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Architektur

Dank einem reichen kulturhistorischen Nachlass kannLettland auf seine vielfältige Architektur stolz sein. Man kann in Lettland sowohl einfache Holzbauten in traditionellen Landeinzelhöfen, als auch ausgezeichneteMusterbauten derRenaissance-, Barock-, Klassizismus-, Jugendstil- und Modernarchitektur finden.

Die Architekturkenner werden echteKunstschätze nicht nur in Riga bemerken – in der HauptstadtLettlands, die von einem mehr als 800 Jahre dauernden Wechsel von Epochen und einer Mischung von Kulturen gekennzeichnet ist, sondern auch in kleinen Städtchen, mittelgroßen Dörfern und abseits liegenden Landgütern. Es ist auffällig, dass so viele Meisterwerke der Architektur und hinreißende kulturhistorische Zeugnisse überJahrhunderte erhalten geblieben sind.

Kirchen und Schlösser

Seit 1186, als auf dem von denHeiden abgekauftenTerritorium an der Daugava -in Ikšķile -das schönste Mädchen der Liven in die Mauer des ersten, im romanischen Stil gebauten Gotteshauses  eingemauertwurde, gehörtdie Architektur Lettlandszumuntrennbaren Bestandteil der europäischen Kultur.

In Riga kann man die im romanischen Stil aufgebaute Kirche St.Georg (jetzt das Museum der dekorativ-angewandten Kunst) besichtigen. Der Rigaer Dom, dessen östlicher Teil die Zeugnisse der Romanik aufbewahrt hat, wird zu den hervorragendsten Mustern der lettischen Gotik gezählt. Dazu gehören auch die Kirche zum Heiligen Simeon in Valmiera, sowie auch die Kirche St. Peterin Riga – ihr Turm mit einem Hahn an der Spitze ist eines der bekanntesten Symbole von Riga.

Das Zeitalter der Renaissance spiegelt in Lettland nicht nur die Kirche des Heiligen Johannes in Riga und die Kirche der Heiligen Katharinain Kuldīga wider, sondern auch die städtischen Rathäuser, die Häuser und Landgüter der wohlhabenden Bürger, in denen die Harmonie und dieGleichmäßigkeit der Baukunst erhalten geblieben sind.

Die Gebäude im Barockstil zeichnen sich aber durch Dynamik und manchmal sogar durch übermäßige Pracht aus – in den Landgütern, Schlössern und Villen gibt es vielfältigeDekorativelemente und übertriebene Formen. Dies wäre mit dem Schaffen der besonders einfluss- und ruhmreichen westeuropäischen Architekten – FrancescoBartolomeo Rastrelliund Rupert Bindenschuh – zu erklären. Die Bewunderer des Barockstilssolltenunbedingt das Reuternhaus in Riga und den Palast Rundāle in Zemgale besuchen, der unweit von Riga liegt. Beim Besuch der in der Barockepoche errichteten Kirchen lenken Sie ihre Aufmerksamkeit auf die Holzschnitzerei – Amouren, Engel, Blumen- und Zweiggirlanden, Spitzen und Verzierungen die die Arbeiten der Ortstischler sind.

Der Klassizismus mit seinen gemäßigten Formenhat Lettland die Schlösser in  Mežotne, Durbe, Kazdanga geschenkt. Demneogotischen Historizismusstil sind aber das Hauptgebäude der Universität und das Gebäude der Musikakademie zu verdanken. Im Zentrum Rigas hingegen hat der Historizismusstil mit dem geziertesten von denArchitektur- und Lebensstilen – nämlich mit demJugendstil – zu konkurrieren.

Architektonische Vielfältigkeit in Riga

Man kann in Riga die Musterbauten unterschiedlicher Epochen und Architekturstile finden – Beispiele im Funktionalismusstil aus den 20-er und 30-er Jahren („neue Sachlichkeit” oder momo), pompöse Bauten der Stalin-Zeit, mehrstöckige Wohnhäuser der Sowjetzeit, sowie auch die unpersönlichen Siedlungen der 80-er Jahre aus Eisenbetonplatten, dieepochale Suche nach der Architekturästhetik, und darunter findet mankleine Holzbauten, die denAtem der Jahrhunderte hinter den Fensterläden und Türen verbergen. Wie eine Legende besagt, wird Riga nie fertig (errichtet) sein, sonst gehtsie  in die Daugava unter...

Architektur der lettischen Städte

Außer Riga wäre denArchitekturinteressenten auch die Stadt Kuldīga  zu empfehlen -die Residenz des Herzogs von Kurland im 16. und 17. Jahrhundert, das Städtebauensemble mit einer der längsten Ziegelbrücken in Europa. Sehenswert istauch die der Zeit des Russischen Reiches beliebte Kurortstadt Liepāja mit einem für jene Zeit modernen und großangelegten Militärhafen, die Stadt Ventspils mit einer altertümlichen Bebauung des Stadtzentrums und natürlich das populärste Kurortstädtchen Jūrmala am Ostseegolf mit vortrefflichen, in Holzspitzen bekleideten Sommerhäusern und Pensionen. Besucht manlettische Ostgebiete in Latgale, so findet man dort neben den prächtigen und prunkvollen katholischen Kirchen und Landkruzifixen auch kleine, mit lebendigen Farben kolorierte Holzkirchlein der Orthodoxenund Altgläubigen.

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Zuletzt aktualisiert: 
18.12.2014