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Jomas-Straße in Jūrmala

Die Jomas-Straße ist eine der zentralen und ältesten Straßen an der Meeresküste bei Riga, die während ihrer Existenz verschiedene Änderungen und Wandlungen erlebte. Die Teilung der ersten Grundstücke und der Bau der Hauptstraßen in Majori begann in den 1860 – 1870-er Jahren, noch vor dem Bau der Eisenbahnlinie. Um 1850 befand sich in der Umgebung der damaligen Juras-, Jomas- und Lienes-Straße ein tiefer feuchter Wald, in dem Gutsbesitzer und Bauern Vieh weideten.

Die Straßenentwicklung in Jurmala, wovon der Name der Jomas-Straße zeugt, ist mit Bodenvertiefungen verbunden. Mit dem Meeresrückzug, unter Einfluss von Wind, bildeten sich Sanddünen mit parallelen Vertiefungen, auf Lettisch „jomas” genannt. Einst befand sich der Anfang der Jomas-Straße auf der damaligen Kreuzung der Lienes- und Jomas-Straßen hinter der Grünanlage an der Majori-Station. Erst nach der Änderung von Straßennamen im Jahr 1936, als die Rigas-Straße verkürzt wurde, wurde die Jomas-Straße bis zur Grenze des Gebiets Majori-Dubulti verlängert. Der Straßenname ist bis heute unverändert geblieben, obwohl 1899 die Jomas-Straße kurzfristig in die Puschkin-Straße umbenannt wurde.

Erst am Ende des 19. Jh. wurde die Jomas-Straße im Stadtteil Majori zum lebendigsten und lautesten Platz in Jurmala. Gerade in der Jomas-Straße wurden der erste Laden, der Markt und die Apotheke in Majori geöffnet. An der Ecke der Jomas- und Omnibusa-Straße baute Herr Horn 1870 das erste Hotel in Majori und legte einen Garten an, der zum bedeutenden Kulturzentrum an der Meeresküste von Riga wurde.

Die Bebauung der Jomas-Straße, besonders im Anfangsteil, änderte sich wesentlich nach häufigen Bränden und den beiden Weltkriegen, während derer ein Teil der alten Holzgebäude zerstört wurde. Im Laufe der Zeit wechselten mehrmals sowohl die Hausbesitzer als auch die Hausfunktionen. Könnten die Gebäude sprechen, würden sie viele Geschichten erzählen.


Die Jomas-Straße wurde zu einer besonderen Visitenkarte der Stadt, zum Hauptspazierweg in Jurmala, wo man andere sehen und sich zeigen kann. Bereits zu Sowjetzeiten zogen die beliebten Stadtfestzüge gerade durch die Jomas-Straße und dann weiter durch die Turaidas-Straße bis zum Strand. 

 
56.972588, 23.799175
Services: 
  • Café
  • Reiseführer verfügbar
  • Souvenirs
  • Themenveranstaltungen
Tourismusobjekt Funktionen: 
  • Kostenloses Parken
  • Raucherfreundlich
  • WC
  • Zugang für Behinderte
Information verändert: 16.04.2014