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Militär-Hinterlassenschaften

Lettland, insbesondere sein Territorium an der Ostseeküste, wahrt in sich reichliche Militär-Hinterlassenschaften aus verschiedenen Jahrhunderten – von Resten der Befestigungsanlagen von Städten bis zu Objekten von staatlicher Bedeutung des Kalten Krieges.

Historische Militär-Hinterlassenschaften

Um sich vor Angriffen der Feinde zu schützen, wurden um die lettischen Städte im Mittelalter hohe Schutzmauern gebaut, und die Häuser wurden entsprechend den Standards jener Zeiten als möglichst uneinnehmbare Festungen errichtet. In vielen Städten Lettlands werden diese historischen Zeugnisse sorgfältig bewahrt und vielerorts dienen sie immer noch als Visitenkarte der Stadt.

Ideen für Reiseziele:

  • Die Festung Daugavpils oder Dinaburg – ist die einzige Festung aus der ersten Hälfte des 19.

    Jahrhunderts in Osteuropa, die fast unverändert erhalten geblieben ist

  • Das zweiteilige Schloss-Ensemble Bauska – in der Grenzstadt von Lettland und Litauen.  Von der ältesten, im 15. Jahrhundert gebauten Burg des Livonischen Ordens ist nur die Ruine erhalten geblieben, dagegen kann das neuere Schloss – die Residenz der Herzöge von Kurland –  das Ende des 16. Jahrhunderts gebaut wurde, heutzutage als Stadtmuseum dienen;
  • Die älteste mittelalterliche Festung in Lettland ist die  in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gebaute Burg des livonischen Ordens in Ventspils;
  • Der altertümliche Turm der Festung von Riga – der Pulverturm, in dem heutzutage das größte Museum der Kriegsgeschichte Lettlands unterbracht ist;
  • Die mittelalterlichen Befestigungsanlagen zwischen Plavinas und Gostini, die im 17. Jahrhundert die Grenze zwischen dem unter schwedischem Einfluss stehenden Vidzeme, dem unter polnischem Einfluss stehenden Latgale und dem Kurländischen Herzogtum markierte. An diesem Ort haben die Polen die Schweden besiegt, wobei der König von Schweden, Gustav Adolf, hier beinahe ums Leben gekommen wäre.

Militär-Hinterlassenschaften der Weltkriege

Auf dem Territorium Lettlands befanden sich während der beiden Weltkriege Frontlinien. Noch heute erinnern mehrere Besichtigungsorte an die hist orischen Schlachten, die verwendete Militärausrüstung und die Angriffsstrategien.

Einige davon:

  • Tirelpurvs und Lozmetejkalns – eins der am besten erhaltenen Schlachtfelder des Ersten Weltkrieges in Europa;
  • Todes (Naves) Insel – ein Schlachtfeld des Ersten Weltkrieges in der Nähe von Riga. Am 25.Dezember 1916 fanden hier Kämpfe der lettischen Schützen gegen die zahlenmäßig überlegenen deutschen Truppen statt. Von der Bahnstation Ikskile bis zum Besichtigungsort sind 3,5 km zurückzulegen.
  • Das einzigartige Territorium der Karosta in Liepaja - wo man die sogenannten Nordforts oder den Teil der vom am Endes des 19. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts erbauten Stadtfestung durchwandern, und das einzige für Touristen offene Militärgefängnis Europas besuchen kann;
  • Das Museum der Festung Kurzeme mit der Exposition über die Geschichte des Ersten und Zweiten Weltkrieges;
  • Die Sammlung militärischer Fahrräder im Fahrrad-Museum von Saulkrasti. Die Sammlung umfasst Fahrräder von fünf verschiedenen Armeen aus verschiedenen Zeiten, die auf dem Territorium Lettlands benutzt wurden.

Überreste vom Kalten Krieg​

Die Lage, die nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen den sogenannten Ländern des Westblocks und der UdSSR entstand, wird als Kalter Krieg bezeichnet. Obwohl eine reale Kriegstätigkeit ausblieb, fand die Konfrontation zwischen beiden Seiten hauptsächlich durch Ausbreitung von wirtschaftlichem und politischem Einfluss statt. Für die Stärkung von Einfluss-Sphären wurden auch die Mittel der Spionage und verstärkte Militär- Rüstung angewendet.

Nachdem Lettland seine Unabhängigkeit wieder erlangt und die sowjetische Armee sein Territorium verlassen hatte, sind ein Teil der damals wichtigen staatlich Objekten für die vom "Auf und Ab" der Geschichte Begeisterten zur Besichtigung freigegeben, die bereit sind, den Weg zu den abgelegenen Orten in robuster Kleidung, bequemen Schuhen und mit Taschenlampe zurückzulegen.

Besichtigungswerte Objekte:

  • Radaralage in Irbene – eines der geheimsten Objekte der sowjetischen Armee, wo in den Jahren des Kalten Krieges Militaristen die NATO-Länder ausspioniert haben, indem sie Telefongespräche abgehört haben. Jetzt wurden zwei der drei Funkantennen zu Radioteleskope umgewandelt und für die Erforschung des Weltraums benutzt, aber in dem an das Objekt angrenzenden Armeestädchen "Zvaigznite" herrscht schon mehrere Jahrzehnte die Aura der Verlassenheit.
  • Der geheime sowjetische Bunker in Ligatne – der in den 80-er Jahren des 20. Jahrhunderts für die Bedürfnisse der Elite der politischen und Staatsmacht im Fall eines Nuklear-Krieges erbaut wurde. Bis heutzutage ist die authentische unterirdische Ausrüstung erhalten geblieben.

Raketenbasen

Die Wälder Lettlands bergen viele sowjetische Raketenbasen in sich.

Eine der beeindruckendsten davon ist die Nuklear-Raketenbasis Zeltini, die im Nordosten Lettlands liegt und Hangars  für die Lagerung von Raketen und Startanlagen umfasst, sowie Systeme von Bunkern, unterirdischen Tunneln und Wohnhäuser. Darüber hinaus ist das der einzige Ort in Lettland, wo unter freiem Himmel ein in Stein gemeißeltes Portrait von Lenin zu sehen ist.

Festung Daugavpils
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Festung Daugavpils

Die Festung Daugavpils ist  fast die einzige erhaltene Festung der ersten Hälfte des 19.Jahrhundertsohne Veränderungen.
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Zuletzt aktualisiert: 
05.12.2018