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Latgale (Ostlettland)

Hier können Sie eine interessante Sammlung der Uniformen, Waffen und Motorrädern besichtigen. Die Besucher können die alten Motorräder in entsprechender Kleidung ausprobieren. Die Sammlung besteht aus 37 Retro Motorrädern und Zeugnissen aus der Sowjetzeit.

  • Retro Motorräder
  • Foto: Archiv des TIC in Jēkabpils
  • Uniformen
  • Foto: Archiv des TIC in Jēkabpils

Im Laufe der Zeit wurde eine grosse Anzahl der Motorräder gesammelt und nun ist sie zur Besichtigung geöffnet. Sie stehen wie Soldaten in einer Reihe und jedes Motorrad hat seine Lebensgeschichte. Hier sieht man nicht nur einfache Motorräder als Beförderungsmittel, sondern auch solche, die dem Besitzer erlaubten Pokale zu gewinnen, von der Polizei und während des Krieges genutzt wurden. Wir bieten an, in einem Motorrad mit Beiwagen zu fahren und einer der Uniformen ausprobieren.

In der Sammlung gibt es verschiedene Verbrennungsmotoen aus den 20er bis 30er Jahren des 20. Jhs., die noch mit Petroleum angetrieben werden. Zwei sind fahrbereit.

56"32'41 26"23'56
56.544651, 26.398945
  • Gesprochene Sprachen: 
    • Lettisch
    • Russisch
  • Admission fee: 
    Bezahlt
  • Zahlungsmethoden: 
    • Barzahlung
Services: 
  • Reiseführer verfügbar
Tourismusobjekt Funktionen: 
  • Raucherfreundlich
  • Zugang für Behinderte
Arbeitszeit: 

Besuche bitte telefonisch anzumelden

Information verändert: 02.06.2014

Die römisch-katholische Kirche in Pasiene wurde 1791 mit Hilfe des Grafen Jan von der Borch im polnischen Barockstil erbaut. Ursprünglich wurde das Gotteshaus als Dominikanerkloster, nach dem die erste Holzkirche abgebrannt ist, gebaut.

Die Kirche ist wenig verändert worden. Hier hat sich die prachtvolle Innenausstattung im Rokokostil erhalten, die im 18. Jh. einheimische und ausländische Meister gestaltet haben. In der Kirche sind mehrere Kunstdenkmäler zu besichtigen: der Hauptaltar, Seitenaltäre und die Kanzel. Jährlich findet in der Kirche das Festival der sakralen Musik und die Tage der polnischen Kultur statt. Nach der Restauration der Innenräume und der Fassade öffnete die Kirche Ende 2008 ernaut ihre Tore für Gläubige und Touristen.

Mit ihrem Wissen und ihren Fertigkeiten können beide Künstler die aus der Geschichte überlieferten Erfahrungen in moderne Erzeugnisse darstellen. Die Töpferwerkstatt befindet sich in einem schönen Ort in der Nähe des Adamova-Sees. Beide Künstler arbeiten mit farbiger und schwarzer Keramik.

In den Werken beider Keramikkünstler merkt man die Gründlichkeit und Stabilität. Eine Dauerausttellung. Sie bieten gern Führungen durch die nächstgelegene Umgebung an. Die Besucher können eigenhändig eine Tasse auf der Töpferscheibe herstellen, seinen Namen eingravieren und die Tasse nach dem Brennen wieder abholen. Die Künstler erzählen über die Geschichte der Töpferei und bieten eigene Werke zum Kaufen an. Es werden schmackhafte Heilkräutertees serviert.

Der Naturschonung „Pilskalnes Siguldiņa” (59,3 ha) befindet sich in einem malerischen Tal, das durch das Schmelzen des Gletschereises entstanden ist. Die Talufer sind mit vielen Laubbäumen bewachsen. Im Naturpark wurden mehrere Lehrpfade angelegt.

Dendrologischer und geographischer Weg. Länge 3,8 km. Der Weg bildet einen geschlossenen Kreis. Hier kann man 28 dendrologische, 10 geologische und kulturhistorische Objekte finden. Für die Besichtigung benötigt man 2 bis 3 Stunden. Die Besucher können grosse Bäume, von Eichenästen geformte Brücken und zusammengewachsene Baumarten sehen.

Der Sprīdītis-Weg für Kinder. Länge 1,6 km. Der Weg beginnt bei einer kleinen Wasserquelle. Hier sind die Holzskulpturen der 32 Gestalten aus dem Märchen “Sprīdītis” von Anna Brigadere ausgestellt worden.

Der Weg “Vēstures liecinieki” (dt. „Zeugen der Geschichte”). Länge 0,6 km. Das ist die Fortsetzung des dendrologischen Weges, der sich entlang einer Strecke des wilden Waldes erstreckt.

Auf dem Weg sieht man das Erbe aus dem Ersten Weltkrieg und die Schutzbauten der deutschen Armee – die Unterstände.

Der Sumpfweg. Es ist einer aus Balken über einen kleinen Moosbeerensumpf gemachter Weg. Der Weg eignet sich gut für das Kennenlernen der Pflanzenwelt des Sumpfes und die fleischfressende Pflanze – den Sonnentau.

Der Landschaftsweg von Augšzeme. Eine beeindruckende Möglichkeit für aktive Erholung. Der 8 km langer Weg führt entlang der sechs Seen, Quellen, Erholungs- und Lagerfeuerplätzen mit interessanter Pflanzen- und Tierwelt.

1999 haben die Gemeindeeinwohner im Park von Līksna einen Erholungspfad eingerichtet, der Jahr für Jahr erweitert wird. Auf dem Pfad von Līksna sieht man nicht nur verschieden eingerichtete Pfade, sondern man erfährt auch, dass auf diesem Pfad einst Emilie Plater (lettisch: Plātere) spaziert ist.

Emilie Plater (1806 Vilnius - 1831 Kapčiamiestis) ist eine Volksheldin der Polen und der Litauer, die ab 1815 im Gut von Līksna gelebt hat. Sie hat die patriotische Truppeneinheit in Lettgallen und Litauen geführt; hatte vor, die Festung von Daugavpils zu stürmen; stirbt in jungen Jahren im Aufstand der Polen im Winter 1831.

Auf den Pfaden von Līksna können Sie in den Oster-Schaukel schaukeln und zum Gutsbächlein erlangen. Wenn Sie weiter laufen, erreichen Sie den Erholungsort “Pie Pēterīša” mit Großbänken und einer Feuerstelle. Der Pfad führt dann weiter zum „zivilisierten” Dschungel, Sie können ein Weilchen im „Wigwam” sitzen bleiben. Der Pfad führt zum Platzt, an dem sich einst das Gut befand, wo heute die Ruinenteile von einem Storchpaar überwacht werden. Hier befindet sich auch ein architektonisches Denkmal – die Gutskapelle von Līksna. Die Länge des Pfades beträgt 1 Km.

Die Bauarbeiten der Heiligsten Herz Jesu Kirche (lettisch: Vissvētākās Jēzus sirds baznīca) der römisch-katholischen Gemeinde von Līksna wurden 1913 beendet. Die römisch-katholische Kirche von Līksna ist im Neugotik-Stil gebaut. Die Silluete der Kirche ist die bedeutendste Dominante des Tales vom Fluss Daugava (deutsch: Düna) in der Umgebung des Sees Koša.

Die Geschichte der Kirche von Līksna hängt im großen Maße mit der Tätigkeit vom Jesuiten-Orden zusammen. Als 1621 haben die Schweden Riga erobert und die Jesuiten vertrieben. Bērtulis Zībergs, Baron von Ilūkste, der viel Land besaß: Ilūkste, Dviete, Pilskalne, Dunava, Rubeņi, Bebrene, Svente, Līksna, Nīcgale und Ķirupe, nahm sie in Obhut. Hier, auf beiden Seiten von Daugava, haben die Jesuiten rekatholische Arbeit geleistet. In Līksna war eine Mission von Jesuiten lange Zeit tätig, die anfangs der Residenz von Ilūkste und später der Residenz von Daugavpils unterordnet war. Ab 1635 wurde die Tätigkeit der Jesuiten in den Anwesen von Syberg rager, da in Ilūkste der letzte evangelische Pastor verstorben war. Der Sohn von Grafen Syberg hat die Kirche von Ilūkste den Katholiken und ihre Betreuung den Jesuiten überlassen.

Der König von Polen Wladislaw IV hat auf Ewigkeit die Zugehörigkeit der Kirche den Katholiken bekräftigt. Der Mitgliederliste vom Jesuiten Orden 1771 – 1772 der Litauischen Provinz kann entnommen werden, dass in Līksna besonders Pfarrer Miķelis Butovičs motiviert gewesen ist. Er war hier 17 Jahre lang tätig. Als 1783 das Erzbistum Mahiljou gegründet wurde, hat sein erster Bischof Stanislaw Siestrzencewicz in Līksna den Sitz des Dekanats von Daugavpils (Lejas) gegründet. Damit haben die Jesuiten mit dem Jahr 1789 ihre Arbeit in Līksna beendet, die Kirche haben die weltlichen Priester übernommen. Einige der Dekane von Līksna waren sehr berühmt und bedeutend. 1826 bis 1856 lebte der Kanoniker Thomas Kossakowski, der Verleger von mehreren Büchern in der lettischen Sprache.

Nach ihm hat seine Arbeit der Dekan Thomas Kopec fortgesetzt. Sehr berühmt war der Propst (später Erzbischof) A. Springovičs (1905 – 1918) in Līksna. Die erste Kirche in Līksna wurde 1748 im Hof des Gutes von Līksna gebaut. Diese wurde von den Herren des Gutes, der Familie Lüdinghausen-Wolff, gebaut. Aus welchem Baumaterial die Kirche gebaut wurde, ist nicht bekannt. Sie ist nicht bis heute erhalten geblieben. Die erste Kirche der Gemeinde von Līksna wurde 1798 aus Ziegeln auf den Kosten von Grafen Plater-Syberg gebaut. Diese wurde 1819 von dem Bischof Valerians Kamionka zu Ehre der heiligen Familie konsekriert. Anhand von alten Fotos kann man behaupten, dass das eine ausreichend große Barock-Kirche mit zwei Türmen gewesen ist. Nachdem diese Kirche erbaut wurde, wurde die Kirche im Hof des Gutes zur Kapelle ernannt. Im Zeitraum vom 1909 bis zum 1913 hat der Propst (später Erzbischof) A. Springovičs in Līksna eine neue Kirche gebaut.

In der Fassade der Kirche von Līksna ist ihr Baujahr “1912” gekennzeichnet. Die Kirche ist eine Baute aus Ziegeln, im neugotischen Stil und näher an die Landstraße Rīga – Daugavpils als die alte Kirche gebaut. Nachdem die Kirche fertig war, wurde die alte Mauerkirche abgerissen und aus ihren Baumaterialien ein großes zweistöckiges Pastorats-Haus gebaut. Die finanziellen Mittel für den Kirchenbau gaben die Gemeindemitglieder und der Gutsherr. Im Ersten Weltkrieg erlitt die Kirche schwere Verluste durch Artilleriefeuer. Am 15. Oktober 1915 haben die Deutschen die Kirche das erste Mal mit der leichten Artillerie beschossen und unwesentlich beschädigt. Im Dezember haben die Deutschen die Kirche schon mit der schweren Artellerie beschossen. Die Kirche wurde sechs Mal getroffen und somit schwer beschädigt: an drei Stellen wurden die Wände durchschossen und das Gewölbe zum Einsturz gebracht. Am 9. Februar 1916 wurde die Kirche mit der 8-Zoll-Artillerie beschossen.

Der Kirche wurden das Presbyterium-Teil, ein Turm beschädigt und die Seitenwände haben Risse bekommen. Nach dem Krieg, in den Zwanzigern, wurde die Kirche renoviert. Sie ist eine Baute aus roten Ziegeln, die aus Polen eingeführt wurden. Das Dach und die Türme waren mit gezinktem Blech bedeckt. Die Kirche von Līksna ist ein 30 m langer und 17 m breiter Dreischiffbau im neugotischen Stil mit gefliestem Boden. Es gibt zwei symmetrische Türme auf beiden Seiten vom Eingang, der dritte Turm, der Kleine über dem Presbyterium, wurde gebildet, um den architektonischen Stil beizubehalten. Die Türme haben drei Glocken: 609 Kg, 124 Kg und 62 Kg schwere. Vor der Kirche oberhalb der Tür befindet sich ein großes Fenster, hinter dem eine Herz-Jesu-Statue zu sehen ist. Den Kirchenboden bedecken Zementfliesen, aber die Decke besteht aus Mauergewölben, die sich auf 5 Paaren Pfeilern stützen und die Kirche in drei Schiffen auf. Die Wände sind mit Kalk verputzt, aber in den Verbindungen der Spitzen sind die roten Ziegeln gelassen (das heißt, es wurden die sogenannten Kreuzgewölbe gebildet).

Die drei Eichenholz-Altäre sind im Gotik-Still gestaltet, sowie der Eichenholz-Ambo und die Gipsbildrahmen des Kreuzweges. In dem großen Altar befindet sich die Herz-Jesu-Statue mit Bildern von Heiligen an dessen Seiten. Die Kirche von Līksna wurde dem Heiligen Herz Jesu gewidmet. Auf der rechten Seite befindet sich der Altar des Heiligen Josephs mit einem Bild vom Heiligen Anton oberhalb dessen, auf der linken Seite befindet sich der Altar des Heiligen Franz von Assisi. An den Seiten von Presbyterium befinden sich die Statuen von dem Heiligen Anton und der Heiligen Theresia. Das Presbyterium wird von der Kirche durch einen Eisengottestisch abgetrennt. Auf beiden Seiten vom Presbyterium sind große Sakristeien. Auf der linken Seite ist noch eine Tür, aber auf der rechten Seite: das Grab der Lourdes-Gottesmutter mit einem Altar. Auf jeder Seite der Kirche sind fünf Fenster ohne Mosaiken. Am Presbyterium gibt es kleinere Fenster, darum ist es ziemlich dunkel. Geräumige Chorräume mit einer großen Orgel, die zu den Zeiten des Propstes J. Kalnišs angeschafft wurde.

Die Orgel habe einen schönen Klang. Die Kirche verfügt über das notwendige liturgische Inventar. Die Kirche wird von einem großen Garten umgeben. Dieser wird von einer hohen Mauer aus roten Ziegeln umrahmt, die der Propst J. Kalnišs gebaut hat. Im Garten der Kirche ist der Propst Pāvils Vaičulonis (1867 – 1929) beigesetzt worden. An der Stelle der abgerissenen Kirche, ca. 1,5 Km von der neuen Kirche, wurde eine Mauergruft gebaut. Jetzt ist sie in einem schlechten Zustand. Die Kirche von Līksna wurde 1964 das letzte Mal mit Ölfarben gestrichen, die Decken wurden aufgehellt. In der Kirche gibt es Strom, jedoch keine Heizung, außer in der Sakristei. Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass die Ziegeln in der Kirchenmauer schlechter Qualität gewesen sind. Diese fingen an zu bröckeln und darum hat der Propst J. Kalnišs 1939 angefangen, sie Schritt für Schritt auszutauschen.

Das war ein riesiger Aufwand, jedoch hat er mindestens 60.000 Ziegeln ausgetauscht. Da der Propst J. Kalnišs in Līksna knapp 20 Jahre gelebt hat, hat der Erzbischof A. Springovičs seine Arbeit gelobt und gesagt: „Ich und Du, wir haben die Kirche von Līksna gebaut.” Nach der Versetzung des Propstes J. Kalnišs im Amt des Dekans nach Dagda wird Pēleris Vaivods zum Probst von Līksna ernannt. Aus der Gemeinde Līksna stammten folgende Priester: der Bischof E. Ropps, Prälat A. Novickis, K. Skrinda, Benedikts Skrinda, Ādams Ivbulis. Im Friedhof der Kirchengemeinde von Līksna ist Thomas Kossakowski (1798 – 1856) beigesetzt.

In dem ehemaligen Ratsgebäude der Gemeinde Līdumnieku ist ein kleines Museum eingerichtet, in dem die Reliquien aus dem Zweiten Weltkrieg aus der nächsten Umgebung gesammelt sind. Im Museum finden Sie Reliquien aus dem Zweiten Weltkrieg und alte Gebrauchsgegenstände aus dem Alltag.

Teile von Panzern und Geschützen und andere eindrucksvolle Reste der Kriegstechnik, von Kugeln durchbohrte und verrostete Helme, Uniformen mit Kragenspiegeln verschiedener Armeen, Gebrauchsgegenstände und Gewähre aus der Front, die viel bedrohlicher aussehen, als die in Wirklichkeit sind, und alte Fotos, auf denen Gesichter eifriger Soldaten zu sehen sind. Diese und viele andere mit dem Krieg und dem Armeeleben verbundene Ausstellungsstücke werden in dem ehemaligen Gemeindehaus der Gemeinde Līdumnieku vom Landkreis Cibla in der Region Ludza aufbewahrt.

Im Randgebiet von Lettland, in einem einst verkommenen Dorfzentrum wurde dank Engagement der einheimischen Jugendlichen ein einzigartiges Museum für Kriegstechnik eingerichtet, das Menschen aus ganz Lettland besuchen kommen. Die Touristen erwartet hin und wieder eine eigenartige Show: in deutschen und russischen Uniformen gekleidete Männer mit Schrecken einjagenden Gesichtern „nehmen Gefangene“, „vernehmen“, greifen aus den Schützengraben an... Ist aber der erste Schreck vergangen, kann man darüber lachen und Fotos in der Umgebung eines nachgestellten Kriegsfeldes machen und eine dürftige Mahlzeit zu sich nehmen. Eine freiwillige Spende gilt als Eintritt ins Museum.

“Fast alles, was hier zu sehen ist, ist hier in der Gemeinde, in Mooren und Wäldern gesammelt worden. Auch die Einwohner haben vieles mitgebracht und geschenkt. In der Gegend von Cibla fanden im Zweiten Weltkrieg erbitterte Kämpfe statt, eine ganze Panzerdivision wurde hier besiegt. Ich weiß noch, wie in meiner Kindheit im Wald Helme rumlagen. Wir haben langsam angefangen, das alles zu sammeln und nach Hause zu bringen, mit Autos, mit Trecker“ erzählt Imants Novožilovs. Er ist  zusammen mit seinem Bruder Ivars und seinen Freunden Guntars Sidarāns und Aldis Gusāns die Gründer und Enthusiasten des Museums. Imants gehört ein Bauernhof hier in Līdumnieki, Ivars ist Lehrer, der Jungschützen führt und in der Regel seine Jungschützen hierhin bringt, um zu üben, und sie mit einer echten Kriegstechnik bekannt macht.

Imants erzählt, dass sein Interesse an die Geschichte schon in den Schuljahren entstanden ist. Jetzt würden gerne die Jungs die gesammelten Ausstellungsstücke systematisieren und bearbeiten, da das ganz viele Ausstellungsstücke sind. Es mangelt sogar am Platz. Um das Museumshaus liegt ein alter Park, den man auch pflegen und in die Dauerausstellung miteinbeziehen sollte. Die Einheimischen, insbesondere Männer, besuchen gerne das Museum, schenken eigene Reliquien aus ihren Wehrzeiten, Uniformen und auch Fotos aus den Kriegszeiten. Ein wertvolles Ausstellungsstück ist der Tauchanzug, sowie ein im Wald Istalsnas gefundener französischer Maschinengewehr. Es gab schon Besucher aus dem Ausland, unter anderem auch aus Deutschland, die alle Ausstellungstücke mit einem sehr großen Interesse gemustert haben. Das Museum haben auch Museumsmitarbeiter aus Ostrow in Russland besucht.

Der zoologische Garten von Latgale ist ein kleiner Munizipalzoo, eine Selbstverwaltungseinrichtung von Daugavpils, deren Ziel die Umwelterziehung und -bildung von Kindern und Erwachsenen in Bezug auf Tiere ist. Der Zoo befindet sich in der Nähe vom Stadtzentrum.

Hier, in dem künstlichen Dschungel, schlängeln sich gefleckte Pythons, am Ufer sonnen sich Krokodil-Kaimane, im Teich schwimmen rote Koi-Karpfen, in den Lianen springen fröhliche Makaken und die Beuteltiere Zucker-Possume, schwimmen, pfeifen, klettern, springen und fliegen viele andere Tropentiere. Kinder können die putzigen Kaninchen streicheln, mit den Meerschweinchen spielen und die Fiche im Teich futtern.

Kruzifix – das Symbol katholischen Lettgallens (lettisch: Latgale), ein untrennbarer Bestandteil der Landschaft von der Region und ein eigenartiges Kunstwerk. In Lettgallen fing man im 18. Jahrhundert mit dem Aufstellen von Kruzifixen an. Die Tradition, sie zu bauen, entwickelte sich am rapidesten in den 20ern und 30ern des 20. Jahrhunderts.

Ein Merkmal der Gemeinde Vaboles ist die größte Anzahl von Kruzifixen in Lettland, sowohl früher als auch heute. Nach den 40ern des 20. Jahrhunderts wurden viele vernichtet. Von 44 Kruzifixen sind nur 29 erhalten geblieben. Die Einwohner von Dörfern fingen an, Schritt für Schritt die Kruzifixe zu erneuern. 1998 hat das Museum Skrindu mit den Finanzmitteln des Kulturministeriums zwei Kruzifixe in der Gemeinde restauriert. Die ältesten Kruzifixe, die in den Erinnerungen der Menschen geblieben sind, seien bescheiden, grob bearbeitet und ziemlich niedrig gewesen. Die Bescheidenheit der Kruzifixe haben die Zeit und eventuell auch der Mangel an handwerklichen Fertigkeiten bestimmt.

Das Aussehen der Kruzifixe hat sich im Laufe der Zeit verändert. Für die 20ern des 20 Jahrhunderts ist es charakteristisch, dass in dieser Zeit Kruzifixe mit kleinen Dächern gemacht wurden. Da die Kruzifixe zu verschiedenen Zeiten gebaut wurden, unterscheiden sie sich sowohl durch ihre Höhe, als auch Form. An manchen Orten betrug ihre Höhe bis zu 4 Meter und ihre Dächer waren reichlich verziert. Sehr verbreitet waren Kruzifixe aus Gusseisen, deren Fundamente aus Beton gegossen waren. Für die 80er und 90er des 20. Jahrhunderts ist es charakteristisch, dass die Kreuze mittels Holz repariert wurden. Über die religiöse und kulturhistorische Bedeutung der Dorfkreuze berichtet die Geschichte. Ein Kreuz am Wege und die damit verbundenen Handlungen sind eine der ältesten und schönsten Traditionen in Lettgallen.

Die Dorfeinwohner haben sich vor den Dorfkreuzen zum Gottesdienst versammelt. An den Kreuzen wurden geistliche Lieder gesungen und gebetet. Gesungen hat man bis zum späten Abend. Die Kreuze wurden mit Birkenästen und Blumen geschmückt. Kreuze, die sich im Dorf befinden, werden heute noch geschmückt, gesungen wird in Maiabenden aber nur an bestimmten Kruzifixen. Bei der Erkundung der alten Traditionen wird nach deren besten Anwendung gesucht. Das Kreuz gibt heute auch als die Bezeichnung einer Gedenkstätte. An einem schönen und hügeligen Ort in Liepu Mukāni befand sich einst das Haus der Familie Skrindu, an dem 1990 ein 4 Meter hohes Holzkreuz aufgestellt und eine Gedenkstätte eingerichtet wurde. Den Stein mit der Aufschrift "Skrindu māja" (deutsch: „Haus Skrindu“) hat der Bildhauer I. Folkmanis geschaffen.

Die Keramik-Werkstatt von I. Dzirkale. Entdecken Sie das Geheimnis der Geschirrentstehung und machen Sie mit! Sie haben nicht nur die Möglichkeit, bei der Geschirrentstehung zuzuschauen, sondern auch selbst Geschirr aus Ton zu machen und Geschirr und Souvenirs zu kaufen.

Ineta Dzirkale, Keramikerin und Lehrerin an der Kunstschule von Atašienes, die ihr Fachwissen auf der Mittelschule der Angewandten Kunst von Rēzekne (lettisch: Rēzeknes lietišķās mākslas vidusskola) erlangt, hat auf dem Hof, auf dem sie geboren wurde, eigene Keramik-Werkstatt und Brennofen eingerichtet. Das hier ist für die Keramikerin nicht nur eine Arbeit, sondern auch eine Herzenssache. In nur 5 Minuten kann sie aus einem Tonklumpen eine Vase, einen Krug oder einen anderen Wundern aus Ton machen.

In den Sommern empfängt der Hof "Zaļbirzes" Touristen, die Lehrausflüge machen und in der Führung von Ineta sich an die Töpferscheibe setzen, um ihre Fingerfertigkeit in der Keramik auszuprobieren.  Die Keramikerin verwendet für ihre Arbeiten auch regionalen Ton.