gegründet. Im Jahr 1996 wurde das Museum für Geschichte und Kunst Balvi durch die Stadtverwaltung Balvi übernommen; in Folge dessen wurde auch der Museumsname geändert – es wurde zum Regionsmuseum Balvi. 

Das Museum zog in andere Räume – in den ehemaligen Kindergarten in Brīvības iela 48 ein, wo man die Räume neu entdecken und an die Bedürfnisse des Museums anpassen musste. Am Anfang sammelte und fasste man alles Mögliche zusammen, damit alles erhalten bleibt und nichts verloren geht.

Im Jahr 2000 wurden die Richtlinien für die Komplettierung des Sammlungsbestands ausgearbeitet, und derzeit zählt der Sammlungsbestand ca. 23.000 Einheiten. Die umfangreichsten sind die Sammlungen der Fotomaterialien, Druckerzeugnisse und Philateliesammlungen.

Das Museum bietet: museumspädagogische Programme und Exkursionen durch die Stadt. In der Ausstellungshalle sind verschiedene thematische und Kunstausstellungen ständig zu besichtigen. Da sind zwei Expositionen eingerichtet: Am 18. Mai 1994 wurde die erste Exposition „Balvu novada vēstures lappuses“ (dt. „Die Geschichte-Seiten der Region Balvi“) eröffnet (die Exposition hat noch immer diese Bezeichnung behalten, aber auf Grund der neuesten Forschungen werden die Seiten jedes Jahr gewechselt). Im Jahr 2003 wurde die zweite Exposition „Jāņa Ūdra piemiņas istaba“ (dt. „Gedenkraum von Jānis Ūdris“) eröffnet.

Das Schloss Arendole ist in der Region Vārkava (Vārkavas novads), Gemeinde Rožkalni, am Ufer des Flusses Dubna an einem malerischen Ort gelegen. Das Schloss ist im Stil des Historismus als Jagdschloss erbaut und sollte zur Erholung dienen. In der Architektur der Landgüter von Latgale zeichnet sich der Schlosskomplex Arendole durch seine Pracht und Eigentümlichkeit aus und ist bis heute erhalten geblieben.

Im Zentrum befindet sich das am Anfang des 19. Jahrhunderts erbaute Herrenhaus. Die langen Fassaden, die einen geraden Winkel bilden, werden durch die Mezzanine, offene Veranden, Freitreppen mit prachtvoll erbauten Geländern, auf deren Postamenten-Enden die Vasen stehen, sehr erfolgreich aufgelockert.

Zu diesem Komplex passen sehr gut der achteckige Turm mit Uhr, der Windweiser und das Wappen der Grafen von Syberg. Eines der Giebel des Gebäudes ist im Stil eines Sommerhauses erbaut. Der Giebel ist mit Holzkonstruktionen verziert. Im Inneren des Herrenhauses kann man zahlreiche als Anfillade geordnete Säle und Salons, deren Decken mit profilierten Gesimsen und Rosetten verziert oder aus Holz gefertigt sind, besichtigen.

Die Türöffnungen besitzen Überdeckungsgesimse, die im Stil des Klassizismus erbaut sind. Das Schloss ist so erbaut, dass die Gänge durch Oberlicht-Beleuchtung ausgeleuchtet werden.